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The Bard`s Tale: Review

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Hack'n'Play

Zu viele technische Details in den Charakterwerten gibt es in The Bard's Tale nicht. Ihr dürft zwar bei jedem Stufenaufstieg Punkte verteilen, beispielsweise in Attribute wie Stärke, Charisma oder Rhythmusgefühl, aber da die Auswahl an anderen Skills und Gegenständen stark eingeschränkt ist, kommt auch der Gelegenheitsspieler gut über die Runden. Hin und wieder wandern magische Amulette in euren Rucksack. Sie beeinflussen die Werte des Barden auf unterschiedliche Art und Weise. Übrigens geht das auch mittels Alkohol. Kurzer Zwischenstopp in der örtlichen Taverne, dem Barkeeper einen Humpen Sprit abgekauft, und schon kämpft der Barde in der nächsten Auseinandersetzung weitaus mutiger. Solange der Brummschädel danach nicht einsetzt, versteht sich.

The Bard's Tale ginge fast schon als reinrassiges Hack'n'Slay durch. Ihr seid überwiegend damit beschäftigt, mit dauergeklickten Maustasten voranzupreschen, um ein Monster nach dem anderen zu plätten. Hätte Produzent Brian Fargo nicht auch an die erwähnten Attribute gedacht, bliebe nicht mehr viel Rollenspiel übrig. Zu selten wandert eine neue Waffe in das Gepäck, manchmal kommt ein neuer Song hinzu, aber oft seid ihr wenigstens damit beschäftigt, euch in Gesprächen mit Freunden und Feinden über die Kommentare des Barden kaputt zu lachen. Wahrlich, mit Humor hat Fargo nicht gespart! The Bard's Tale konfrontiert euch mit einer Menge Witz und Ironie. Altbekannte Rollenspiel-Elemente werden überspitzt und zynisch auf die Schippe genommen. Spassig: Eine Horde gefährlicher Amazonen wird der Barde am besten durch das Beschwören einer Ratte los. Schon fliehen die wilden Weiber kreischend und machen den Weg frei. Anderenorts nimmt er die Wächter eines Turms auf den Arm und fragt die völlig überforderten Monster, warum die Hebel zum Aktivieren eines Öffnungsmechanismus immer in der direkten Umgebung vor der Tür zu finden sind, und nie dahinter. Darauf weiss natürlich selbst der klügste Ork keine Antwort. Ein Barde, der nicht nur für Verwirrung und Action sorgt, sondern auch für viel Gelächter. Dadurch zeichnet sich das neue The Bard's Tale aus, wenn auch sonst Innovationen eher selten zu finden sind.

Der Spielverlauf zeigt sich überwiegend linear. In Gesprächen habt ihr durch das Anklicken von einer freundlichen oder grimmigen Maske oft die Wahl, wie die Unterhaltung fortgesetzt wird. Das kann Auswirkungen auf die nächste Spielsituation haben, hat es meistens aber nicht. Manches Mal entscheidet die Wahl der Grundhaltung in einem Gespräch darüber, welcher prädefinierte Ereignisstrang als nächstes dran ist. Bestimmte Gegebenheiten bekommt ihr so vielleicht nie zu Gesicht. Auch so mancher Bonus für das Erfahrungspunkte-Konto könnte so flöten gehen. Keine Sorge, denn wenn ihr einen Spielbereich verlasst und ihn später erneut betretet, sind fast alle Monster wieder an Ort und Stelle. Nach gestiegener Erfahrungsstufe des Barden sogar gestärkt. So ist immer garantiert, auch genügend Erfahrungspunkte für das Vorankommen im Spiel zu bekommen.

The Bard`s Tale
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Thomas Richter am 26 Jun 2005 @ 17:45
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