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E-Sport: Interview mit Gamersnet.ch

  Personal Computer 


Frage:

Nun sind sicherlich schon einige auf den Geschmack gekommen. Sag mal, kann man damit auch Geld verdienen, wenn man wirklich gut ist? Wenn ja, wie?

Antwort:

Natürlich. E-Sport lebt vom Schlagwort "Competition". Ohne die ständigen Turniere wäre ein Vergleich nicht möglich und genau dieser Vergleich bestimmt, ob ein Team oder ein Spieler stark oder schwach ist. Wenn Du eine gewisse Professionalität und einige Erfolge aufzeigen kannst, profitiert der E-Sportler von zwei wichtigen Einnahmequellen: Zum einen gewinnt er bei jedem Turnier seine Preise, welche bei grossen Turnieren eine beachtliche Summe an Bargeld bedeuten. Und zum anderen findet er Partner und Sponsoren, welche mit diesem Spieler oder diesem Team auf ihre Produkte aufmerksam machen wollen. Dabei geht es oft auch um triviale Dinge wie dem Monitor, mit welchem der E-Sportler spielt, oder die Grafikkarten, welche das Team verwendet. Diese Werbepromotion lässt sich die Industrie schon etwas kosten, wovon ein Spieler leben kann.

E-Sport Bild

Frage:

Kannst du uns vielleicht schildern, wie sich der "E-Sport" weiterentwickeln wird? Welchen Trend wird dieser neue Sport einschlagen?

Antwort:

Es gibt auf diese Frage keine einfache Antwort. E-Sport ist durch das Aufkommen des Internets entstanden und entwickelt sich mit den gleichen schnellen Schritten vorwärts. Die Meinungen über die Entwicklung sind daher subjektiv - ich persönlich denke aber, dass sich der Schweizer E-Sport ständig an die Entwicklung in Deutschland anlehnt, so dass wir mit Deutschland ein gutes Vorzeigebeispiel besitzen. Der Trend aus meiner Sicht liegt aber ganz klar bei massentauglichen Spielen wie die der EA-Serie. E-Sport definiert sich mit dem Aufkommen von Publikum und dem Interesse, ein Spiel miterleben zu können. Dass dieser Trend auch von grossen Unternehmen gefördert wird, zeigt sich auch bei der neuen Xbox 360, über deren Live-Modus jeder Spieler sich als so genannter Spectator (Zuschauer) in ein laufendes Spiel einlinken kann. Die Zukunft spricht also ganz klar für den E-Sport - es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis ein grosser Anteil der Bevölkerung über dieses Bestehen informiert ist.

Frage:

In letzter Zeit kamen immer mehr Wettbewerbe in Form von der CPL World Tour, dem ES Worldcup und nun den World Cyber Games auf den E-Sportler-Alltag. Kannst du uns vielleicht sagen, wie man sich für diese Events qualifizieren kann? Wird einem der gesamte Aufenthalt bezahlt oder muss man da selbst in die Tasche greifen?

Antwort:

Diese Sachlage ist von Turnier zu Turnier verschieden. Auch hier gilt der Fussball als gutes Vorzeigebeispiel. Es gibt Turniere, wie im Fussball eine Weltmeisterschaft, für welche sich die Besten einer gewissen Qualifikation qualifizieren. Dann gibt es aber auch Turniere, an denen wie in einem Meisterschaftscup alle Spieler teilnehmen können. Dabei funktioniert´s im E-Sport wie im Sport üblich, dass jeder Teilnehmer für solche Turniere eine gewisse Summe für das Einschreiben bezahlen muss. Wenn du dich als Bester deines Faches beweisen konntest, vertrittst du zum Beispiel die Schweiz bei den World Cyber Games. Für diese Anreise und die Unterkunft ist natürlich gesorgt, so dass du dich als Sportler nur noch auf deine wirklichen Aufgaben konzentrieren kannst.

E-Sport Bild

Frage:

Nun zum Schluss noch eine kniffligere Frage. Wird sich der "E-Sport" einmal als richtiger Sport durchsetzen?

Antwort:

Das ist eine Frage der Zeit. Natürlich fällt die Vorstellung schwer, wenn man die E-Sportler in den gleichen Topf wirft wie die Tennisspieler. Aber wenn man genau über die Definition von Sport nachdenkt, muss man einsehen, dass E-Sport genauso ein Teil des grossen Begriffes Sport ist. Wann der E-Sport zum Sport umdefiniert wird, ist abhängig vom Interesse der Wirtschaft. Sprich es ist wie so oft auch eine Frage des Kapitales, welches der E-Sport mit sich bringt. Aber ich beantworte die Frage klar mit JA.

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Daniel Hanin am 18 Okt 2005 @ 14:18
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