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Age of Empires III - The Age of Discovery: Special

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Als Age of Empires im Jahr 1997 veröffentlicht wurde, konnte das Echtzeitstrategiespiel dem Genre einen ordentlichen Schub verschaffen. Dem Spieler wurden zahlreiche neue Möglichkeiten eröffnet, mit denen die Belagerungsschlachten viel spannender und dynamischer wurden. Dabei setzten die Entwickler auch auf bewährte Standards, um ihr Spiel so eingängig wie nur irgend möglich zu gestalten. Zwölf Kulturen konnte man aus der frühen Menschheitsgeschichte führen, um sie schlussendlich in eine höher entwickelte Zivilisation zu führen. Die detailliert dargestellten Arbeiter liessen den Aufbaupart und die Ansammlung von Ressourcen zu einem Vergnügen werden. Mit dem Ausbau von Gebäuden und dem umfangreichen militärischen Part, samt Einheitenentwicklungen, lehnte sich Age of Empires auch an Genregrössen wie Warcraft oder Command&Conquer an. Jedoch waren die Siegbedingungen in den Gefechten variabler einstellbar, was die Multiplayerduelle von denen der übrigen Genrekollegen deutlich abhob. Das erfolgreiche Addon The Rise of Rome rundete das gelungene Komplettpaket des Strategiespiels ab.

Zwei Jahre darauf folgte eines der besten Strategietitel der PC-Geschichte. Microsoft stellte mit dem zweiten Teil von Age of Empires: The Age of Kings alles bislang Dagewesene locker in den Schatten. Vom Ende der Antike bis hin zum Mittelalter konnte man nun 13 verschiedene Kulturen führen. In den Schlachten zwischen Wikingern, Japanern oder Mongolen wurde neben diplomatischen Entscheidungen nun auch die strategische Tiefe der Schlachten erheblich umfangreicher, da jedes Volk über einzigartige Merkmale und Einheiten verfügen konnte. Soldaten liessen sich in Einheiten zusammenfassen und gruppieren. Die schöne Optik des Spiels mit einer Auflösung bis zu 1280x1024 Pixeln brachte so manchen Strategiefan ins Schwärmen. Die unterschiedlichen Kulturen hatten eigene Grafiksets, die sich mit fortlaufender Entwicklungsstufe veränderten. The Age of Kings war sehr lange das beste Spiel des Genres und sahnte bei der Veröffentlichung zahlreiche Auszeichnungen ab. Ein AddOn namens The Conquerors brachte zusätzliche Einheiten und Völker ins Spielgeschehen, eine umfangreiche Kampagne liess auch Singleplayer-Fans auf ihre Kosten kommen.

Age of Empires III - The Age of Discovery Bild

Und dann kam die lang anhaltende Dürre. Eine unerträgliche Stille legte sich über die Ensemble Studios. Erst mit der Ankündigung von Age of Mythology im Jahr 2002 meldete sich die Serie zurück. Und doch war es keineswegs der dritte Teil der AoE-Reihe, sondern ein eigenständiges Spiel, was da auf uns zukam. Als "einen alten Freund mit neuem Gameplay" bezeichnete Microsoft ihr neues Baby. Kein Wunder, lehnte das grundlegende Spielprinzip sich doch stark an die beiden AoE-Teile an. Doch mit gänzlich unterschiedlichem Setting und vielen neuen Features versuchte das Spiel, sich langfristig in den Herzen der Spieler zu etablieren. Dafür sprach vor allem auch die neue Optik des Spiels. Erstmal wurde uns das Geschehen mit einer frischen, sehr hübschen 3D-Engine präsentiert. Doch war das Spiel samt Addon The Titans nicht so erfolgreich wie die beiden AoE-Teile. Lag es an der geringen Anzahl der spielbaren Kulturen? Oder war die schlechtere Übersichtlichkeit der neuen Grafik-Engine schuld? Das Team um Bruce Shelley hatte zwar vieles richtig gemacht, doch das Setting um mythische Helden und sagenhafte Wesen verkaufte sich nicht erwartungsgemäss. Die Käufer hatten offensichtlich eher auf ein AoE 3 gehofft.

Age of Empires III - The Age of Discovery
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Markus Grunow

 
Markus Grunow am 30 Mai 2005 @ 19:51
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