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Master Creating: Exklusives Interview

  Personal Computer 

Master Creating ist eine Spieleschmiede mit Sitz in Hamburg, die 2001 gegründet wurde und seitdem für die soliden Action-Rollenspiele LEGEND: Hand of God und Restricted Area verantwortlich zeichneten. Mittlerweile betätigt sich das Team auch im Browser-Spielemarkt. Wir sprachen mit Creative Director und Mitgründer Jan Beuck über die Zukunftspläne von Master Creating und konnten ihm unter anderem einige interessante, teils taufrische Informationen zum kommenden Browser-Spiel VIRUS 2018 sowie zu einem bislang noch nicht angekündigten MMORPG-Projekt entlocken. Die im Artikel enthaltenen Konzeptgrafiken stammen von VIRUS 2018.

Info for our english readers: Click here for an english translation of this interview.

Hallo Jan. Seit der Veröffentlichung von LEGEND: Hand of God im Oktober 2007 wurde es relativ still um Master Creating. Bevor wir zu aktuellen Projekten von euch kommen: Könntest du den Lesern vielleicht verraten, ob das Action-Rollenspiel ein finanzieller Erfolg für euch war?


Bei LEGEND von einem finanziellen Erfolg zu sprechen wäre übertrieben, aber wir sind zufrieden. Besonders, dass THQ das Spiel 2008 in den USA vertrieben hat, finde ich sehr schön, da wir dadurch mal die Gelegenheit hatten, mit einem der ganz grossen Publisher zusammenzuarbeiten.

LEGEND hat sich für uns aber in erster Linie deshalb gelohnt, weil das Know-how, das wir dabei gewonnen haben, uns noch viele Jahre lang nützlich sein wird. Das klingt vielleicht überraschend idealistisch, aber Bildung ist nun einmal die wichtigste Ressource überhaupt.

Das LEGEND-Browser-Spiel ist dagegen nach allen Kriterien überaus erfolgreich. Mit über 2,5 Millionen angemeldeten Spielern ist es inzwischen das erfolgreichste Fantasy-Browser-Spiel weltweit!

Wie siehst du rückblickend das LEGEND-Projekt? Gibt es Features, die du gerne noch umgesetzt gesehen hättest?


Solche Features gibt es immer. Genau wie ein Musikstück oder ein Film ist auch ein Computerspiel nie wirklich fertig und entspricht nie ganz der ursprünglichen Vision – dafür ist es einfach viel zu komplex. Die Story von LEGEND war zum Beispiel mal viel umfangreicher, aber für grosse Städte und königliche Burgen war einfach nicht genügend Budget da und so mussten wir die Story anpassen. Technisch konnten wir dagegen alles realisieren, was wir uns vorgenommen hatten, und darauf bin ich auch nach wie vor besonders stolz, zumal es unser allererstes 3D-Spiel war. Nur die Systemanforderungen waren rückwirkend betrachtet etwas hoch, deshalb werden wir auf niedrige Systemanforderungen in Zukunft noch viel mehr Wert legen. Und für das nächste Spiel wünsche ich mir einen Tag- und-Nacht-Wechsel.

Wie gross ist derzeit das Master Creating-Team?


Zur Zeit beschäftigen wir drei Teams: Eines, das sich um die Entwicklung neuer und die Pflege bestehender Browser-Spiele kümmert; eines, das an einem noch nicht angekündigten 3D-MMORPG arbeitet; und eines im Ausland, das 3D-Grafiken für das MMORPG erstellt. Wir sind nun also wieder so gross wie seit der Fertigstellung von LEGEND nicht mehr.

Mit VIRUS 2018 befindet sich aktuell ein neues Browser-Spiel bei euch in Arbeit, das gleichzeitig als Prequel zu Restricted Area fungieren wird. Inwieweit wird es sich spielerisch und technisch vom grossen Bruder unterscheiden? Und wo genau werden die Gemeinsamkeiten liegen?


Spielerisch und technisch wird es sich vollkommen von Restricted Area unterscheiden, gemeinsam ist den beiden in erster Linie das Setting: Beide spielen in einer düsteren Endzeitwelt à la Blade Runner oder Shadowrun. Dabei spielt VIRUS 2018 lange vor Restricted Area und beschäftigt sich unter anderem mit den Auswirkungen der bevorstehenden Klimakatastrophe.

Technisch wollen wir mit VIRUS 2018 zeigen, was alles machbar ist – und das ist weit mehr, als man erwarten würde! Während andere Browser-Spiele in erster Linie aus Text und kleinen Bildchen bestehen, ist in VIRUS 2018 alles lebendig. Es gibt sehr viele Animationen und zum Teil laufen sogar mehrere Videos übereinander. Möglich wird dies unter anderem durch die Verwendung vom Flash Player 10, aber auch durch die aufwändig gemachten Inhalte – so wurden diesmal zum Beispiel alle Charaktere in 3D gebaut, ähnlich wie man es sonst nur für eine Intro-Sequenz machen würde.

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Daniel Boll

 
Daniel Boll am 16 Jan 2009 @ 01:04
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