GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Virtual Reality: Special - Zwei Wochen mit der HTC Vive

  Personal Computer 

Dabei wird eines auffällig: Während die Bedienung von SteamVR bis auf wenige Signalstörungen gut funktioniert, ist die Verwendung des gewohnten Desktops mit der HTC Vive eine Katastrophe. Nun mag dies zwar nicht wirklich überraschen, schließlich ist das Gerät dafür auch nicht gedacht, doch sorgt es dafür, dass ich mit hochgeschobener Brille und verrenktem Hals vor dem Monitor sitze, um zumindest einen Teil des Bildschirmes zu sehen und irgendeine Kleinigkeit mit Maus und Tastatur umzustellen. Das ist keineswegs benutzerfreundlich oder gar praktisch. Ist die VR-Funktion allerdings erst nach meinen Wünschen eingerichtet, beschleunigt sich die Verwendung dessen massiv. Das Starten von Spielen könnte nicht einfacher sein und funktioniert stets auf Anhieb. Doch dazu in einem anderen Text mehr.

Eine Befürchtung meinerseits hielt sich jedoch bis zum Ende. Die Vive in Betrieb zu nehmen, ist jedes Mal mit einem gewissen Aufwand verbunden. Zwar in einem völlig akzeptablen Rahmen, jedoch sorgte dies ein ums andere Mal dafür, dass ich mich dagegen entschied, ein VR-Spiel zu spielen, da ich keine Lust hatte, die Stationen anzuschließen – die nämlich über keinen Ausschalter verfügen – und den Weg freizuräumen. Grundsätzlich dauert dies zwar gerade mal eine bis zwei Minuten, doch nach dem Feierabend ist manchmal auch das zu viel.

https://www.youtube.com/watch?v=1w1iw4A9nTg

Zu guter Letzt noch ein paar Worte zu den technischen Details. Ja, die HTC Vive ist im Verhältnis zur Konkurrenz recht schwer. Doch das stört beim Tragen kaum. Viel unangenehmer ist die ungleiche Verteilung des Gewichts. Dieses liegt nämlich zum größten Teil vorn, weshalb man dazu gezwungen ist, die Brille möglichst eng zu ziehen, damit diese nicht runterrutscht. Dies sorgt für lustige, sehr rote Abdrücke in eurem Gesicht, die auch gerne mal eine halbe Stunde lang bleiben. Ebenso nervig ist die steife Verkabelung. Mehr als einmal bin ich an dem frei schwebenden Kabel hängen geblieben, weil es sich nicht vernünftig abrollt. Grundsätzlich kann aber gesagt werden, dass der Tragekomfort akzeptabel ist und es einem ermöglicht, die Brille auch etwas länger zu tragen. Etwas groß fallen vielleicht die Touch-Controller aus. Menschen deren Hände lediglich trumpsche Ausmaße erreichen werden sich mitunter ganz schön verrenken müssen, um an alle Tasten zu kommen.

Fazit von Jakob Gustavs
Die Zeit mit der VR-Brille hat mir erneut vor Augen geführt, dass Virtual Reality nach wie vor nicht ganz in das heimische Wohnzimmer hineinpassen will. Zu unbequem und eingeschränkt ist die Nutzung. Auch der Preis ist mit 700 € nach wie vor viel zu hoch für das, was einem die Vive letzten Endes bietet. Zumal der Geldfluss aus dem Portemonnaie damit noch nicht stoppt. Wer sich einmal durch den Steamshop scrollt, wird schnell merken, dass VR-Spiele durchaus gutes Geld kosten. Das ist auf der einen Seite zwar verständlich, schließlich handelt es sich hierbei um eine recht junge und kostenintensive Technologie. Auf der anderen Seite bieten sie jedoch für den Endverbraucher oft zu wenig Inhalt.

Etwas wehmütig packe ich die HTC Vive wieder zusammen. Auch wenn es noch viele Ecken und Kanten in der Virtual Reality gibt und die Spiele-Auswahl ebenso allenfalls als mager bezeichnet werden kann, so hinterlässt es doch einen Reiz, der einen nicht ganz loslassen möchte. Doch fürs Erste ist meine Neugier gestillt. VR ist einfach noch nicht bereit für die heimischen vier Wände, doch in ein paar Jahren sieht die (virtuelle) Realität vielleicht schon ganz anders aus.

Virtual Reality
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


 


 
Jakob Gustavs am 09 Nov 2017 @ 16:12
oczko1 Kommentar verfassen