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Memento Mori: Review

  Personal Computer 

Wirklich bemerkenswert ist aber die Interaktion der beiden Hauptfiguren mit der Spielumgebung. Jedes wichtige Objekt in der Spielwelt verfügt über ein Physikmodell. Folglich tragen Larisa und Max, zwischen denen ihr im Verlauf immer wieder wechseln werdet, sichtbar Gegenstände durch die Gegend, verschieben Möbelstücke oder öffnen Türen. Klasse, zumal jedes Objekt auch noch über eigene Echtzeitschatten verfügt. Aber dazu später im Technikteil mehr.

Um Einsteiger nicht zu überfordern, haben die Entwickler möglichst wenige Hotspots, also Interaktionspunkte, in den Räumen verteilt. Vieles kann gar nur einmal angeschaut werden, wird danach schlichtweg interaktionslos. Das finden wir sehr durchdacht, kommt es doch der Übersichtlichkeit zugute. Und wer nun fürchtet, dass dadurch Langeweile vorprogrammiert ist, der irrt. Es gibt nebenbei nämlich trotzdem genug zu entdecken. Seien es Zeitungsartikel, Pinnwand-Anzeigen, E-Mails, Fernseher oder Radios mit seh- beziehungsweise hörbaren Sendungen, oder einfach der gemütliche, belanglose Smalltalk mit interessanten Charakteren. Fussgänger und aktiver Autoverkehr sorgen zudem für belebte Strassenabschnitte.

Acht mögliche Enden

Das Versprechen vielfältiger Enden prangt deutlich auf der Rückseite der Verkaufsbox. Doch wie genau entscheidet sich der Ausgang der Geschichte? Nun, in erster Linie durch Dialogoptionen. Zwar könnt ihr nicht aus einzelnen Sätzen wählen, jedoch teilweise die Gemütslage der momentanen Hauptfigur bestimmen. Ob ihr euch also freundlich oder griesgrämig einer Person gegenüber benehmt, bestimmt letztlich, welches Ende ihr serviert bekommt. Klingt toll, doch hätten wir uns in dieser Hinsicht mehr Einfluss auf den eigentlichen Spielverlauf gewünscht. An einer Stelle wird Max etwa vorgeschlagen, dass er sich erst mal bei Larisas Tante ausruhen soll, bevor er seine Ermittlungen fortsetzt. Egal, ob ihr positiv, negativ oder fragend antwortet, es läuft letztlich darauf hinaus, dass Max die vorgeschlagene Ruhepause ablehnt. Schade.

Wie bereits erwähnt, entschädigt die Handlung für zu einfache Rätsel, aber auch für das eine oder andere Versäumnis. In der Tat wird die Geschichte oft fortgeführt, sei es durch Telefonate, E-Mails, Dialoge und unerwartete Wendungen beziehungsweise Ereignisse. Schon früh stellt sich heraus, dass ein mysteriöser Mönchsorden hinter dem Einbruch steckt. Doch wieso fehlt kein einziges Gemälde? Und aus welchem Grund sind Kunstschieber und andere kriminelle Gestalten in die Sache verwickelt? Nach und nach entwickelt sich der Krimi zu einem echten Mystery-Thriller, der aber niemals eine gewisse Portion Ironie vermissen lässt. Der unterschwellige Wortwitz und die Skrupellosigkeit, die beide Akteure bei ihren Ermittlungen an den Tag legen, machen selbige sympathisch und interessant.

Technik

Centauri setzt bei Memento Mori auf eine vollständig in Echtzeit-3D-Grafik gehaltene Spielumgebung. Und was für eine, liebe Leser! Für ein Adventure bietet das Spiel eine wirklich grossartige Optik. Bump Mapping-Texturen, lichtdurchflutete Räume, Echtzeit-Schatteneffekte und Spiegelungen sorgen für teils geradezu malerisch schöne Schauplätze. Auch die deutsche Sprachausgabe ist fast ausnahmslos exzellent gelungen. Eine dezente, meist auf Klaviermelodien setzende Hintergrundmusik ist sozusagen das Tüpfelchen auf dem i.

Memento Mori
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Daniel Boll am 11 Nov 2008 @ 16:38
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