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MMORPG: Special 2005

  Personal Computer 

Online-Rollenspiele sind für die einen Grund für totale soziale Isolation in der realen Welt, für die anderen der lang erwartete Schritt weg vom Solospiel hin zur virtuellen Party. Alles Auslegungssache. Aber welches der aktuellen Spiele ist das richtige für euch? Drei Top-Titel stellen wir im Vergleich vor und durchleuchten dabei das Thema etwas näher.



Online-Rollenspiele erfreuen sich seit Ende der Neunziger grosser Beliebtheit. Der Trip in virtuelle Phantasie-Welten ist die Erfüllung für einige Spieler, für manche sogar ein Ersatz für das echte Leben (im Jargon kurz RL = Real Life genannt). Wenn´s eben in der Wirklichkeit nicht so recht klappen will, entscheidet wenigstens in der fügsamen Online-Welt die Länge und Optik des Schwertes über Erfolg und Misserfolg. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Auseinandersetzung mit Pubertäts-bedingten Problemchen wie Pickeln noch für Kummer und Stress sorgten. Die Annäherung an Gleichgesinnte fällt plötzlich auch für diejenigen ganz leicht, denen früher in der Schule immer das Pausenbrot geklaut worden ist, oder die wegen Fettleibigkeit ihrer sozialen Ausgrenzung mit vermehrter Nahrungsaufnahme um so mehr zu Leibe rückten. Klingt böse, ist böse, und mit Sicherheit nicht unbedingt nur eine klischeebehaftete Vorstellung. Aber: Online-Rollenspiele können tatsächlich Spass machen, auch für den "normalen" Gelegenheitsspieler, egal ob Weiblein oder Männlein, jung oder alt, dick oder dünn, arm oder reich. MMORPGs (Massively Multiplayer Online Roleplaying Games) sind mittlerweile Plattform für jeden Computerspieler - egal ob Moorhuhn-Gelegenheitszocker oder Warcraft-Progamer.

Definition Rollenspiel

Bei Definitionen gehen die Meinungen leider oft auseinander. Was macht ein Rollenspiel überhaupt aus? Spiele ich denn nicht auch im Action-Hit Splinter Cell die Rolle des Sam Fisher? Seinen Ursprung erlebte das Rollenspiel im Bereich der Pen & Paper-Spiele der 70er Jahre, die es zum Teil auch heute noch gibt. AD&D, Das Schwarze Auge, Shadowrun, um nur einige angesagte Spiele zu nennen. Mehrere Spieler versammeln sich dabei um einen Tisch, einer übernimmt die Aufgabe des Spielleiters und dann geht es in eine Phantasiewelt, die teils auf der Grundlage aus Regelbüchern basiert, aber auch Hirngespinste des Spielleiters sind. Vorteil: Die Spieler können so ziemlich alles machen, wonach ihnen ist. Pen & Paper-Spiele erleiden nicht die Restriktionen, die ein Computerspiel haben muss, um zu funktionieren. Wer seinen mit Schwert bewaffneten Krieger auf den Daumen laufend und mit den Füssen klatschend durch Flora und Fauna watscheln sehen will, kann das tun. Spätestens beim ersten Wurf der Würfel, die unter Berücksichtigung der akrobatischen Fähigkeiten der Spielerfigur Einfluss auf das Geschehen nehmen, fällt der auf die Nase, bricht sich gar einen Daumen. Mit Sicherheit entscheidend in kommenden Kämpfen mit Orks, Trollen oder fiesen Zauberern.

MMORPG Bild
Spieler-Versammlung im MMORPG Dark Age of Camelot


Aber es ist nicht die Spielweise allein, die eine Figur von anderen unterscheidet. Rasse, Klasse und eventuell das Aussehen nehmen Einfluss auf die Geschichte, in gesteigertem Masse aber auch die Verteilung von Fertigkeiten. 18 Punkte auf die körperliche Stärke gegeben, sind für einen Nahkämpfer natürlich bedeutender, als gleich viele Punkte für das Attribut Intelligenz. Wer diebische Fähigkeiten eines Schurken bevorzugt, ist mit dem Training von Geschicklichkeit und Schnelligkeit besser bedient, während Magier voll auf Weisheit und Intelligenz setzen, um Zaubersprüche besser über die Lippen zu bringen. Dazwischen tummeln sich so genannte Mischklassen, die alles können - meistens aber nichts wirklich richtig, denn die Vergabe von Punkten ist begrenzt. Das macht also ein Rollenspiel aus: Die persönliche Entfaltung individueller Vorlieben in einer fiktiven Spielfigur. Eine Rolle, die sich jeder selbst zuschneiden kann. Was könnte es Schöneres geben, als diese Rolle anderen vorzutragen, in einer gewaltigen Welt voll mit Spielern? In einem MMORPG seid ihr niemals allein (höchstens in der ersten Sekunde nach einem Servercrash).

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Thomas Richter

 
Thomas Richter am 22 Apr 2005 @ 21:28
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