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Civilization V: Review

  Personal Computer 

Mit Technik in die Gegenwart

War Civilization IV schon zur Veröffentlichung visuell veraltet, ist das bei Teil 5 ganz und gar nicht der Fall. Dank einer völlig neuen Engine strahlt das Spiel in einem zeitgemässen Gewand, das wirklich sehr gefällt. Aus den weiten Zoomstufen sieht man die Welt in Wolken verhüllt. Fährt man heran, darf man das bunte Treiben begutachten. Die Animationen während der Kämpfe sind richtig schick, genauso sind die Wasserdarstellungen und die etlichen Details prima gelungen. Sogar DirectX 11-Effekte wie Tessellation werden unterstützt.

Jedoch sollte man sich bewusst darüber sein, dass die hübsche Optik ihren Preis hat: Einen Zweikernprozessor mit 2.4 GHz sollte man schon besitzen, empfehlenswerter ist eine Vierkern-CPU, und das aus einem einfachen Grund: Tritt man beispielsweise gegen zehn Nationen an, die allesamt im 20. Jahrhundert ordentlich grosse Reiche aufgebaut haben, dauert es seine Zeit, bis der Computer alle Züge berechnet hat. Umso mehr Rechenkerne der PC besitzt, desto flotter können die Züge ausgeführt werden. Daher muss man bei modernen PCs keine 30 Sekunden oder länger auf einen Zug warten, was zugegebenermassen sonst sehr stören würde, auch wenn man bei einem Civilization nie unter Zeitdruck steht.

Trotzdem gibt es ein paar Kleinigkeiten, über die man meckern kann. Stellenweise funktioniert die Wegfindung der Einheiten nicht perfekt, manchmal laufen sie in feindliche Staaten, obwohl sie das eigentlich nicht sollten. Vermutlich aus diesem Grund können alle Soldaten, Siedler und Karawanen "wassern", sich also selbständig und temporär in Schiffe verwandeln und somit schneller ihr Ziel erreichen - das spart vermutlich komplizierte Wegfindungsroutinen, ist aber immerhin sehr praktisch. Das gilt nicht für die dezenten Grafikfehler beim Nachladen von Texturen.



Mods und Mehrspieler

Auf einen klassischen Hotseat-Modus müssen Mehrspielerfreunde zwar verzichten, dagegen dürfte die Online-Spielart sicher einige Zeit begeistern. Bis zu zwölf Teilnehmer bekämpfen sich, optional sogar mit computergesteuerten Stadtstaaten. Das ist spassig, keine Frage. Allerdings können Kämpfe trotz der nicht mehr komplett rundenbasierten Mechanik viele Stunden andauern, was berücksichtigt werden sollte. Für Verständigungen und vielleicht sogar geheime Absprachen kann man übrigens den Textchat oder ein Mikrofon benutzen, was fiese Taktiken erlaubt. So weit wird im Bereich Mehrspieler aber nichts Sensationelles geboten, was auf gewisse Weise auch für die Modding-Freundlichkeit gilt. Schon die Vorgänger konnten Fans nach eigenen Vorstellungen verändern, dies klappt bei Civilization V ebenfalls. Mittels eines übersichtlichen Browsers dürfen Mods später ausgewählt oder mit Freunden getauscht werden. Es ist davon auszugehen, dass Civ-Liebhaber somit auch in den nächsten Monaten jede Menge Nachschub erhalten.

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Sven Wernicke am 27 Sep 2010 @ 15:43
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