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Breath of Fire IV: Review

  Personal Computer 


Gameplay

Ich als alter Breath-of-Fire-Fanatiker habe mich natürlich irrsinnig auf die PC-Umsetzung dieses Games gefreut und meine Hoffnungen wurden überraschenderweise sogar grösstenteils erfüllt. Klar, die Grafik ist nicht mehr auf dem aktuellsten Stand der Technik, aber wenn die Atmosphäre stimmt kann man schon mal über solche Sachen hinwegsehen. Und was die Atmosphäre anbelangt, könnten sich einige moderne RPG-Titel eine dicke Scheibe von Breath of Fire IV abschneiden.

Zugegeben, zu der Story mit den verloren gegangenen Erinnerungen wurde auch in den ersten drei Teilen recht gerne zurückgegriffen, aber bei Final Fantasy klappt`s ja auch. Ein weiteres Merkmal der Breath-of-Fire-Reihe sind die "tierischen" Figuren. Kein Charakter im Game ist wirklich menschlich. Nina erinnert mit ihren Flügeln an einen Engel, während Cray wie ein Mitglied der Samurai-Pizza-Cats aussieht. Auch das ist, in meinen Augen, immer wieder lustig anzusehen und verleiht dem Game ein ganz einzigartiges Flair.

Beim Design der Drachen haben sich die Leute bei Capcom selbst übertroffen. Bei diesem Game wird nicht mehr auf die mittelalterlichen Schuppen-Echsen mit gigantischen Fledermausflügeln zurückgegriffen. Diesmal gibt es eine erfrischend neue Art der fliegenden Echsen; diese sind nicht mehr schuppig und rau, sondern insektenartig und schon beinahe ästhetisch.

Doch das Gameplay ist nicht tadellos! Die Steuerung per Tastatur entwickelt sich bei diesem Titel zu einem wahren Desaster. Präzisionsfussmärsche sind eine Qual für jeden, auch noch so grossen, RPG-Fan. An alle eingefleischten Breath of Fire IV-Haudegen und die, die es noch werden wollen: "Kauft euch einen Controller für den PC, wenn euch eure Nerven und Finger lieb sind".

Technik

Optisch gesehen ist Breath of Fire sicherlich kein Griff ins Klo, kann es aber mit aktuellen RPGs wie Zelda oder Final Fantasy nicht annähernd aufnehmen. Wer also allergisch auf Pixel-zähl-Orgien und Ruckel-Rodeos ist, darf beruhigt einen grossen Bogen um dieses Game machen. Allerdings gibt es von der Grafik nicht nur Schlechtes zu berichten. Das Intro und einige der Zaubersprüche wurden durch extrem stylische Anime-Sequenzen ersetzt, was dem Titel wiederum einige Pluspunkte einbringt. Getrübt wird das ganze allerdings durch eine schlecht durchdachte Kamera. Mit dieser lassen sich leider nur vier Perspektiven anzeigen, was einen stellenweise (vor allem bei engen Gassen) in den Wahnsinn treibt.

Der Soundtrack des Games muss sich hingegen überhaupt nicht vor der Konkurrenz verstecken. Mit einigen träumerischen und bei Gelegenheit aggressiven Musikeinlagen hat das Game soundtechnisch einiges zu bieten. Hingegen fehlt jegliche Form einer Sprachausgabe, was heutzutage auch nicht unbedingt sein müsste. Doch als ob das nicht schon schlimm genug wäre, haben sich die Leute von Capcom noch nicht einmal die Mühe gemacht, dem Spiel ein paar deutsche Texte und Untertitel zu verpassen!

Breath of Fire IV
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Admin am 06 Mrz 2005 @ 21:55
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