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Saints Row 2: Review

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Daneben gibt es Minispiele und Nebenmissionen, in denen ihr die Nachbarschaft mit Gülle versauen sollt, Geiseln nehmt oder Stilwater als Kamikaze-Pilot in Angst und Schrecken versetzt. Ihr könnt als Taxifahrer arbeiten oder im Fight Club brutale Kämpfe bestreiten, die euch Respekt und Geld einbringen. Auch die Figuren in der Story sind keine unspektakulären Erscheinungen, sondern herrlich überzeichnete Charaktere, von denen der eine oder andere im späteren Spielverlauf noch eine Überraschung parat hat.

Ein Traum aus Sperrholz

Saints Row 2 spielt sich ganz genau wie GTA 4, das können die Entwickler nicht leugnen. Wie im grossen Vorbild bewegt ihr euch völlig frei durch Stilwater, klaut Autos, Motorräder oder Boote, kauft Klamotten, tunt Fahrzeuge, schaltet zwischen zahlreichen Radiosendern um, schaut in eurer Bude Fernsehen, erschiesst und überfahrt schuldige oder unschuldige Leute. Und ganz nebenbei schlagt ihr euch mit der Polizei herum, die aber genau wie alle übrigen Gegner im Spiel nicht annähernd so hartnäckig ist, wie in GTA 4. Generell leidet Saints Row 2 an einem zu niedrigen Schwierigkeitsgrad, wodurch das Spiel für Einsteiger interessant wird, von erfahrenen Spielern aber zu wenig fordert.

Auch atmosphärisch hinkt Stilwater Liberty City hinterher. Zwar gibt es Passanten en masse, kuriose Radiosender, irre Charaktere und viel zu entdecken, dennoch fehlt Saints Row 2 die Tiefe und Dichte, die ein GTA 4 erzeugt. Die Spielwelt wirkt stellenweise aufgesetzt und gekünstelt, zu steril und zweidimensional. Zu diesem Problem gesellt sich die unterdurchschnittliche Technik. Saints Row 2 wurde sehr unsauber auf den PC portiert. Das resultiert in einer unterirdischen Grafik bei gleichzeitig völlig überzogenen Hardware-Anforderungen. Selbst nach dem ersten Patch, der einen Performance-Schub von bis zu 20 Prozent verspricht, läuft Saints Row 2 oftmals unzumutbar ruckelig. Und trotzdem dürft ihr nur matschige Texturen, detailarme Fahrzeuge, dünne Effekte und massive Pop-Ups bewundern. Kaschiert wird das Ganze lediglich mit brauchbaren Schatten und unzähligen Überstrahl- und Bewegungsunschärfe-Effekten. Kurzum: Saints Row 2 ist hässlich wie die Nacht.

Die Steuerung ist vor allem in den Fahrzeugen enorm überempfindlich, die Vehikel steuern sich wie sensible Spielzeugautos. Immer wieder setze die Steuerung komplett aus, wodurch wir für einige Sekunden nicht mehr beschleunigen oder lenken konnten. Besonders in Rennmissionen oder bei Verfolgungsjagden kommt durch solche Unzulänglichkeiten richtig Frust auf. Frustrierend ist auch die Zensur der deutschen Version. Es gibt nahezu keine Bluteffekte, getötete Menschen verschwinden innerhalb von zwei Sekunden und in den Zwischensequenzen werden strittige Szenen sehr dezent mit einem schwarzen Bildschirm verdeckt. In manchen Cutscenes passiert das durchaus drei bis viermal kurz hintereinander. Eine Mission und ein Auftrag sind sogar komplett aus der deutschen Version genommen worden. Braucht es das denn wirklich? GTA 4 kam doch auch ohne derartige Einschnitte aus.

Saints Row 2
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Tobias Kuehnlein am 17 Feb 2009 @ 11:05
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