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Killing Floor: Review

 
Hersteller: Tripwire Interactive
Publisher: Valve
Genre: Action: 3D-Shooter
USK: keine Jugendfreigabe
PEGI: 18+
Spieler: 6
Testversion: 1.00
Weitere Infos: Game-Facts zu Killing Floor

Fazit von Daniel Boll

So weit also ein Einblick in den Labor-Level. Vier weitere Maps werden mitgeliefert, darunter ein altes Anwesen und Strassenschluchten in Westlondon. Erstaunlich, dass das Unreal-Engine-Spiel für den geringen Verkaufspreis so gut aussieht und so viel Spass macht. Killing Floor ist also ein heisser Anwärter auf den Kooperativ-Shooter-Thron 2009 und bietet trotz thematischer Ähnlichkeit zu Left 4 Dead ein taktischeres, offeneres Spielprinzip. Schön auch, dass deutsche Steam-Nutzer (derzeit noch) eine unzensierte englische Fassung des Titels erhalten. Ich kann also allen volljährigen Splatter- und Shooter-Fans guten Gewissens zu einem Kauf raten, sofern sie mit den doch recht marginalen Schwachpunkten leben können. Online-Server sind nicht mal zwei Wochen nach Release zur Genüge vorhanden - zum Zeitpunkt des Tests immerhin über 1000.

Neben der bereits kritisierten, unter Umständen langen Wartezeit als Beobachter gibt es diverse Designpatzer, die für Frust sorgen können. So ist die zweite Schwierigkeitsstufe einen Tick zu schwer geraten. Bevor ihr hier nämlich gute Erfolgsaussichten habt, überhaupt bis zum Endboss zu gelangen, müsst ihr euch erst mal langwierig im viel zu einfachen Beginner-Modus hochstufen. Nur wenige dürften nämlich so hartgesotten sein und sich das anfängliche Frustpotenzial der höheren Stufe antun. Ein weiteres Manko ist der geringe Lieferumfang, der vom Verkaufspreis natürlich ein Stück weit relativiert wird. Ausserdem dürfte dank Mod-Tools in Kürze mit einer wahren Schwemme an neuen Inhalten zu rechnen sein.

Die Maps wrken etwas zu statisch - wenn ihr mal auf Autodächer springen könnt, ist das schon ein Hochgefühl an Bewegungsfreiheit. Auf höhere Objekte oder Dächer könnt ihr trotz Sprungfähigkeit nicht gelangen - irgendwie aber verständlich, da die Zombie-KI sonst wohl überfordert und das Spiel schlichtweg zu einfach wäre. Zu schlechter Letzt kann es zu mehr oder weniger ärgerlichen Programmfehlern kommen, darunter festsitzende Monster, Clipping-Fehlern und - ganz fies - eine Zurücksetzung des gewählten Perks auf Stufe 0, die aber glücklicherweise nur temporär ist und mit einer simplen Neuauswahl des Perks behoben werden kann.

Für künftige Updates oder ein Sequel wünsche ich mir übrigens Sprengsätze und andere Fallen, welche die taktische Vielfalt und nicht zuletzt den Spielspass nochmals heben würden.

Fazit von Daniel Schneider

Endlich wieder ein guter Überlebenskampf im Koop. Wer schon Left 4 Dead mochte, ist auch bei Killing Floor an der richtigen Adresse. Bei einem Preis von rund 18 Euro kein schlechter Deal. Ich hoffe nur, dass das Spiel für deutsche Nutzer unzensiert bleibt. Wäre ärgerlich, wenn eine spätere Zensur den Spielspass einschränken würde. Killing Floor ist einfach ein Titel, der ganz klar an erwachsene Käufer gerichtet ist.

