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F1 2010: Review

  Personal Computer 

Doch ist F1 2010 tatsächlich eine beinharte Simulation? Nein, das kann man nicht so festhalten. Und vielleicht ist es auch ganz gut so, dass man sich nicht tagelang in die Materie hineinarbeiten muss, wie es beispielsweise bei rFactor noch der Fall war. Hinsichtlich des Grades an Realismus lassen sich einige Einstellungen vornehmen. Im Karrieremodus müsst ihr auf jeden Fall mindestens 20 Prozent der Renndistanz absolvieren, was meist rund 10 Runden entspricht. Zusammen mit Training und Qualifying dauert so ein Rennwochenende dann schon einige Zeit, zumindest dann, wenn ihr auch hinsichtlich des Setups mitarbeiten wollt, um nach und nach Sekundenbruchteile herauszuholen. Benzin- und Reifensimulation lassen sich in verschiedenen Stufen anpassen. Ebenso gilt dies für die Fahrhilfen wie virtuelle Optimallinie auf der Strecke, die Traktionskontrolle und ABS.

Bei der KI scheiden sich bekanntlich die Geister. Auffällig bei so manchem Rennspiel sind oftmals die Auffahrunfälle, wenn die KI zu spät erkennt, dass der Vordermann nicht mit voller Geschwindigkeit in die Kurve biegt. Das ist auch hier der Fall, jedoch gar nicht so unrealistisch, wie man im echten Rennsport auch oft zu sehen bekommt. Allerdings kommt uns dies im Geschehen eine Spur zu häufig vor, speziell wenn man die Geschwindigkeit gar nicht so sehr drosselt, sondern einfach nur langsamer als der Hintermann unterwegs ist. Auf der Strecke liefern die KI-Fahrer zumeist nette Duelle, machen allerdings nur wenig Fehler. Eine Anpassung der KI-Stärke wäre durch einen Schieberegler im prozentualen Bereich besser gewesen, um die Herausforderung auf die eigenen Bedürfnisse genauer anpassen zu können. Diese Option hatte in NASCAR seinerzeit für tollen Anspruch gesorgt, wenn man von 83 auf 86 Prozent KI-Stärke anhob und dies auf der Strecke auch entsprechend spüren konnte.

Optisch beeindruckt das Spiel mit der aufpolierten EGO-Engine. Immerhin kam diese Grafik-Engine ja auch schon bei DiRT 1 und 2 sowie GRID zum Einsatz. Die Rennboliden sehen jedoch absolut grandios aus und die Strecken wirken sehr authentisch. Besonders bei Regenrennen hinterlässt die Optik einen hervorragenden Eindruck, hier lässt F1 2010 endgültig seine Muskeln spielen. Hinsichtlich der Akustik darf man ebenso ein positives Zwischenfazit ziehen, denn Motorensounds, Werkstattgeräusche und der Boxenfunk machen Spass, auch wenn es bei den Funksprüchen gelegentlich an Dynamik fehlt. Es kann noch so spannend auf der Strecke zugehen, die Stimme eures Teamchefs bleibt sachlich, ruhig und stets korrekt. Verbesserungswürdig sind noch die Anzeigen im Spiel, zu grosse Einblendungen, die zudem nur kurz zu lesen sind, lassen euch nur selten die Rückstände oder Vorsprünge zu euren Gegnern erkennen. An der Atmosphäre im Spiel nagen die langweiligen Interviews, die leider Pflichtprogramm sind. Mag ja sein, dass die Fahrer von RTL, EuroSport und Sky ebenso blöde Fragen gestellt bekommen, nur gleichen sich die Fragestellungen dann doch nicht so sehr wie hier im Spiel.

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Markus Grunow am 07 Okt 2010 @ 16:51
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