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Alarm für Cobra 11 - Burning Wheels: Review

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Allmählich wird das zum Running Gag, liebe Entwickler. Abermals erscheint das nagelneue Cobra 11-Videospiel erst ein paar Wochen nach dem Ende der neuen Cobra 11-TV-Staffel. Marketingmässig hat man also bei RTL und Synetic anscheinend nichts dazu gelernt. Dafür aber scheint man in anderen Punkten zumindest teilweise auf die Kritik an den Vorgängerspielen Nitro und Crash Time gehört zu haben, denn Burning Wheels präsentiert sich als bester Teil der Serie und darüber hinaus als durchaus konkurrenzfähiges Actionspiel. Woran das liegt? Es ist eigentlich so denkbar einfach...

Türkischer Flair

Einer der grössten Kritikpunkte der vergangenen Cobra 11-Spiele war die Distanz zur TV-Serie. Obwohl die Entwickler auf die offizielle Serienlizenz zurückgreifen durften, war der TV-Vorspann als Spielintro das Einzige, was auf die Fernsehvorlage schliessen liess. Im Spiel gab es keine bekannten Gesichter oder Stimmen, nichtssagende Charaktermodelle wurden von unbekannten Sprechern vertont, lediglich die Namen der Hauptfiguren fielen hier und da mal. Für eine Serienumsetzung war das trotz des soliden Gameplays ein Armutszeugnis.

In diesem Jahr gibt es nun nicht einmal mehr den Serienvorspann als Intro-Video. Müssen alle Fans also Angst haben? Nein, denn zum ersten Mal in der Geschichte der Cobra 11-Spiele konnten die beiden Hauptdarsteller der Serie, Erdogan Atalay und der neue Cobra-Cop Tom Beck für das Spiel verpflichtet werden. Zwar gibt es keine real gefilmten Zwischensequenzen - was sich ja beinahe angeboten hätte - jedoch stehen die beiden Akteure mit ihren Stimmen und Gesichtern zur Verfügung und erzeugen so endlich eine gewisse Nähe zur Vorlage aus dem Privatfernsehen. Die beiden machen ihren Job dabei relativ gut, die etwas platten Sprüche im Funkverkehr könnten direkt aus einem Episoden-Drehbuch der TV-Serie stammen.

Streifen-Karriere

So viel also zum netten Beiwerk, kommen wir aber nun zum existentiellen Gameplay. Das hat sich im Vergleich zu den Vorgängern kaum verändert, etwas generalüberholt wurde jedoch der Karrieremodus. Ihr spielt die einzelnen, nicht zusammenhängenden Kriminalfälle nicht linear, einen nach dem anderen, durch, sondern ihr fahrt einfach ganz unschuldig Streife in der riesigen, frei befahrbaren Spielwelt, die im Übrigen sehr authentisch gestaltet wurde. Per Funk kommen dann Nachrichten und Aufträge zu euch ins Cockpit, die ihr direkt starten könnt oder auf später verschieben dürft. Wenn ihr also lieber auf der Jagd nach den zahlreichen versteckten Sprungschanzen weiter durch die Stadt bügeln wollt, lehnt ihr die Aufträge erst einmal ab.

Da es aber fernab von versteckten Sprungschanzen und ein paar Bauteilen für ein Bonusfahrzeug nicht sehr viel in der menschenleeren Spielwelt zu entdecken gibt, bleiben die Storymissionen eure Hauptbeschäftigung. Meist sind die Fälle in mehrere Einzelmissionen unterteilt, zwischen denen ihr dann vorläufig erst einmal wieder Streife fahrt, ehe ein Funkspruch die Mission fortsetzt. Das ist weitaus dynamischer als das trockene Auswahlmenü im Vorgänger. Erzählerische Meisterstücke dürft ihr natürlich nicht erwarten, die einzelnen Geschichten rund um die Autobahn-Kommissare Gerkhan und Jäger sind sogar noch deutlich hanebüchener als die in letzter Zeit wieder merklich besseren Drehbücher der Serie.

Alarm für Cobra 11 - Burning Wheels
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Tobias Kuehnlein


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Tobias Kuehnlein am 25 Nov 2008 @ 14:15
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