Im Augenblick scheinen die mitgelieferten fünf Karten etwas spärlich zu sein. Doch schon jetzt können weitere Maps heruntergeladen werden und auch in Zukunft wird sicher noch einiges dazukommen. Für einige Lacher sorgt das Spiel übrigens auch. Zum Beispiel flieht der letzte Überlebende von Team GBase vor einem unbesiegbar scheinenden Fleshpound durch das ganze Areal - teils rennt der Kamerad auch im Kreis. Das ganze Schauspiel unterlegt mit der guten alten Musik aus der Benny Hill Show und kein Auge bliebe mehr trocken. Oder spielt doch mal auf einem Server, der satte 30 Mitspieler oder gar mehr erlaubt. Ein Bild für die Götter, sobald alle gleichzeitig einkaufen wollen und sich in den engen Shop zwängen müssen.

Die Perks sorgen für Langzeitmotivation, sich immer weiter zu verbessern. Vor allem ab dem normalem Schwierigkeitsgrad ist man auf seine Spezialisierung angewiesen. Den Wechsel von Beginner auf Normal spürt man gewaltig. Auf Beginner ballere ich mich so durch, doch ab Normal ist es bereits der pure Überlebenskampf.

Nachtrag zur deutschen Version (28.03.2010) (Autor: Daniel Boll)

Eine lokalisierte Fassung, die Deutschland nicht braucht, liebe Leser. Die Zensuren machen manche Perks witzlos. Wenn beim Firebug-Flammenwerfer die Gegner nicht mehr brennen, sondern fast unscheinbar qualmen, und der Scharfschütze raten muss, ob er gerade einen Kopfschuss gelandet hat, weil die Köpfe eben nicht mehr zerplatzen, zeigt das deutlich, dass man sich kaum Gedanken um die spielerischen Konsequenzen gemacht hat. Lediglich Blutspritzer wurden unangetastet gelassen, also geht zumindest das Treffer-Feedback nicht gänzlich flöten. Die kultigen englischen Sprachkommandos à la "Bog off, you wanker!" oder "Wayne Rooney is smarter than you!" hätte man besser nicht eingedeutscht, zumal grösstenteils eins zu eins übersetzt wurde und ziemlich unpassende Sprecher engagiert wurden. Teils wurde gar geschlampt: Manche Statusmeldungen beim Perk-Wechsel und Bildschirmtod, aber auch Sprüche vom Bossgegner sind weiterhin in englischer Sprache.

Bleibt also die Frage, wieso um alles in der Welt man 20 Euro in einen grausig mit Zensuren entstellten und mit lokalisierten Sprüchen verschlimmbesserten Splatter-Shooter investieren sollte, dem nun mit fehlendem Splatter die Existenzgrundlage entzogen wurde. Mir fällt jedenfalls kein Grund ein. Von daher rate ich aus vollster Überzeugung: Finger weg und zur PEGI-Fassung greifen! Übrigens: Besitzer der Uncut-Version können die deutsche Version selbst testen, indem sie Killing Floor in Steam auf Deutsch umstellen - inklusive Zensuren! Und keine Sorge: Ihr könnt danach problem- und zensurlos wieder auf Englisch wechseln.

Killing Floor bei Steam erwerben - für Zocker aus Deutschland allerdings zensiert!

Review Lesen - Seite 1

Pro: Contra:
+ Günstiger Preis
+ Klassen mit Stufensystem
+ Koop-Modus
+ Shop-System
+ Splatter-Faktor
+ Taktische Komponente
- Diverse Bugs
- Kein Handlungsfaden
- Nur fünf Maps
- Schon ab Stufe 2 bockschwer
- Wartezeit auf Respawn

Gesamtwertung:  
GBase Score:
8.0
Abwechslung: Befriedigend
Atmosphäre: Gut
Bedienung: Gut
Langzeitmotivation: Gut
Herausforderung: Ausreichend
Spieldauer: Gut
Multiplayer: Gut
Preis/Leistung: Gut

Killing Floor
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Daniel Boll am 26 Mai 2009 @ 00:01
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