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Shadow Harvest: Review

  Personal Computer 

Der Spieler steuert zuerst Alvarez durch die somalische Hauptstadt, der schnell gegen Kimoseins Schergen antreten muss, die die Alvarez unterstützenden Rebellen aufreiben. Anschliessend geht es weiter mit Myra, die mit einem Helikopter im Krisengebiet abgesetzt wird, um unbemerkt zum Palast des Übeltäters vorzudringen. Während Aron seine XM8 als Allzweckmittel gegen die Milizen einsetzt, durch Sprengladungen alternative Wegstrecken nutzt und mit Granaten auch gruppenweise Feinde umnietet, greift Agentin Lee tief in die Taschen ihres hautengen Spezialanzugs: Sie bestückt ihre Armbrust mit Nano-Pfeilen, die getroffene Gegner sofort töten und danach für ein paar Stunden unsichtbar machen.

Das erspart lästige Versteckspiele mit den Leichen. Ausserdem hat Myra Funkpfeile dabei, die Wachen ablenken, sowie eine Nanoklinge, die getötete Gegner ebenfalls verschwinden lässt. Wird es mal allzu brenzlig, verschwindet sie selbst einfach per Knopfdruck in die Unsichtbarkeit: Ihr Anzug hat eine besondere Tarnfunktion, um sie vor den Augen der Wachen zu verbergen. Das kostet allerdings Energie, die sie in Form von Batterien einsammeln muss. Aron kann dagegen nur auf seine Einsatzerfahrung vertrauen und eine Quicktime-Funktion anwenden, die für ein paar Sekunden das Spielgeschehen in Zeitlupe ablaufen lässt. Action-Fans kennen das Prinzip bestimmt aus gängigen Spielen.

Shadow Harvest Bild
Wer in Deckung geht, wird schnell feststellen, dass hier ein hakeliges Problem zu bekämpfen ist. Die Spielfiguren gehen automatisch in Sicherheit, kommen aber nicht ohne Schwierigkeiten wieder heraus. Erst ein Schritt zurück löst sie wieder vom sichernden Vorsprung, was Aron und Myra wiederum zum willkommenen Ziel macht. Da ist es schon fast erleichternd, dass die KI der Truppen irgendwo zwischen "dämlich" und "blind" angesiedelt ist. Brüllend komisch ist auch, dass sich Myra nur hinter einem Sichtschutz begeben muss, um nicht mehr gesehen zu werden - auch wenn die Wache direkt in ihren Winkel herumstöbert.

Welt von Morgen - Technik von Gestern

Die Komik reisst auch nicht ab, wenn beide Helden erhobenen Hauptes unterwegs sind, was an den abgehakten Animationen liegt. Bei Aron könnte man noch wohlwollend argumentieren, dass er nun mal eine Kampfmaschine ist, bei deren Animation mehr auf den zweiten Wortteil wert gelegt wurde - aber wie redet man das bei der katzenhaften Myra schön? Was sich definitiv nicht mit Worten beseitigen lässt, ist der Rest der Technik. Zwar könnte man über die antiquierte Optik hinwegsehen, in der kaum zerstörbare Umgebung und billigste Effekte das Bild definieren, viel schlimmer wiegen aber die Programmfehler, die schon mal zu Abstürzen und Dauerfeuer Wenn sie statt einer beliebigen Taste zum Restart den Mausbutton drücken. Hier hätte deutlich nachgebessert werden müssen.

Gerade bei Myras anspruchsvollen Stealth-Missionen ist es ärgerlich, wenn sie erst einmal ihre Pfeile verschiesst, denn ihr Munitionsvorrat, insbesondere die Nano-Projektile sind äusserst begrenzt. Sehr schade, wie die interessanten Ansätze und Spezialwaffen durch solche Ärgernisse neutralisiert werden. Auf einen Mehrspielermodus wurde verzichtet, was vielleicht noch ein paar Spielstunden mehr hätte bedeuten können - gerade diese Art von Spiel hätte zumindest mit ein paar Spielern mehr noch ein wenig Spielspass anderer Art bieten können, auch wenn die Entwickler dabei auf den Einbau eines der beiden Spielelemente hätten verzichten müssen.

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Martin Weber am 11 Mai 2011 @ 08:26
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