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GRAND AGES - ROME: Review

 
Hersteller: Haemimont Games
Publisher: Kalypso Media
Genre: Strategie: Echtzeit-Strategie
USK: Freigegeben ab 6 Jahren
PEGI: 12+
Spieler: 4
Testversion: 1.09 (Patch-Download)
Weitere Infos: Game-Facts zu GRAND AGES - ROME

Fazit von Birgit Grunow

Grand Ages: Rome ist kein perfektes Spiel. Es gibt an einigen Ecken etwas zu meckern, man wünscht sich gerade in einem Aufbauspiel, welches eine so prachtvolle Optik bietet, einfach mehr Möglichkeiten beim Bauen. Ich werde gezwungen, meine Felder an Stellen zu errichten, an denen ich sie gar nicht haben möchte. Schweinezuchten inmitten meiner sonst so sauberen Stadt? Das sieht mehr als nur bescheiden aus. Und doch hat der Titel viel zu bieten für Aufbaufans, belohnt kluge Vorgehensweise und das Erfüllen von kleinen Nebenaufgaben genauso wie meinen erstellten Charakter.

Das Spiel empfand ich zu Beginn als sehr merkwürdig. Rasch gingen meine Ressourcen zur Neige, weil ich nicht sofort erkannte, wie das System diesmal funktioniert. Meine üblichen Vorgehensweisen funktionierten nicht mehr. Es fiel mir sehr schwer, loszulassen und mich mit der neuen Spielmechanik anzufreunden. Erst nach einer Weile konnte ich Vorzüge erkennen, die ich nun auch nicht mehr missen möchte. Und doch: Persönlich vermisse ich die alte Herangehensweise. Es macht für mich keinen Sinn, schon kurz nach dem Spielstart Steinhäuser bauen zu können, nur weil ich einen Steinbruch errichtet habe. Das sollte dauern, Holzhäuser reichen doch für den Anfang.

So setzt man eher lieblos seine Häuser in die Gegend, achtet gerade noch darauf, dass die Einflussbereiche gut miteinander harmonieren und das war es. Zwar gibt es Verschönerungsoptionen für die eigene Stadt, aber die Art und Weise, wie die Metropole entsteht, ist nicht von Kultur geprägt, denn es fällt schwer, eine Logik in den Stadtplan zu bekommen, wenn man keine Strassen oder Wege errichten kann. Gut, die sind mangels Transportwegen auch nicht nötig, aber besser ausgesehen hätte es. Schlussendlich bleibt mir zu sagen, dass mehr Mikromanagement dem Titel gut getan hätte. Warum das gute Spielgefühl von Imperium Romanum so drastisch über Bord geworfen wurde, kann ich als Freundin von Aufbauspielen nicht nachvollziehen. Denn mit dieser Abänderung des Spielprinzips kam für mich zu rasch eine Routine ins Spiel, die mich eher gelangweilt als begeistert hat. Aber das ist meine Meinung, mögen es andere Spieler auch unterschiedlich sehen.

Trotzdem, unter dem Strich ist Grand Ages: Rome ein solides Aufbauspiel geworden, spätestens nach dem aktuellen Patch 1.09. Denn mit diesem Patch wurden einige Ungereimtheiten bereits aus der Welt geschafft. Die kleinen verbleibenden Macken sind grösstenteils Geschmacksfrage, da kann ich bei der Kaufentscheidung nur bedingt helfen. Ich gebe dem Titel mit Sicherheit noch weitere Chancen, sich vollends in mein Aufbau-Spielerherz zu setzen. Manchmal dauert aufkommende Liebe nun mal etwas länger, dieses Spiel scheint ein typischer Kandidat dafür zu sein.


Review Lesen - Seite 1

Pro: Contra:
+ Schicke Optik mit Tag- Nachtwechsel
+ Viele Missionen, sogar mit Nebenaufgaben
+ Ausbaubares Militär
+ Bedürfnisse insgesamt gut ablesbar
+ Mehrspielermodus mit mehreren Varianten
+ Familienwahl hat Einfluss auf Talentbaum
- Aufbau geht zu flott
- Rohstoffgewinnung gewöhnungsbedürftig
- KI der Feinde oft zu lasch
- Kein (bzw. kaum) Strassenbau möglich
- Nahrungsgewinnung nur an festen Punkten möglich

Gesamtwertung:  
GBase Score:
7.5
Abwechslung: Gut
Atmosphäre: Gut
Bedienung: Gut
Langzeitmotivation: Befriedigend
Herausforderung: Befriedigend
Spieldauer: Befriedigend
Multiplayer: Ausreichend
Preis/Leistung: Befriedigend

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Birgit Grunow am 03 Mrz 2009 @ 15:18
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