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Red Orchestra - Heroes of Stalingrad: Review

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Wo geht's denn hier zur Front?

Wie schon im fünf Jahre alten Vorgänger, geht es auch in Heroes of Stalingrad auf den einzelnen Schlachtfeldern darum, bestimmte Gebäude oder Gebiete zu kontrollieren. Wer die meisten Positionen für sein Vaterland beanspruchen kann, gewinnt am Ende das Spiel. Alternativ verliert dasjenige Team, welches keinerlei frische Truppen mehr in den Kampf schicken kann. Ähnlich wie in Battlefield die Flaggenpunkte, wird in Red Orchestra 2 die Anzahl der Verstärkung kontinuierlich herabgezählt. Je mehr Tote auf einer Seite zu beklagen sind, desto schneller zählt der Countdown herab.

Am Anfang verwirrt ein wenig die Abstinenz eines dauerhaften HUDs. Da auf den meisten Servern die realistischste Variante von Heroes of Stalingrad gespielt wird, dauert es ein wenig, bis ihr euch zurechtgefunden habt. Zwar gibt es eine zuschaltbare Übersichtskarte, wo die einzelnen Gebiete markiert sind - dauerhaft wird diese jedoch meistens nicht eingeblendet. Um also einen Feind zu erkennen, müsst ihr nach Sicht und Gehör handeln. So erkennt ihr eure Feinde lediglich an der Uniform beziehungsweise an ihrer deutschen oder russischen Aussprache. Teamkills sind also zunächst an der Tagesordnung. Auf Servern mit weniger realistischen Einstellungen wird euch immerhin eine dauerhafte Minikarte mit Anzeige aller eigenen Soldaten gewährt.

Ein Fadenkreuz sowie eine Anzeige für die restliche, im Magazin befindliche Munition gibt es nicht. Ladet ihre eure Waffe nach, müsst ihr entweder die einzelnen Kugeln zählen oder euch auf den eingeblendeten Kommentar "Das Magazin ist halb voll." verlassen. Geschossen wird weniger zielsicher aus der Hüfte oder per Kimme und Korn. Dabei wird nicht nur die Geschossflugbahn realistisch korrekt berechnet, ihr könnt im Anschlag sogar die Höhe der Waffe per Mausrad adjustieren.

Zwar kann niemand in die Rolle eines Feldarztes schlüpfen, doch bietet Heroes of Stalingrad eine Vielzahl anderer spielbarer Charakterklassen. Neben einfachen MG-Schützen gibt es auch Panzerfahrer und Ingenieure, die eben jenen Panzerfahrern mit panzerbrechender Munition das Leben in den stählernen Kolossen deutlich erschweren sollten. Stichwort Panzer: Momentan gibt es nur zwei Typen im Spiel. Je einen auf beiden Seiten. In Zukunft sollen aber weitere Modelle nachgereicht werden. Jeder Typ von Soldat bekommt vom Hauptquartier ein anderes Sortiment an Kriegsgerät in die Hände gedrückt. Maschinengewehre verreissen ungewohnt stark und eignen sich daher für den Häuserkampf von Raum zu Raum, während der gute alte Karabiner mit einem Einzelschuss sich eher für Langstreckenüberwachung eignet. Manch schwere MGs lassen sich sogar nur auf dem Boden oder auf Mauern montiert benutzen. Zwar könnt ihr in Heroes of Stalingrad auch einige neue Waffen, Attribute und Eigenschaften freispielen, allerdings dauert es im Vergleich zu anderen Spielen sehr lange, bis ihr dadurch anderen Spielern gegenüber einen taktischen Vorteil erhalten könnt.

In jeder Spielpartei sorgt ein Maximalwert je Charakterklasse dafür, dass sich nicht zu viele Spieler für den gleichen Soldatentypen entscheiden können. Für die Rolle des Scharfschützen, Einheitenanführers und die des Kommandeurs sind nur ganz wenige beziehungsweise nur ein einzelner Spieler vorgesehen. Die beiden zuletzt genannten Klassen können zudem Befehle an die Untergebenen erteilen, denn Teamplay wird in Red Orchestra 2 nach wie vor vorausgesetzt. Weniger realistisch: Squadleader können als mobile Einstiegspunkte genutzt werden, so dass nicht immer eine halbe Ewigkeit vom Spawnpoint zum hitzigen Schlachtfeld gerannt werden muss.

Krieg der Hühner

Während ihr euch im Mehrspielermodus gigantische Massenschlachten mit weiteren 63 Spielern pro Server liefern könnt, übernimmt in der Solokampagne diese Rolle die KI. Mehr schlecht als recht kämpft ihr euch in zwei Kampagnen, je eine auf deutscher beziehungsweise russischer Seite, mit jeweils acht Missionen durch sämtliche Mehrspieler-Maps. Da das Wissen um gute Scharfschützenpositionen in Red Orchestra 2 Trumpf ist, könnt ihr so schon ein wenig für den harten Online-Einsatz üben. Für mehr taugt der Einzelspielermodus definitiv nicht. Sowohl die feindlichen Soldaten als auch die eigenen Truppen verhalten sich derart dämlich, dass man auch gleich auf sie hätte verzichten können. Wie ein paar aufgeschreckte Hühner rennen sie wirr über das Schlachtfeld, und selbst wenn sich Freund und Feind direkt gegenüberstehen, wissen sie manches Mal nicht, wo sich der Abzug an einem Gewehr befindet. Immerhin, und das muss man ihnen zugutehalten, reagieren sie auf eure in der Rolle des Squadleaders erteilten Befehle.

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Alexander Boedeker am 02 Okt 2011 @ 14:14
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