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The Moment of Silence: Special Edition Kurztest

  Personal Computer 

Publisher dtp hat in den vergangenen Jahren einen ganzen Haufen erstklassiger Adventures veröffentlicht und damit zu einem grossen Teil die Wiederbelebung des Genres vorangetrieben. Jetzt lässt das Hamburger Unternehmen die Vergangenheit ein wenig Revue passieren und veröffentlicht ausgewählte Klassiker in Sondereditionen. Seit kurzem könnt ihr auch das 2004 erschienene

The Moment of Silence

, entwickelt vom deutschen Studio House of Tales, als eine solche Special Edition kaufen.

Dabei zeigt sich, dass das bald drei Jahre alte Spiel auch heute noch überzeugen kann. Sowieso gelten im eher langlebigen Adventure-Genre praktisch noch alle Aussagen unseres damaligen Tests, der mit einer Wertung von 8.0 endete: Das leicht futuristische, klassische Point-and-Click-Adventure punktet vor allem mit seiner Handlung und den Schauplätzen, schwächelt aber mittlerweile leicht in den Charakteranimationen und treibt den Spieler mit seiner schwammigen Steuerung oftmals zur Verzweiflung.

The Moment of Silence Bild
Als beurlaubter Kommunikationsdesigner Peter Wright lebt ihr nach einem tragischen Unglück im New York des Jahres 2044 antriebslos in den Tag hinein, bis euch ein Zwischenfall in der Nachbarwohnung aus eurer Lethargie reisst. Denn ein scheinbar unbescholtener Familienvater wird von ominösen Polizeikräften ohne Angabe von Gründen verschleppt und ist daraufhin ebenso wenig aufzufinden wie Informationen über die ganze Aktion. Endlich eine Aufgabe gefunden, macht ihr euch auf die Suche nach dem Verschwundenen und Antworten, ohne zu ahnen, dass ihr dadurch euer komplettes Weltbild ins Wanken bringen werdet. Denn die scheinbar friedliche Zukunftswelt besteht nicht nur aus eitel Sonnenschein.

The Moment of Silence Bild
Passend zur unklaren, anfangs deprimierenden Stimmung beginnt das Spiel in einem verregneten, zwielichtigen New York der Zukunft, das mit seinen in Regenpfützen reflektierten Werbetafeln ebenso wie fast alle anderen Schauplätze sehr zu Atmosphäre des Spiels beiträgt. Während die Grafik hier, wie auch in den zahlreichen Zwischensequenzen, auch heute noch überzeugen kann, nagt an den Charakteren doch schon deutlich der Zahn der Zeit. Besonders die fehlenden Animationen in den hervorragend synchronisierten Gesprächen nehmen den ansonsten überzeugenden, ausschweifenden Dialogen einiges an Kraft. Für die Steuerung des Spiels gilt aber auch drei Jahre später noch das gleiche Urteil: Einerseits ermöglicht der kontextsensitive Cursor bequem die Gesprächsführung und das Interagieren mit Objekten, andererseits ist die Bewegung des Alter Egos, einschliesslich des Szenenwechsels, gelinde gesagt eine Katastrophe. Mittels Hotkey lassen sich zwar die wichtigsten Objekte und die Ausgänge einer Szenerie anzeigen, dabei werden Übergänge innerhalb des Bildes, die für einen Kamerawechsel sorgen, aber nicht angezeigt. Das sorgt zusammen damit, dass Peter oft auf den Zentimeter genau an einer Stelle stehen muss, um einen Kamera- oder Ortswechsel zu initiieren, oft für sehr grosse Frustmomente, in denen euch nicht mal eine Komplettlösung weiterhelfen kann.

The Moment of Silence
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Jan Gieseler

 
Jan Gieseler am 06 Mrz 2007 @ 00:44
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