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Zukunft Online-Magazin: Reportage

  Personal Computer 

Zeit und somit auch viel Geld ins Internet zu stecken. Ich habe mir diese Problematik etwas genauer angeschaut, Meinungen aus der Branche gesammelt und einen Blick in die mögliche Zukunft geworfen.



'Banner sind nicht attraktiv genug!'

Dieser Spruch wurde leider in diesem Jahr zur Standard-Antwort, wenn man Banner verkaufen wollte. Damit haben nicht nur Online-Magazin zu kämpfen, sondern auch viele Banner-Vermarktungs-Firmen, welche sich innerhalb kürzester Zeit redimensioniert, fusioniert oder sich sogar aufgelöst haben. Die Technik der Banner-Software wird zwar immer detaillierter und die Kampagnen sind immer besser steuerbar, trotzdem wächst der Markt nur sehr langsam, wenn überhaupt. Marktführer Doubleclick.com hat soeben erhebliche Umsatzverluste gemeldet.

Dies haben vorallem die kommerziellen Online-Magazine gespürt, welche noch hofften Ende der 90er Jahre auf einem Gold-Esel zu sitzen. Voller Begeisterung der Werbung einen guten Dienst erweisen zu können, wurden reine Online-Magazine erschaffen, natürlich mit einem Banner-Platz. Anstatt ein Print-Magazin zu kaufen, holt sich der Zocker die - sogar täglich upgedateten - News aus dem Internet. Ein Gedanke, der äusserst attraktiv ist. Doch wer garantiert den Erfolg der Werbung? Die Marketing-Abteilungen wurden mit einem neuen Medium konfrontiert, welches erst mal ausgekundschaftet werden musste. So wurde dem Hype gefolgt und anfangs auch die Werbe-Budgets für Internet-Werbung locker gehalten. Doch wo liegt der grösste Unterschied zwischen einer Print- und einer Internet-Werbung? Genau, die Internet-Werbung lässt sich extrem detailliert aufschlüsseln, welcher Banner wieviel mal, wo und wann angeklickt wurde, somit der Erfolg ermittelt. Die dabei ermittelten Klick-Raten liessen die Marketing-Verantwortlichen vor Scham erröten. In Zahlen sind dies zwischen 0.05 ? 1.0%.

Vorzeige-Beispiel für alternative Werbung ist das bekannte Moorhuhn-Spiel. Keines je veröffentlichte Mini-Game faszinierte so viele PC-User. Für Produzent Phenomedia ein sicherlich nie erträumter Erfolg für deren Kunden, wobei aber wohl das Game jetzt sicher bekannter ist als der Name des Kunden! Jedoch verschlingen solche Werbe-Games Unmengen von Kosten und so ein Erfolg wie Moorhuhn wird es wohl so schnell nicht wieder geben.

Das grosse Sterben begann Ende 2000

Durch die immer besseren Statistik-Programme, welche die Attraktivität der Banner transparent und schwarz auf weiss aufzeigte, wurden die Budgets für Internet-Werbung auf ein Minimum reduziert, denn wer buttert schon Millionen in ein unsicheres und unattraktives Medium? Der sogenannte Neue Markt musste arg bluten. Ende des Jahres 2000 folgte der erste grosse Schock, der den ganzen deutschsprachigen Gamer-Raum erzittern liess. Das sehr bekannte und grosse Netzwerk unter dem Portal www.gamers.de konnte nicht mehr weitermachen. Das riesige Netzwerk fiel einfach in sich zusammen. Zwar blieb ein Teil des Teams unter www.turtled.com weiter in der Szene, trotzdem gab das vielen Buchhaltern zu denken.

Zukunft Online-Magazin Bild

Ende Februar 2001 folgte dann bereits der nächste grosse Knall im deutschen Web: www.gamez.de, ebenfalls ein Game-Portal, mit einem schnell wachsenden Netzwerk von Fan-Pages, wusste keinen Ausweg mehr. Das aufgekaufte gamez.de nennt sich fortan www.gameloft.de, welches sich ohne Netzwerk, aber als Entertainment-Magazin im April 2001 neu orientierte. Ein harter Schlag auch für die vielen hart erarbeiteten Fan-Pages, welche sich einen Stück vom Werbe-Kuchen abschneiden wollen und jetzt ohne kostenlosen Host dastehen.




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Admin am 31 Mrz 2005 @ 10:19
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