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Two Worlds: Review

  Personal Computer 

Als Zuxxez ankündigten, dass sie ein Rollenspiel im ganz grossen Stile veröffentlichen wollen, überwog bei vielen Spielern die Skepsis. War der Publisher doch bislang eher im Strategie-Segment tätig und hatte mit den Earth 2150- und 2160-Titeln Erfolg. Nun also ein Rollenspiel, welches vollmundig die grossen Spiele des Genres attackieren und von der Spitze verdrängen möchte. Ob der Neuankömmling sich gegen die etablierten Stars der RPG-Szene durchsetzen kann?

Als namenloser Held ist es eure Aufgabe, eure verschwundene Schwester Kira aufzuspüren und sie zu retten. Ihre Entführer treffen sich nach einer Weile mit euch und stellen die Bedingungen für die Auslösung eurer Schwester. Mehrere Teile eines alten Familienerbstücks sollt ihr finden und das Artefakt letztlich in Gang bringen. Da nur ihr das gute Stück gefahrlos berühren könnt, zwingen euch die Entführer also, diese beschwerliche Suche auf euch zu nehmen, indem sie eure Schwester festhalten. Die Hintergrundgeschichte kommt langsam in Fahrt, dabei könnt ihr euch mit allerhand Charakteren auf euren Wegen unterhalten. Zuweilen gibt es gar längere Gespräche, bei denen man als ungeduldiger Zeitgenosse gern mal die Space-Taste benutzt, um die Diskussion zu beschleunigen.

Die Artefakte sind quer über den Kontinent verstreut. Viel Laufarbeit für euch als tapferer Recke. Zwar kann man auch nach kurzer Zeit bereits Pferde nutzen, um schneller voranzukommen, doch die träge und zudem ungenaue Steuerung vermiest euch die Ausritte rasch, so dass ihr letztlich nur auf eure eigenen Füsse vertraut. Immerhin könnt ihr nach einer bestimmten Quest zu Beginn des Spiels auch Teleporter benutzen, die an wichtigen Orten platziert wurden. Apropos Quests: davon gibt es reichlich in der Welt von Antaloor. Die Aufgabenpalette ist erfreulich umfangreich und reicht von einfachen Botengängen der Marke "Liebestrank für weggelaufene Ehefrau kaufen" bis hin zu umfangreicheren Missionen, die euch einige Spielminuten beschäftigen. Wer sich mit den Nebenaufgaben wenig beschäftigt, wird bereits nach rund zwanzig Stunden das Spielende erreicht haben.

Es geht auch schneller...

Kurioserweise geht es jedoch auch wesentlich schneller, denn die Questgeber der Hauptaufgaben könnt ihr auch kurzerhand um die Ecke bringen, wenn ihr kräftig genug seid. Und dies seid ihr bereits ab dem zwanzigsten Heldenlevel. Also rasch zwei oder drei Mal auf den Anführer eines Clans mit der Axt eingedroschen und schon könnt ihr in die Schatzkammer hinein. Das nimmt euch allerdings einiges an Spielspass, denn es macht wesentlich mehr Freude, sich langsam einen guten Ruf beim Anführer zu erarbeiten, als ihn kurzerhand niederzustrecken. Gleichwohl: die Möglichkeit dazu zu haben, ist mehr als verlockend und wurde von uns im Test auch einmal genutzt, weil wir sehen wollten, ob es wirklich funktioniert. Erst mit dem aktuellen Patch wurde dies behoben, ein Fehler, der eigentlich bei der Qualitätskontrolle schon hätte auffallen müssen.

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Markus Grunow

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Markus Grunow am 20 Mai 2007 @ 20:33
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