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Roccat Kulo Stereo: Hardware Test

  Personal Computer 

Passt vielleicht nicht jedem

Eine kleine Unannehmlichkeit ist dem Tragekomfort dann aber doch zu bescheinigen. Zwar haben die Ohren dank der aufliegenden, relativ kleinen Polster noch genug Luft zum Atmen. Die Ohren selbst werden dadurch aber selbstverständlich schon etwas aufgewärmt. Es geht nicht so weit, dass sie schwitzen. Aber schon nach einigen Minuten scheint die weiche Kunststoffummantelung rund um die atmungsaktiven Polster leicht an den Ohren zu kleben. Das mag sich für einige Spieler unangenehm anfühlen - andere freuen sich vielleicht über das zusätzliche bisschen Mehr an Halt. Auch wenn das Roccat Kulo eigentlich immer ausreichend gut sitzt. Unter Umständen auch etwas zu fest: Nach einstündigem Tragen ist der Druck auf den Ohren doch schon gut spürbar. Wobei das wiederum von der Kopfform abhängig ist.

Erstaunliche Qualitäten zeigt der filigran gebaute Klangbanause bei der Soundwiedergabe. Hier zeichnet sich unter allen vorstellbaren Klangumgebungen für diese Preisklasse selbst bei relativ geringer Lautstärke eine angenehme Klangdynamik ab. Etwas basslastig tönt das Kulo aber schon - das gibt im Shooter so manchem WUMMS etwas zu viel WUMMS, was bei präzisen Ortungsvorgängen etwas auf den Nerv gehen kann. Wem das zu viel wird, der muss im Equalizer etwas gegensteuern. Die Neodymium-/Mylar-Lautsprecher leisten beim Roccat Kulo jedoch insgesamt einen sauberen Klang, auch beim Musikhören. Bei einem Preis von rund 60 Euro gibt's kaum einen Anlass für Klagen.

Schmal gebaut und kaum störend: Eine in der Anschlussleitung integrierte Fernbedienung - leider ohne LED-Signale - ermöglicht das bequeme Steuern der Lautstärke auch während des Spielens, ungefähr in Bauchhöhe. Gut, dass hier kein schweres, klobiges Teil auf das Verdauungssystem drückt, wie bei manch anderem Headset-Vertreter. Der zu schiebende Schlitten zur Einstellung der Lautstärke ist zwar kein Vorbild in Fragen der Präzision - hier wäre ein kleines Rädchen vielleicht komfortabler gewesen - und doch für die Zwecke ausreichend.

Heutzutage kommt kaum noch ein Headset auf dem Markt, bei dem das Mikrofon für die meisten Spiele und Anwendungen nicht völlig ausreichend ist. Der Vollständigkeit halber ist hier zu erwähnen, dass auch das Kulo bei der Sprachaufnahme frei von Patzern geblieben ist, mit befriedigender Umgebungsgeräusche-Abschirmung. Praktisch: Das Mikrofon ist sofort aktiv und bereit für die Aufnahme, wenn der flexible Arm nach unten geklappt wird. Der Arm ist zwar etwas kurz und behält eine horizontale Justierung nicht bei - und doch bleibt er im Sichtfeld und es ist auf einen Blick klar, wann Chat-Teilnehmer den hauseigenen Streit mit der Freundin mithören können. Ein nettes Bonusgimmick fehlt: An der Spitze des Mikrofonarms wäre eine zusätzliche LED schön gewesen, die den Aufnahmezustand noch deutlicher macht. Beim Roccat Kave sah das auch ziemlich gut aus.
Roccat Kulo Stereo BildRoccat Kulo Stereo BildRoccat Kulo Stereo Bild

Roccat Kulo Stereo
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Thomas Richter am 02 Mai 2011 @ 21:15
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