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GBase: Special Kolumne "Ende à l'orange"

  Personal Computer 

Wenn Frauen wütend werden, heisst es für uns Männer in Deckung zu gehen. Birgit war zuletzt öfter mal angefressen, weil sie sich beim Abspann der Spiele - nun sagen wir mal vorsichtig - etwas veräppelt vorkam. Kein Wunder, dass sie sich da mal Luft machen musste in ein paar Zeilen..

So ein Ende kann schon merkwürdig sein. Meine Güte, wenn ich in einen Kinofilm gehe, erwarte ich mittlerweile schon regelrecht, dass am Ende ein Cliffhanger kommt und ich mir noch einen Teil ansehen muss, damit ich weiss, wie es weitergeht. Ich sage nur Fluch der Karibik 2. Sowas ist doch voll ätzend! Doch auch wenn ich in einem Computerspiel beim Abspann "to be continued" lese, dann ärgere ich mich schon sehr. Ich will ein in sich abgeschlossenes Produkt! Wenn da schon ein "Fortsetzung folgt" auf dem Bildschirm flimmert, dann sollen die Entwickler wenigstens auf ihren hübschen Verpackungen vermerken, dass es sich hierbei um eine mehrteilige Serie handelt, bei Büchern klappt das doch auch!

Gerade bei Adventures fällt mir dies in letzter Zeit häufiger auf. NIBIRU, RUNAWAY 2, DREAMFALL oder auch andere Kandidaten waren zwar spielerisch unterhaltsam bis grossartig, aber das Ende hat dann oftmals einen extrem bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Daher mein Neujahrswunsch: bessere Enden für Adventures! Gebt uns eine schöne Auflösung der Geschichten, lasst die Heldin sterben oder gebt ihr ein Happyend! Lasst uns weinen oder lachen! Aber lasst verdammt noch mal keine Fragen offen und macht keinen "Fortsetzung folgt"-Schabernack mehr mit uns!

Ab und an haben wir den Eindruck gewonnen, dass die Spiele mit zunehmender Spieldauer auch eintöniger wurden. Aber nicht, weil man sich zu sehr an den Ablauf oder die Spielmechanik gewöhnt hatte, sondern weil vielmehr keinerlei Ideen und Esprit mehr zu erleben war. Das Spiel hatte seine "Seele" verloren und man klickte sich nur noch genervt bis zum Ende der Kapitel durch. Das muss doch nicht sein! Gerade im Adventure-Genre sind doch gute Spiele lange im Gespräch bei den Fans, dienen selbst über einige Jahre als Vorbilder für andere Spiele, die sich dann daran messen müssen.

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Wie sonst ist es zu erklären, dass Namen wie Maniac Mansion oder Monkey Island uns immer noch Schauder der Ehrfurcht bescheren? Im Jahr 2007 sind wieder einige tolle Abenteuer zu erwarten. Auch neue Thematiken mit erwachsenerem Anspruch werden angegangen. Spiele wie Overclocked oder Reprobates könnten ernsthafte Kandidaten für grossartigen Spielspass werden. Und ob Simon the Sorcerer wohl im vierten Teil zu alter Magie-Stärke zurückfindet? Und wie steht es um Belief&Betrayel, Aura2, The Abbey und Culpa Innata? Alles Projekte, die uns spannende Stunden versprechen voller Rätsel und Abenteuer. Aber bitte liebe Entwickler, macht es nicht durch strunzdoofe Spielenden kaputt! Gebt dem ENDE eine Chance!

Eure Birgit
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Markus Grunow

 
Markus Grunow am 31 Dez 2006 @ 01:23
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