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Virtual Reality: Special - Zwei Wochen mit der HTC Vive

  Personal Computer 

Einmal eine VR-Brille zu Hause haben. Unser Redakteur Jakob Gustavs hat sich den Traum erfüllt und eine HTC Vive ausgeliehen. Nach zwei Wochen Funkstille ist er wieder in unsere Realität zurückgekehrt und berichtet, wie das Leben mit einem Dimensionsportal in eine andere Welt so ist.

Tausend Mal berührt, tausend Mal ist was passiert

Wie Spongebob Schwammkopf drücke ich Tag für Tag meine Nase gegen die Fensterscheibe, seit ich die Bestätigung bekommen habe, dass die HTC Vive versandt wurde. Gewartet habe ich jedoch vergeblich, denn der sehnsüchtig erwartete Paketbote kommt nicht. Dann, eines Tages, ein Zettel in meinem Briefkasten. Ein Paket wurde beim Nachbarn abgegeben. Also flugs die Treppe hochgesprintet, beim Nachbarn sturmgeklingelt und das Paket entgegengenommen. Es ist riesig. Eingewickelt in Unmengen an Luftpolsterfolie. Normalerweise würde ich die nächsten fünf bis zehn Minuten damit verbringen, die Folie ploppen zu lassen. Doch diesmal wird sie nur achtlos beiseite geworfen. Zu sehr freue ich mich auf die Brille. Ich fühle mich ein bisschen wie ein Kind zu Weihnachten.

Mit großer Sorgfalt packe ich nach und nach den Inhalt des Pakets aus. Eine VR-Brille + Basestation, zwei Controller, zwei Stationen zum Abtasten des Raumes – und Kabel, jede Menge Kabel. Ich fühle mich etwas erschlagen von der Fülle an Technik und blicke mich hilfesuchend nach der Anleitung um, welche sich als A2 großes Faltblatt entpuppt. Doch ich werde enttäuscht. Das Hochglanzpapier beschäftigt sich lediglich mit der Einrichtung des Spielbereichs und versucht mit einer viel zu kleinen Grafik zu veranschaulichen, was alles in dem Paket drin sein müsste. Aber nun gut, ich bin mit meinen nicht allzu vielen Lenzen ja quasi ein "Digital Native", ich krieg das schon hin. Zuerst einen Spielbereich festlegen ... Ich blicke mich in meinem zwar recht großen, aber unaufgeräumten Zimmer um: "Shit ..."

https://www.youtube.com/watch?v=-mxDQycSyDg

Die nächste halbe Stunde verbringe ich damit, zwischen meinem Zimmer und dem Wohnzimmer hin und her zu laufen. Circa 2 x 1,5 m soll der Spielbereich bemessen, die Stationen sollen dabei an gegenüberliegenden Ecken in zwei Metern Höhe angebracht werden und in einem 45-Grad-Winkel nach unten zeigen. Letzten Endes entscheide ich mich dann doch dazu, die VR-Brille in meinem Zimmer anzuschließen. Eine Station wird auf meinem Kleiderschrank platziert, die andere steht auf einem Stativ, welches wiederum auf zwei großen Kartons steht. Zwar hätte ich die Station auch an der Wand befestigen können, jedoch erschien es mir unsinnig, für eine Leihgabe Löcher in meine Wand zu bohren. Als Nächstes die Verkabelung: Insgesamt braucht die HTC Vive fünf Steckdosen (wenn man die Ladekabel für die Controller mitzählt). Nur gut, dass mein Mitbewohner noch eine Verteilersteckdose hat. Die HTC Vive selbst wird über eine kleine Basestation angeschlossen. Insgesamt alles keine große Sache oder gar kompliziert.

Nachdem ich alles angeschlossen und dreimal überprüft habe, beginnt die Stunde der Wahrheit. Ich starte SteamVR, und die Brille springt an. Die nächsten Minuten verbringe ich damit, sowohl die Brille als auch die Controller zu kalibrieren. Erleichterung macht sich in mir breit. Alles funktioniert auf Anhieb. Nun sitze ich in meinem eigenen kleinen VR-Hobbyraum und schaue mich um. Überall stehen kleine Figuren im Regal. An den Wänden sehe ich Bildschirme, über die ich die gewohnten Steam-Funktionen nutzen kann. Das Navigieren durch die Menüs ist mitunter zwar etwas fummelig, aber funktioniert. Innerhalb kürzester Zeit schwinge ich den Controller durch die Luft und installiere Spiele, bewege mich durch den Steamshop und dekoriere mein Zimmer um.

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Jakob Gustavs


 
Jakob Gustavs am 09 Nov 2017 @ 16:12
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