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NecroVision: Review

  Personal Computer 

Ist der förmlich kastrierte erwachsene Spielspass nicht schon schlimm genug, so patzt man auch bei der Synchronisation. Alle britischen Soldaten sprechen mit einem Akzent, welcher schon nach kurzer Zeit tierisch auf den Geist geht. Die Sprecher scheinen sich nur auf diesen zu konzentrieren und vergessen dabei, die nötige Dramatik in ihre Stimme zu bringen. Auch weitere Sprechrollen wirken wie abgelesen und vernichten dabei die Atmosphäre des Spiels weiter.

Aufgehobene Briefe werden euch vors Gesicht gesetzt und behindern kurzzeitig die Sicht. Ihr könnt sie zwar wegklicken, aber freundlicher wäre es, wenn die Zeit angehalten würde. Inhalte der Briefe werden für Lesefaule extra vorgelesen, selbst wenn ihr sie bereits weggelegt habt. Eine nette Idee sollte die aufsammelbare Gasmaske, die euch vor den Gasen eurer Feinde schützt, wohl werden. Habt ihr die Maske auf und kommt in einen Bereich mit Gas, wird automatisch die Sicht auf Maskenform verkleinert. Dumm nur, dass ihr schon allein wegen Dunkelheit und Gas nicht genug von eurer Umgebung sehen könnt. Dank der Maske bekommt ihr förmlich Augenkrebs, so sehr müsst ihr euren visuellen Apparat anstrengen.

In den Anfangsgebieten dürft ihr euch immer wieder mal mit Designfehlern herumärgern. Zum Beispiel seid ihr wegen Unebenheiten gezwungen, Treppen hinaufzuspringen statt zu laufen. Oder der Boden bricht in einer geskripteten Sequenz unter euren Füssen ein und ihr fallt mitsamt einem grossen Gegner in eine Höhle hinein. Schön wäre es, wenn die Trümmer direkt verschwinden würden, doch sie liegen euch im Weg und blockieren so euren Fluchtweg. Die einzige Möglichkeit ist, mühsam über sie zu springen, während euch der Riese dabei gemütlich eins aufs Dach haut.

Nach dem ersten Drittel des Spiels steigert sich Necrovision merklich. Die Stolperfallen verschwinden und auch britische Soldaten trefft ihr nur noch selten an. Eine Art mobiler Kampfanzugspanzer steht sogar für euch ab und zu bereit. Dieser ist mit einem grossen Maschinengewehr und Raketenwerfer ausgestattet und bringt etwas Abwechslung. Der schon seit Beginn recht hohe Schwierigkeitsgrad steigt allerdings noch weiter an. Zum Glück seid ihr dank eines magischen Handschuhs wehrhafter. Im weiteren Spielverlauf lernt ihr kraftvolle Feuerangriffe, oder ihr friert Feinde kurzzeitig ein. Die dunklen Areale führen zu einem gruseligen Gefühl und man hat Schiss, was als nächstes auf einen zukommt.

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Daniel Schneider am 05 Jun 2009 @ 10:52
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