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Gothic 3 - Götterdämmerung: Review

  Personal Computer 

Für etwas erheiterte Ablenkung sorgen Wachposten mit zwei Köpfen in Geldern. Als Kollege Markus Grunow davon erfuhr, meinte er pfiffig: "Das ist doch kein Bug, Daniel! Das sind Fabelwesen!" Ja, damit könnte man sich sogar abfinden, wären da nicht auch noch körperlose Köpfe, die in der Luft schweben und ansprechbar sind. Dafür hatte Markus dann keine Erklärung mehr parat. Wir staunten auch nicht schlecht, als wir einen ausgewachsenen Troll in einer Höhle bei Kap Dun mit einem einzigen Schwertschlag niederstreckten und dafür 50 Erfahrungspunkte kassierten. Ganz im Stil von Stefan Raab stellte sich die Frage: "Unfassbar, oda? Was war da denn los? Man weiss es nicht!"

Apropos Geldern: Hier ist es besonders auffällig, wie wenig selbst Charaktere mit Namen zu sagen haben beziehungsweise wie wenig generell los ist. Zwar sind viele Menschen unterwegs, doch ist kaum jemand ansprechbar. Selbst Geldern-Oberhaupt Inog will kein Wort mit uns wechseln, obwohl wir uns doch noch aus dem Hauptprogramm kennen. Hier hätten wir doch wenigstens einen freundlichen Wiedersehens-Smalltalk erwartet. Aber Fehlanzeige. Selbst Gorn hat nur ein patziges "Lass mich in Ruhe!" für uns übrig, als wir ihn zum ersten Mal in Gotha besuchen. Frechheit!

Verschlimmbesserte Haue

Das Kampfsystem wurde leicht erweitert. Jeder Gegner hat jetzt einen Ausdauerbalken, dem generell mehr Bedeutung als zuvor zukommt. Geht uns oder dem Widersacher die Ausdauer aus, ist weder das Attackieren noch das Abblocken möglich. Dies führt einerseits zu anspruchsvolleren Auseinandersetzungen mit Menschen und Orks, andererseits aber zu noch frustrierenderen Kämpfen gegen Tiere und Monster. Ab sofort ist es nämlich doppelt wichtig, des Öfteren das Weite zu suchen, um einerseits die Lebenskraft und andererseits die Ausdauer zu regenerieren. Ein Umstand, den wir verurteilen, denn eine generelle Überarbeitung des Kampfsystems wäre wünschenswert gewesen. Die schon in Gothic 3 bockschweren und extrem starken Oger sind jetzt erst recht ein Frustfaktor hoch zehn.

Regelrecht übereifrig gingen die indischen Entwickler an den Zufallsgenerator für Truheninhalte heran. In fast jeder Kiste finden wir wertvollen Schmuck, starke Zaubersprüche und Unmengen an Gold. Manch eine unscheinbare Höhle, die lediglich ein paar Goblins oder Blutfliegen beherbergt, hat gar extrem starke und wertvolle Magie- und Nahkampfwaffen zu bieten, die zum Zigfachen des eigentlichen Wertes bei Händlern verhökert werden können. Vorausgesetzt natürlich, dass die Kaufmänner überhaupt über Eigenkapital verfügen. Es kommt vor, dass weder ein Warensortiment noch Goldstücke vorhanden sind. Ja, richtig geraten, weitere Bugs. Wer den Hals nicht voll genug bekommt, darf übrigens nahezu unbehelligt auf Diebestour gehen. Selbst vor den Augen von Orks oder Menschen konnten wir während der Testphase in Seelenruhe Truhen und Regale ausräumen. Nur ganz selten hat das einen Nebencharakter gekümmert.

Auch bei der Charakterentwicklung wird gekleckert, statt geklotzt. Für jede, entschuldigt den Ausdruck, Piss-Quest hagelt es nur so Erfahrungspunkte. Teils gibt es sogar Stärke-Attribute und Altes Wissen geschenkt. Das Ganze führt zu einem blitzschnellen Stufenaufstieg und einem prallgefüllten Goldsack. Nach drei Stunden Spielzeit haben wir bereits Stufe 20 erreicht. Dabei wussten wir auch nach mehreren Stunden nicht, wohin mit den Lernpunkten und Goldstücken. Am sinnvollsten erscheint uns aber die Investition in Ausdauer, Lebenskraft und Mana.

Doch halt, es gibt sogar Quests, für die wir eine Menge Geld benötigen würden. So will ein Wachposten in Gotha satte 50.000 Goldstücke haben, bevor er uns passieren lässt. Dummerweise scheint er keinen starken Willen zu haben und lässt uns bei unserem nächsten Besuch stumm das Tor durchschreiten. Ähnlich verhalten sich Ork-Wachposten vor einem Tempel, der zusammen mit Wohnhütten und einer Arena neben Trelis errichtet wurde. Von drei bewachten Eingängen ist nur einer nicht passierbar. Die anderen Wachen scheren sich einen Dreck darum, ob wir das Bauwerk betreten oder nicht.

Gothic 3 - Götterdämmerung
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Daniel Boll am 06 Jan 2009 @ 14:58
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