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All Points Bulletin - Reloaded: Kontrollbesuch Special

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Aber hey, was will man von einem Online-Shooter auch anderes erwarten? In Battlefield 3 regt sich ja auch keiner auf, dass er ständig nur Flaggenpunkte einnehmen muss. Wer möchte, kann in San Paro auch sein eigenes Ding durchziehen und etwa Schaufenster plündern. Letzteres bringt uns neben ein paar Geldscheinen übrigens auch negative Rufpunkte ein, ebenso wie Vandalismus, Raubüberfälle und das Töten von Zivilisten. Der Clou: Mit jeder Rangstufe steigert sich auch unser Geldmultiplikator. Übertreiben wir's aber, wird auf unseren Kopf eine saftige Belohnung ausgeschrieben. Dann hilft nur noch verstecken oder Verstärkung anfordern.

Geld regiert die Welt

Letztlich dreht sich in APB - Reloaded alles ums Geld. Wir brauchen Geld, um uns neue Klamotten und Waffen zu kaufen. Wir brauchen Geld, um unseren Wagen zu tunen und uns mit besonders schmucken Accessoires zu brüsten. Um etwa schickere Unterhosen freizuschalten, müssen wir bei einem unserer Auftraggeber Eindruck schinden. Weit kommen Spieler der kostenlosen Variante dennoch nicht, dafür werfen die Aufträge viel zu wenig Bares ab - als kostenlose Belohnung winkt meist wertloser Krempel (Tennissöckchen!). Bereits eine Strickmütze kostet mehrere hundert Dollar, eine verlässliche Knarre gleich 30.000! Deutlich schneller kommt man als Premiumkunde an Schotter - oder indem man sich Credits für echte Euro kauft.

Im Klartext heisst das: Wer in APB - Reloaded erfolgreich sein möchte, muss in die Tasche greifen. Aus Free2Play wird so ganz schnell Free2Pay, und das für ein Spiel, das derzeit noch deutliche Fehler aufweist. So ist etwa die Levelarchitektur häufig unfair gestaltet. Besonders die Kriminellen können sich meist einfach auf Dächern oder Containern verschanzen, während die Ordnungshüter vergeblich versuchen, das Gesindel mit Sprengstoff auszuräuchern. Für Ungerechtigkeit sorgen auch die Missionen selbst. Die starten nämlich völlig zufällig und dauern mehrere Phasen an. Blöd nur, wenn man gerade ziellos durch die Pampa kurvt und meilenweit vom Ziel entfernt ist, während die Gegnerpartie bereits fleissig Punkte sammelt.

Hinzu kommen Grafik- und Übersetzungsfehler - ach was: vom gesamten Spiel ist nur ein Bruchteil der Texte überhaupt ins Deutsche übertragen worden. Darüber hinaus beklagen sich viele Spieler über Cheater und Teamkiller. Dafür entschädigt die für ein Online-Spiel hübsche Grafik, die zwar die meisten Büro- und Einkaufskomplexe detailarm und kantig zeichnet, uns aber mit einem Schadensmodell und einer zerstörbaren Strassenumgebung belohnt. Und da das Spiel unheimlich viele Einstellungsmöglichkeiten im Editor liefert, sieht kein Charakter aus wie der andere.

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Mirco Kaempfer am 25 Feb 2012 @ 14:17
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