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Dies und das: Headup Games Reportage

  Personal Computer 

Wenn ein neu gegründeter Publisher einlädt, dann lassen wir es uns natürlich nicht nehmen, einmal persönlich bei der in Düren residierenden Firma Headup Games vorbeizuschauen. Neben einem kleinen Rundgang durch die Büroräume und einer kleinen Stärkung am Ende des Besuchs, darf natürlich auch die obligatorische Produktvorstellung nicht fehlen. Noch in diesem Jahr sollen die ersten drei Titel aus dem Hause Headup Games erscheinen und insbesondere die Core-PC-Spieler ansprechen. Greed, GearGrinder sowie Twin Sector - die drei Erstlingswerke - stellen wir an dieser Stelle ausführlich vor.

Greed:

Auch in ferner Zukunft kann die Menschheit nicht in Frieden leben und geht einander an die Gurgel. Zwar hat man längst den interstellaren Raumflug entdeckt und das Zeitalter der Kolonisation fremder Planeten hat längst begonnen, trotzdem werden die Menschen immer noch von der Gier nach Macht und Reichtum getrieben. Insbesondere um das neu entdeckte Element Ikarium entbrennt ein wahrer Krieg, indem sich fünf verschiedene Kolonialmächte gegenüberstehen. Als Spieler schlüpft ihr in die Rolle eines Ex-Marine einer Spezialeinheit, der seinen ganz persönlichen Krieg gegen die Menschheit und fiese Aliens führt. Spannung garantiert!
Stellt euch vor, ihr spielt Diablo in einer komplett drehbaren 3D-Ansicht in einem erwachsenen Science-Fiction-Universum. Ähnlich wie in Shadowgrounds erlebt ihr Greed aus der Top-Down-Perspektive. In insgesamt zwölf verschiedenen Levels, die allesamt recht düster gehalten sind, kämpft ihr euch euren Weg durch drei Kapitel, die von Monstern und schauderhaften Aliens nur so wimmeln. So trefft ihr auf mehr als 45 unterschiedliche Monstertypen, die nicht nur ihren eigenen Angriffsstil hegen, sondern gerne auch mal in Gruppen zum Angriff übergehen. Besonders die nicht zu klein geratenen Endgegner, drei an der Zahl, bedürfen einer speziellen Taktik.
Bevor ihr jedoch euren persönlichen Feldzug startet, müsst ihr euch zunächst zwischen drei verschiedenen Charakteren entscheiden. Während der Marine der Allround-Soldat schlechthin ist und gewaltigen Schaden im Nah- und Fernkampf unter den Feinden anrichtet, geht der Plasma Engineer deutlich behutsamer vor. Ausgerüstet mit verschiedenen Plasmagewehren kann er seine Feinde bereits aus gehöriger Entfernung unter Beschuss nehmen. Lediglich der Pyro wendet die "Holzhammer"-Methode an und fällt gleich mit der Tür ins Haus. Ausgerüstet mit Flammenwerfern geht er auf direkte Tuchfühlung mit dem Feind.

Dies und das Bild
Ähnlich wie in anderen Titeln dieser Gattung lernen eure Charaktere im Laufe des Spiels neue Kampftechniken und können so noch schlagfertiger gegen die Aliens ankämpfen. Greed bietet dabei drei verschiedene Skill-Zweige (aktiv, offensiv passiv, defensiv passiv), die natürlich alle drei hochgeskillt werden können. Jeder getötete Feind bringt dabei nicht nur ein paar Erfahrungspunkte, sondern lässt auch gerne mal einen begehrten Gegenstand fallen, den ihr natürlich sofort aufsammeln solltet. Die Qualität der fallengelassenen Gegenstände wird dabei durch den Schwierigkeitsgrad entschieden, ebenso wie die Lebensenergie der Aliens und der dem Spieler durch Monster zugefügte Schaden. Die drei Schwierigkeitsgrade sind allerdings nicht von Anfang an wählbar, sondern werden erst nach dem Durchspielen auf einem niedrigen Schwierigkeitsgrad freigeschaltet. Feindliche Treffer enden allerdings nicht immer in einem Blutbad, denn zunächst einmal wird lediglich euer Energie-Schild getroffen. Letzteres regeneriert sich automatisch, sobald ihr mal eine Pause einlegt, während der ihr im Spiel niemanden zu nah an euch herankommen lasst.

Herzstück von Greed ist - neben der Singleplayer-Kampagne - sicherlich der kooperative Spielmodus. Wer mag, der kann die komplette Geschichte des Spiels auch mit zwei weiteren Freunden per Internet absolvieren.

Auch wenn Greed in der gezeigten Fassung noch ein wenig roh aussieht, kann man bereits jetzt erkennen, dass man sich grafisch auf einem richtigen Weg befindet. Die weiterentwickelte Engine von Avencast: Rise of the Mage sieht hübsch aus und läuft bereits in der Vorabfassung flüssig. Insbesondere das düstere Setting haben die österreichischen Entwickler hervorragend eingefangen, so wirkt das Spiel noch einen Tick ansprechender als das zuletzt veröffentlichte Shadowgrounds Survivor.

Ersteindruck von Alexander Boedeker

Auch wenn Greed erst im November erscheint, macht der Titel schon jetzt Lust auf mehr. Insbesondere die Verkettung eines unkomplizierten Hack'n'Slay-Spielprinzips mit der Sammelleidenschaft und Charakter-Aufrüstbarkeit eines Diablo, könnten am Ende die Fans von Top-Down-Shootern aufjubeln lassen. Wenn ClockStone nun auch ein abwechslungsreiches Levelsystem präsentieren kann und den kooperativen Mehrspieler-Modus nicht verbockt, dann dürfte uns im November ein Must-Have-Titel erwarten.

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Alexander Boedeker

 
Alexander Boedeker am 17 Aug 2009 @ 17:30
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