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Gothic: Rückblick Special

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Piranha Bytes mauserte sich anno 2001 mit ihrem Überraschungshit Gothic vom unbeschriebenen Blatt zu einer der beliebtesten deutschen Spieleschmieden. Ein Sequel samt Erweiterung folgte, die Fangemeinde war begeistert und wartet nun sehnsüchtig auf den dritten Teil der Rollenspiel-Reihe. Grund genug für uns, einen Blick auf Vergangenes zu werfen.

Vorsicht Spoiler:

Falls ihr einen der hier besprochenen Gothic-Teile noch nicht (durch)gezockt habt, raten wir vom Lesen der entsprechenden Zeilen ab. Es besteht Spoilergefahr!

Gothic 1

Im März 2001 erblickte ein Action-Rollenspiel namens Gothic das Licht der Welt. Es gab ja im Vorfeld schon vieles über Piranha Bytes ehrgeiziges Projekt zu lesen. Von einer riesigen Spielwelt ohne Ladepausen und mit Charakteren, die glaubwürdig ihren eigenen Tagesablauf nachgehen, war die Rede. Auf in Echtzeit stattfindende Tag-und-Nacht-Wechsel, welche sich sowohl auf Bewohner als auch auf das Tierreich auswirken, wurde in zig Interviews hingewiesen.

Und das Resultat konnte, wie wir heute alle wissen, auch tatsächlich überzeugen. Als namenloser Held wurdet ihr in ein riesiges Freiluft-Gefängnis geworfen, das von einer magischen und undurchdringlichen Barriere umgeben war. Schnell musstet ihr feststellen, dass weit und breit keine Wärter oder sonstige Ordnungshüter anwesend waren. In der fremden, harten Welt gab es ausschliesslich Gefangene, die sich mit der Zeit in drei Lager aufspalteten und ihre eigenen Gesetze durchsetzten. Erste Anlaufstelle war das Alte Lager, hattet ihr doch vor dem unfreiwilligen Betreten der Gefängniswelt eine Botschaft für das Oberhaupt der Feuermagier erhalten.

Gothic Bild

Um zu ihm zu gelangen, gab es mehrere Mittel und Wege, die völlig eurem Willen überlassen waren. Am einfachsten war es, dem Alten Lager als so genannter Schatten beizutreten. Schatten waren die Unterstufe der Gardisten. Gardisten wiederum stellten die Leibgarde des Lagerführers Gomez. Glücklicherweise hattet ihr direkt am Anfang des Abenteuers einen netten Typen namens Diego kennengelernt, seines Zeichens Schatten, der euch mit guten Ratschlägen zur Seite stand. Er war dann auch derjenige, bei dem ihr eure Aufnahmeprüfung absolvieren musstet. Die Prüfung bestand aus diversen Gefälligkeiten für angesehene Schatten, deren Stimmen ihr für euch gewinnen solltet. So stand etwa ein nahezu aussichtsloser Kampf in der hiesigen Arena auf dem Programm, den ihr allerdings nicht unbedingt gewinnen musstet. Gewaltfreier waren da schon die Laufburschen-Quests, etwa der Kauf einer Waffe für möglichst wenig Goldstücke oder das Auffinden einer vermissten Person.

Die ganz mutigen Zeitgenossen unter euch machten beim ersten Mal einen grossen Bogen um das Alte Lager und erkundeten die gut sechs Quadratkilometer grosse Spielwelt auf eigene Faust. Irgendwann seid ihr zu einer Bergkette gelangt. Davor arbeitete eine Reihe von verwahrlosten Bauern auf einem Reisfeld, umringt von einigen bewaffneten Banditen. Letztere sahen euren noch relativ schwachen Helden, man könnte auch Taugenichts sagen, und verdonnerten ihn gleich zum Arbeiten. Willkommen im Neuen Lager, einer Ansammlung von Anarchisten und Mördern, die sich notgedrungen und aus blankem Überlebenswillen zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen hatten. Eine gute Adresse allerdings, um auf Umwegen Zugang zu den Feuermagiern zu erhalten, indem ihr einfach selbst ein Bandit wurdet und im Auftrag der Neues Lager-Leitung als Botschafter agiert hattet.

Gothic
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Daniel Boll

 
Daniel Boll am 30 Sep 2005 @ 01:28
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