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The Witcher 2 - Assassins of Kings: Review

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Wir haben die Bücher vom Hexer Geralt von Riva nicht gelesen. Nach dem zweiten PC-Abenteuer fragen wir uns mittlerweile, ob dies nicht ein Fehler war. Der Titel bietet trotz kleiner Ärgernisse erwachsene Fantasy-Unterhaltung, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Auch wenn das Spiel kein reinrassiges Rollenspiel gewohnter Machart darstellt.

Bewegte Vergangenheit eines gezeichneten Helden

Was hatte CD Projekt nicht alles vollmundig angekündigt, speziell in den letzten Monaten. Die Wartezeit auf den zweiten Teil zog sich lange hin, zwischendurch überraschten die Polen wartende Fans mit weihnachtlichen Kartengrüssen des Hexers. So bindet man treue Fans an sich und versüsst die Wartezeit. 2007 erschien der erste Witcher-Titel und hat sich einen Platz in den Herzen der Rollenspieler erkämpft. Nun also endlich der Nachfolger. Nach der Installation saugt sich das Programm direkt einen ersten Patch, welcher ein paar Quest- und Performance Probleme löst sowie Interface-Detailveränderungen einführt.

Die Geschichte knüpft fast nahtlos an den Vorgänger an. Gut einen Monat nach dessen Endsequenz bekommt ihr in einem Tutorial, welches aufgrund der Erzählstruktur Ähnlichkeit mit Dragon Age II aufweist, Informationen darüber, wie Geralt vom gefeierten Jäger zum gesuchten Königsmörder wird. In den Tutorialsequenzen, die ihr möglichst der Reihe nach absolvieren solltet, aber nicht zwangsläufig müsst, bekommt ihr bereits einen tollen Eindruck dessen, was euch im Spielverlauf erwartet: Grossartige, tiefsinnige Gespräche, tolle Inszenierung, wuchtige Kampfszenen und Liebschaften, bei denen ihr mehr zu sehen bekommt als die aus Teil 1 bekannten drögen Karten. Nicht nur an dieser Stelle zeigt Witcher 2 sehr deutlich, an wen sich der Titel richtet: an erwachsene Spieler. Diese erwartet eine düstere Spielwelt, in der Elfen und Zwerge als Anwohner zweiter Klasse betrachtet werden und einige von ihnen mit Waffengewalt dagegen angehen. Oder wie hat es ein Elf Geralt gegenüber im Spielverlauf erwähnt? "Es geht um Ohren!" Irgendwie trifft er aus seiner Sicht dabei den Nagel auf den Kopf.

Held Geralt zeigt sich gereifter und von seinem bisherigen Leben gezeichneter als noch vor vier Jahren. Der düstere Hexer wurde nicht nur optisch besser in Szene gesetzt, wobei manch kleines Detail wie die nach unserem Dafürhalten etwas zu sehr schwingende weisse Haarpracht und die zahlreichen unansehnlichen Narben auf seinem Körper Geschmackssache sein dürften. Seine bewegte Vergangenheit lässt ihn aufrichtig, aber auch locker mit Situationen umgehen. Er ist sich seiner Stärke und seiner Wirkung trotz anfänglichen Gedächtnisverlustes bewusst und kann diese auch in Dialogen einsetzen. So wirkt er mal bedrohlich oder ironisch, kann aber bei Frauen auch mal flirten, wie es James Bond in seiner besten Zeit nicht besser gekonnt hätte.

The Witcher 2 - Assassins of Kings
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Markus Grunow


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Markus Grunow am 25 Mai 2011 @ 13:18
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