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Deus Ex: Review

  Personal Computer 


Rollenspiel oder Shooter?

Je länger je mehr verwischen sich die Genren immer mehr ineinander. Deus Ex stellt da sicher ein Höhepunkt dar, denn die Rollenspiel-Fähigkeiten machen sehr viel Spass. Bereits am Anfang kann man Punkte an die 11 verschiedenen Fähigkeiten wie Schwimmen, Medizin oder Computer verteilen. Jede Fähigkeit fängt bei "untrainiert" an und hört bei "Master" auf. Zeigen tut sich das, dass man in diesen Bereichen schneller und genauer sowie effektiver ist. Zittert beim Zielen die Hand bei der Sniper noch so, dass ein Schiessen kaum möglich ist, verbessert sich das immer mehr. Dazu müssen aber Punkte gesammelt werden. Dies geschieht vorallem dann, wenn man geheime Räume findet oder ein gefährliches Abenteuer besteht. Es lohnt sich also nicht einfach nur die primären Ziele zu erledigen!

Zusätzlich sind ganz spezielle Fähigkeiten als Update zu gewinnen. So ist man für eine kurze Zeit, dank des gefundenen Items, vor dem Kugelhagel des Gegners geschützt oder die eigene Durchschlagskraft erhöht sich um ein Vielfaches. Um diese Items aber benutzen zu können, muss ein Medizin-Roboter zur Seite stehen, der das Implantat an die gewünschte Stelle des Körpers einbaut. Da bei der Benutzung die Wirkung abnimmt, sind Biozellen zu finden um alles wieder aufzuladen.

Die Shooter-Fähigkeiten sind dank realistischen Waffen sehr gut vertreten. Praktisch alles was man sich vorstellen kann ist zu finden. Aber Achtung: das Inventar ist beschränkt und man muss manch schwerfallende Entscheidung treffen um eine schwere und platznehmende Waffe zurückzulassen. Etwas blöd gestaltet sich das Inventar dann, wenn man ein Update für die Schusswaffen findet. Wenn man keinen Platz hat muss man Platz schaffen und erst dann kann das Update installiert werden. Springen, rennen, ducken, schwimmen sowie schleichen...alles kein Problem. Sogar das "schräg um die Ecke gucken", welches von Thief erstmals verwendet wurde, ist auch wieder dabei.

Die Intelligenz der Gegner ist erstaunlich muss aber ein paar Abzügen lassen. Wo es einen Alarmknopf gibt, dorthin rennt er zuerst wenn er mich entdeckt, damit noch mehr Soldaten kommen und den Eindringling abzufangen. Wer zwar Lärm macht, aber sich versteckt haltet, der hört Sprüche wie:'Da war doch was. Komm heraus, du hast keine Chance!'. Komisch sind aber die Szenen wo man jemanden mit einem Schützengewehr angreift, aber der andere Gegner, der nur 50 m entfernt ist, nichts davon bemerkt. Zusätzlich zu den Terroristen und eigenen Einheiten sind noch Blechkisten unterwegs. Manche sind gross und gefährlich und machen viel Krach, manche sind klein aber mit gemeinen Strahlen gerüstet.

Sound und Graphik

Ein grosser Punkt für den Spielspass jedes Games ist ein dazu passender Sound und eine anständige Graphik. Deus Ex verwendet eine modifizierte Version der UT-Engine und hat so schonmal gute Voraussetzungen für ein graphisches Meisterwerk geschaffen. Leider sind die Hardware-Voraussetzungen für meinen Geschmack etwas höher als bei UT. Bei 1024 x 768 x 16 ruckelt es schon mal anständig bis mal alle Graphiken geladen sind und man ruckelfrei rumlaufen kann. Dies führt aber sicher daher, dass ich nur 64 MB RAM besitze....Die Städte und Gebäude aber, wurden derart detailliert erstellt, dass ich einige Male nur staunen konnte. New York ist noch einigermassen zu überblicken, doch wer erstmal in Hong-Kong ist, der braucht seine Zeit bis er alles entdeckt hat. Einfach unglaublich an wievielen Orten man noch jemanden trifft und interessante Details aufschnappt.

Die Levels sind aufgeteilt in ein paar Bereiche, so dass oft neu geladen wird, was nervt, wenn man doch wieder zurück muss. Die Personen wirken sehr echt und die Bewegungen z.T. verführerisch ;). Das Wasser in HK ist aber etwas zu plastisch dargestellt; irgendwo fehlen doch die Pflanzen und die Verschmutzung, nicht? Vom aufsteigendem Rauch zum brennenden Container für Obachlose bis hin zur anstellenden Dusche ist so ziemlich alles dabei. Nur einmal vernahm ich einen Clipping-Fehler, sonst wurde alles perfekt und mit viel Liebe zum Detail, aus echten Fotografien der Städte nachgebaut.

Der Sound hat mir speziell gut gefallen. Der Haupt-Song mit seinen schrägen Tönen zeigt, dass es sich nicht um ein friedliches Abenteuer handelt. Genial ist aber der Wechsel auf Dramatik wenn Feindkontakt auftritt, was das Herz zum Rasen bringt. Natürlich passt sich die Musik auf die Umgebung und der Stadt an um das richtige Feeling aufkommen zu lassen. Was mir aber nicht so gut gefällt ist der Soundeffekt wenn man rumläuft. Es hört sich an als hätte ich Metall-Schuhe an obwohl es sie ja nicht sind. So bin ich oft gezwungen geduckt zu laufen, wo man dann keine Laute hört.

Was ist zu verbessern?

Auch ein tolles Spiel wie Deus Ex hat seine Macken. Manche habe ich schon erwähnt, doch das grösste Manko liegt in den extrem grossen Spielständen. Ich habe einen, der ist satte 26 MB gross. Bis der mal wieder geladen ist vergeht dann schonmal eine Weile und das nervt schlicht und einfach vorallem wenn man gerade eine schwierige Szene vor sich hat. Dafür hat man dank dem Quick-Save per "+"-Taste eine angenehme Art zu speichern. Die Graphiken einzelner Waffen, speziell die Hand sind nicht immer das Wahre, doch man muss ja den Gegner im Auge haben ;). Die Hardwareanforderungen sind sicher etwas zu hoch für Otto-Normalbürger. Ich hab mir extra dafür neue Hardware eingekauft...

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Admin am 07 Mrz 2005 @ 17:36
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