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UIG Entertainment: gamescom 2012 Special

  Personal Computer 

Es gibt sie noch! Auf der vergangenen gamescom haben wir bei Publisher UIG tatsächlich eines der letzten Exemplare des Genres "Ego-Shooter mit trashigem Humor" gefunden. Mit Into the Dark will man an längst vergangene Zeiten anknüpfen. Dazu stellt der ebenfalls gezeigte Landwirtschafts Gigant natürlich einen krassen Gegensatz dar, doch die Neuentwicklung könnte nicht nur der Agrarier-Fraktion gefallen, sondern auch jedem Fan von komplexen Wirtschaftssimulationen. Wir stellen beide Titel im folgenden Special ein wenig näher vor.

Into the Dark

UIG Entertainment hat es sich zum Ziel gesetzt, im September allen Freunden von atmosphärischen Ego-Shootern mit Into the Dark neues Futter anzubieten. Als Spieler schlüpft ihr dabei in die Rolle des ziemlich heruntergekommenen und stets leicht angetrunkenen Privatdetektivs Pete O'Brannon, der stets knapp bei Kasse ist. Also nimmt er auch ohne mit der Wimper zu zucken den neuesten Auftrag einer Versicherung an. Seine Reise führt ihn in die tiefen und verlassenen Wälder von Neu-England. Vor einiger Zeit ist dort ein alter Mann unter mysteriösen Umständen gestorben. Nicht weniger geheimnisvoll ist seine Lebensversicherung, rund 10 Millionen US-Dollar, die der Regierung als begünstigte Partei in die Hände fallen soll. Grund genug für die Versicherung, ihren entbehrlichsten Mann auf den Fall anzusetzen und in die einsamsten Wälder zu entsenden.

Der Fall erscheint O'Brannon zunächst wenig arbeitsintensiv, schliesslich werden ja alle Spesen von der Versicherung bezahlt. Doch der Detektiv stösst schon kurze Zeit später auf ein Geheimnis, dessen Wurzeln mehr als 60 Jahre zurückliegen. Kurz nach seiner Ankunft entdeckt er eine geheime Tür, die in ein zunächst ziemlich verlassenes Bunkerareal tief unter der Erdoberfläche führt. Der vermeintliche Luftschutzbunker entpuppt sich allerdings als ein ziemlich abscheuliches Verlies. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg verschleppte die Regierung ehemalige Nazi-Wissenschaftler, die zu Forschungszwecken in die riesige Anlage gebracht wurden. Die Tür wurde verschlossen und die Insassen sich selbst überlassen; mit allen Risiken und Nebenwirkungen.

UIG Entertainment Bild
In ganzen zwölf Levels werdet ihr die spannende Geschichte rund um die geheimnisvollen Experimente an lebenden Menschen unter Tage erleben. Der Entwickler verspricht, dass ihr rund sieben bis acht Stunden beschäftigt sein werdet. Wer jeden Winkel im Spiel erkundet, soll auch gut und gerne mehr als 20 Stunden in Into the Dark verbringen können. Allerdings müsst ihr nicht zwangsläufig zur Waffe greifen und den Untoten das Hirn wegpusten, da es im Spiel immer wieder Möglichkeiten geben wird, um Gegner herumzuschleichen. Wie das geht, zeigen euch die Entwickler im Notizbuch. Auf zwei Seiten erhaltet ihr Informationen über das weitere Vorgehen. Während auf einem Notizblatt das weitere Shooter-Vorgehen erklärt wird, werden auf der gegenüberliegenden Seite Adventure-Hinweise gegeben. Je nach eingeschlagenem Weg führt euch dieser zu härteren Gegnern und besseren Waffen, oder ihr könnt eure Fertigkeiten Stück für Stück verbessern, um so mehr Zielsicherheit zu gewinnen. Es erwarten euch die üblichen Schalterrätsel. Allerdings nutzen die Entwickler ebenfalls die beachtliche Auflösung der Texturen, um weitere Hinweise zu geben oder diese in Verbindung mit Rätseln einzusetzen. Selbst kleinere, auf dem Boden liegende Zeitungsartikel sind problemlos lesbar.

Into the Dark hinkt grafisch der Zeit ein wenig hinterher. Allerdings sind sich die Entwickler bewusst, dass man nicht mit Crysis und Konsorten konkurrieren kann. Dafür hat man jedoch versucht, eine möglichst dichte und ziemlich beklemmende Atmosphäre der Angst aufzubauen. Wenn sich der Bildschirm nach wenigen Treffern bereits blutrot einfärbt und euer Charakter sich schnaufend durch die mit Zombies und Mutanten verseuchten Räume schleppt, dann stehen auch beim Spieler die Haare zu Berge. Ganz im Sinne der Tradition älterer Shooter, regeneriert sich eure Lebensenergie nicht von selbst. Stattdessen müsst ihr ziemlich rar gesäte Medipacks aufsammeln, um zu überleben. Immerhin dürft ihr jederzeit im Spiel speichern.

Ersteindruck von Alexander Boedeker
Erinnert ihr euch an die Story von Blackstone, Painkiller oder die von anderen Shootern längst verblichener Zeiten? Nein? Kein Problem, denn auch an die Geschichte von Into the Dark wird sich vermutlich in einigen Jahren niemand mehr erinnern. Bei diesem Spiel geht es vielmehr um das fühlbare beklemmende Erlebnis im Hier und Jetzt, während ihr vor dem Monitor sitzt. Der einzige Kontakt zur Aussenwelt ist eure Versicherungsberaterin, die ihr hin und wieder per Handy erreichen könnt. Ansonsten seid ihr vollständig auf euch allein gestellt, während euch untote Nazi-Mutanten ans Leder wollen. Das klingt grauenerregend? Ist es durchaus, und deshalb kann man auch über die etwas schwächelnde Grafik hinwegsehen, wenngleich die gestochen scharfe Auflösung der Texturen ihresgleichen sucht. Wer auf B-Movie-Ambiente und Oldschool-Shooter steht, darf Into the Dark durchaus im Auge behalten. Ob die Entwickler dieses angsteinflössende Ambiente bis zum Ende aufrechtzuerhalten vermögen, werden wir in einem ausführlichen Test demnächst herausfinden.

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Alexander Boedeker

 
Alexander Boedeker am 10 Sep 2012 @ 19:32
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