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The Dream Machine: Special

  Personal Computer 

Eine sogenannte dream machine ist nicht etwa ein tuckernder Generator, den Schlaflose nachts einschalten, um in süssen Träumen zu schwelgen. Vielmehr versteckt sich hinter dem kuriosen Begriff laut Wikipedia »eine Art Lampe, die einen flackernden Stroboskopeffekt zur optischen Stimulanz erzeugt.« Okay, mit solch einer Funzel hat das gleichnamige Point-and-Click-Adventure zwar nichts zu tun, unseren Sehnerv stimuliert das Spiel aufgrund seines aparten Designs aber in der Tat.

Gebaut, um Träume zu erschaffen?

Es ist kein Geheimnis, dass auch kleine Entwicklerstudios mit wenig Geld, aber umso mehr Herzblut Spiele produzieren können, die mehr Spass machen als vergleichbare Vollpreistitel. Indie-Games ist das Stichwort - das sind oft kurzweilige Spiele, die in der Regel von wenigen, unabhängigen Personen entworfen, programmiert und vertrieben werden. Meist für einen Spottpreis, wenn nicht sogar vollkommen kostenlos.

The Dream Machine Bild
Warum dieses Vorgeplänkel? Ganz einfach, weil erneut ein Mini-Adventure aus der Masse heraussticht, diesmal vom schwedischen Entwickler Cockroach. Mit The Dream Machine feiert das Team neben kleineren Webprojekten und Comicschnipseln nun endlich sein kommerzielles Debüt. Das Besondere dabei: Der in fünf Kapiteln unterteilte Knobelspass stammt nicht aus dem Computer, sondern aus den Händen. Alles, was wir auf dem Bildschirm sehen, wurde aus Ton, Knetmasse oder Pappe kreiert und dann digitalisiert. Das sieht in erster Linie unvergleichlich atmosphärisch aus, letztlich kommt es aber aufs Rätseldesign sowie die Handlung an. Und just hier offenbart das schmucke Häppchen seine Schwächen, zumindest in der ersten Episode. Doch fangen wir von vorne an.

Alles beginnt auf einer einsamen Insel, die zudem noch ziemlich winzig ausgefallen ist. Ein Baum, ein zerschelltes Ruderboot, eine Palme - mehr gibt's auf den ersten Blick nicht zu sehen. Auf den zweiten entdecken wir eine Angelrute, um dann Holz für ein kleines Feuerchen zu sammeln, auf dem wir unseren kurze Zeit später gefangenen Fisch brutzeln. So weit, so gewöhnlich - so langweilig. Bis hierin weiss der Spieler nämlich nicht, was er auf dem Eiland überhaupt macht, wo er herkommt, was er will und wer er überhaupt ist. Erst nachdem wir eine mysteriöse Schatzkarte bergen und mit dem Spaten in Sand stechen, geht das Licht an. Unser Protagonist Victor Neff reibt sich die Augen, steigt träge aus dem Bett und rekapituliert. Was für ein Traum!

The Dream Machine
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Mirco Kaempfer

 
Mirco Kaempfer am 27 Apr 2014 @ 16:44
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