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Gothic 3 - Götterdämmerung: Review

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Ob der Fehleranzahl grenzt es sowieso an ein Wunder, dass wir dem Handlungsfaden halbwegs folgen können. Später gilt es, Gorn und Thorus irgendwie zu einem Waffenstillstand zu überreden. Verbunden ist das alles natürlich mit diversen Gefälligkeiten und Botengängen. So richtig fesseln kann das Ganze leider nicht. Wie schon in Gothic 3 herrscht auch hier das Gefühl vor, dass eine dichte Rahmenhandlung gänzlich fehlt. Zu gerne erinnern wir uns an Gothic 2: Die Nacht des Raben zurück, wo uns ein stark erzähltes Kapitel nach dem anderen begeistern und motivieren konnte. Zunächst die unzähligen Möglichkeiten, Khorinis betreten zu dürfen. Dann irgendwie ins Obere Viertel gelangen und eine Fraktionswahl treffen. Nicht zu vergessen das Auge Innos, das Minental und die Drachenbosse. Herrlich.

*pfeif* Taxi!

Na ja, bevor wir abschweifen: Die meisten Laufwege kürzen wir auch in Götterdämmerung wie gewohnt mit Teleportrunen ab, die innerhalb oder an wichtigen Orte zu finden sind. Von der Schnellreisemöglichkeit machen wir gerne Gebrauch, denn die Landschaft hat doch ordentlich von ihrem Charme verloren. Baumkronen sowie manche Bodentexturen flackern hässlich vor sich hin, und wer nicht per Treiber Vertikale Synchronisation erzwingt, muss sich auf TFT-Monitoren mit ekligen Schlieren herumplagen. Wenigstens wurden aber die elendig langen Ladezeiten bei aktiviertem VSync eliminiert, womit das Hauptprogramm heute noch zu kämpfen hat. Trotz der Grafikfehler geben wir aber zu, dass dichte Wald- und Wiesengebiete samt Tierwelt auch heute noch nett anzusehen sind. Das alleine reicht aber nicht als Motivation, sämtliche Orte zu Fuss anzusteuern, zumal es unterwegs sowieso nicht mehr viel zu sehen oder entdecken gibt. Beispiel: Das Rebellenlager Okara ist zu einer uninteressanten Goblin-Höhle verkommen. Und es gibt Landschaftsbereiche, in denen kein einziges Tier zu finden ist.

Erfreulicherweise konnte wieder Christian Wewerka als Stimme des Namenlosen verpflichtet werden. Andernfalls hätte das auch den endgültigen Todesstoss für die Glaubwürdigkeit des Helden bedeutet. Auch die Nebencharaktere wurden mit passenden Sprechern besetzt, darunter die deutsche Stimme von Wilson aus der Comedy-Serie "Hör mal, wer da hämmert!". Ebenfalls schön, dass viele Dialoge wieder so kauzig und sarkastisch wirken, wie wir es von der Gothic-Reihe gewohnt sind. Schade nur, dass abgesehen von den bereits erwähnten Dialogfehlern auch noch zahlreiche Logikprobleme vorhanden sind. So spricht der Namenlose teils den Text des Gesprächspartners und umgekehrt. Ausserdem scheinen bei manchen Unterhaltungen wichtige Details gänzlich zu fehlen, weshalb wir stellenweise nur schwerlich oder gar nicht nachvollziehen konnten, worum es eigentlich geht.

Gothic 3 - Götterdämmerung
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Daniel Boll am 06 Jan 2009 @ 14:58
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