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Darkness Within 2 - Das dunkle Vermächtnis: Review

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Zoetrope Interactives Erstlingswerk Darkness Within war Ende 2007 ein Überraschungserfolg für die türkische Spieleschmiede. In diesem Jahr bekam das Grusel-Adventure einen Nachfolger. Statt erneut auf eine Standbildtechnik zurückzugreifen, wurde Darkness Within 2 auf Basis einer Echtzeit-3D-Engine entwickelt. Wir klären, wie sich das düstere Abenteuer schlägt.

Erneut schlüpfen wir in die Rolle von Howard Loreid, der im ersten Teil noch einen Ermittler mimte und inzwischen in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen wurde. Loath Nolder, Verdächtiger im Vorgänger, befreit ihn aus der Misere und verschleppt ihn in eine Waldhütte nahe des Städtchens Arkhamend. Loreid erwacht aus einem längeren, drogeninduzierten Schlaf und wird in einem von Nolder verfassten Brief angewiesen, ein mysteriöses Buch zu finden. Leichter gesagt als getan, denn die meisten Bewohner von Arkhamend sind Fremden gegenüber sehr misstrauisch. Lediglich der örtliche Wirt und ein Gemischtwarenhändler erweisen sich als halbwegs zuverlässige Informationsquellen. Relativ früh wird klar, dass eine dunkle Sekte ihr Unwesen im Umland treibt und das erklärte Ziel hat, etwas Böses heraufzubeschwören.

So viel zum Grundgerüst der Handlung, die wieder extrem von H. P. Lovecraft-Romanen inspiriert wurde. Dementsprechend düster sind sämtliche Schauplätze in Darkness Within 2 gestaltet worden. Allerdings gibt es diesmal keine Standbilder mehr. Stattdessen bewegen wir uns in Echtzeit durch die Spielwelt, vergleichbar mit der Penumbra-Reihe. Allerdings müssen wir an dieser Stelle schon mal die hoffnungslos veraltene Engine-Basis rügen. Flackernde Schatten, blasse Texturen und Clipping-Fehler erinnern an die Anfänge der 3D-Beschleuniger-Ära. Beispielhaft seien hier die hässlichen bemalten Klötze genannt, die Getränkeautomaten darstellen sollen. Und dennoch entsteht im Spielverlauf eine Gänsehautatmosphäre, was den schummrigen Lichteffekten, den unheilschwangeren Hintergrundmelodien und beängstigenden Knarr- sowie Schrittgeräuschen in eigentlich menschenleeren Umgebungen zu verdanken sind. Natürlich gibt es auch wieder albtraumhafte Visionen.

Rätseltechnisch ist das Spiel ein harter Brocken. Wieder mal müssen wir zahlreiche, meist interessante Dokumente aufmerksam durchlesen und nach Hinweisen durchsuchen, indem wir auffällige Textpassagen unterstreichen und analysieren lassen. Die Hinweise landen danach in einer Wissensdatenbank, wo sie mit anderen Ideen, aber auch mit Objekten kombiniert werden müssen. Anfangs noch ein überschaubares und motivierendes Unterfangen, wird die Ermittlung ob des stetig anwachsenden Inventars und immer neuer Hinweise zunehmend erschwert. Selbst Holmes und Watson wären mit dem Chaos irgendwann überfordert. Blöd auch, dass wir nicht alle Dokumente mitnehmen dürfen. Unerklärlicherweise verbleiben manche Schriften an Ort und Stelle, obwohl sie für den Spielfortschritt essenziell sind und mehrmals benötigt werden. Ein Hin-und-Hergerenne ist die Folge, dessen Frustfaktor durch die Spielweltkarte samt Schnellreisefunktion ein wenig abgeschwächt wird. Optional darf ausserdem ein Hilfesystem zugeschaltet werden. Einsteiger müssen das Spiel also nicht zwangsläufig meiden.

Darkness Within 2 - Das dunkle Vermächtnis
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Daniel Boll

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Daniel Boll am 21 Sep 2010 @ 15:45
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