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GBase: Special Kolumne "Seniorenclub"

  Personal Computer 

Vor kurzem gab es ein Treffen älterer Herrschaften in unserem Forum. Da versammelten sich Spieler, die allesamt in den Siebzigern geboren wurden. Wann man so will, war es ein Geheimtreffen der anonymen Daddel-Senioren. Das war mal wieder einer dieser Momente, in denen ich mir selbst die Frage stellte: "Wirst du mit vierzig auch noch spielen?" Okay, das sind gerade mal viereinhalb Jahre bis dahin. Da kann ich noch belustigt zustimmend nicken. Aber was ist zehn Jahre später? Mit fünfzig noch begeistert vor der Kiste sitzen und mit Maus und Gamepad Monster besiegen oder den Tennisschläger virtuell schwingen? Kann das möglich sein? Ja, es kann! Denn ich bin mir sicher, dass sich die Spieleindustrie auf diese ältere Generation allmählich ausrichten wird.

Doch was heisst das nun? Werden Schwierigkeitsgrade angepasst für ältere Semester? Gibt es demnächst statt Leicht, Normal und Schwer noch den Spielmodus Opa? Nein, so weit wird es nicht gehen. Doch es wird nach meinem Dafürhalten mit grosser Wahrscheinlichkeit Spiele geben, die sich eher an die ältere Generation richten. Bereits jetzt befinden sich auch schon Titel in der Entwicklung, die den Ansprüchen älterer Spieler ebenso gerecht werden wollen wie der jüngeren Generation. Als Beispiel sei hier nur Bioshock genannt, welches mit seinem spielerischen Anspruch an Klassiker wie System Shock erinnern möchte, grafisch aber auch Neulinge anlocken wird. Auch bei Strategie-Spielen erleben wir derzeit eine Wiedergeburt der klassischen Hexfeld-Schlachten, und Spielspass-Perlen wie das gute alte Tomb Raider oder Die Siedler werden neu aufgelegt.

Aber gibt es überhaupt einen Unterschied zwischen älteren und jüngeren Spielern? Ich behaupte ganz einfach mal frech: Ja, den gibt es tatsächlich! Denn wenn ich überlege, wie ich mit dreizehn oder vierzehn Jahren Videospiele erlebt und gespielt habe und dies mit meinen heutigen Aktivitäten vergleiche, dann ist dies schon ein krasser Unterschied. Und das nicht nur, da ich die Spiele für GBase oftmals als Produkte ansehe, über die ich Rezensionen schreibe. Mein Spieltrieb hat sich massiv verändert. Früher gab es für mich nach der Schule nichts Wichtigeres, als mich vor die Kiste zu hocken und meine Sportspiele zu zocken. Während der Schulaufgaben lief im Hintergrund der Football Manager, der mich immer ein paar Sekunden von meinen Übungen ablenkte. Ich vergass oftmals Zeit und Raum, war den Spielen verfallen, bis ich endlich ins Bett geschickt wurde. Und selbst dann hab ich noch darüber nachgedacht, wie ich beim nächsten Mal besser sein kann.

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Markus Grunow

 
Markus Grunow am 13 Mai 2007 @ 10:22
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