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Dies und das: Socialspiel - Interview mit Helmut Hutterer

  Personal Computer 

"Social Gaming ist ein richtiges Massenphänomen"


GBase: Wie interessant sind Lokalisierungen im Social Games Bereich?

Dadurch, dass Social Gaming ein richtiges Massenphänomen ist, extrem wichtig, ich denke es ist so wichtig wie lokalisiertes Fernsehen. Deshalb wird Push auch demnächst auf Deutsch und Holländisch verfügbar sein. Weitere Sprachen sind ebenfalls geplant.

GBase: Ihr kommt ja alle aus der klassischen Spieleentwicklung, wo sind die Unterschiede bei der Entwicklung eines Social Games?

Bei Social Games gibt es im Gegensatz zu klassischer Spieleentwicklung viele Dinge, um die man sich zusätzlich kümmern muss. Bei einem kleinen Unternehmen wie uns muss sich jeder im Team mit Dingen wie Marketing, Community Management und dem Business Modell selbst auseinander setzen. Wir sprechen quasi direkt mit unseren Spielern und kommunizieren über das Spiel mit ihnen und sie durch ihr Spielverhalten mit uns. So ist es uns möglich Tendenzen schnell zu erkennen und darauf zu reagieren. Dinge, die nicht direkt mit der Entwicklung des Spiels zu tun haben werden im Normalfall bei der klassischen Entwicklung vom Entwicklungsteam komplett fern gehalten. Das macht es oft schwierig bestimmte Interessen, die weniger mit dem kreativen Aspekt der Spieleentwicklung zu tun haben aber genau so wichtig sind, zu verstehen. Dadurch entstehen leider oft negative Stimmungen und Konflikte - zumindest habe ich das in 10 Jahren oft so mit erlebt. Auf der anderen Seite herrscht oft extrem grosses Unverständnis, gegenüber dem entwickelndem Team, von Seiten des Marketings, Produktmanagements, Vertrieb, etc.

Darüber hinaus verhalten sich Spiele im Web wie ein Service, das heisst es ist möglich sein Spiel relativ einfach und schnell zu verbessern. Diese Tatsache der ständigen Verbesserung macht schon sehr viel Spass und birgt einfach Möglichkeiten, die man sonst nicht hat.

Dies und das Bild

GBase: Welche Rolle spielen klassische Spieleentwickler am Social Games Markt?

Wenn eintritt was viele in der Industrie glauben, nämlich das Social Networks und das Web sich immer mehr als Spieleplattformen etablieren, dann wird sich sowohl was das Design und die Komplexität betrifft, sowie technisch noch viel tun. Da hat man als erfahrener Entwickler sicher keinen Nachteil, eher im Gegenteil. Menschen, die im Web spielen, entwickeln sich auch als Konsumenten weiter. Ich denke bald wird jeder spielen und bald wird die Nachfrage auch auf Facebook und Co. nach anspruchsvollen Games stark ansteigen.

Das Medium Spiele verändert sich schneller als jemals zuvor. Das macht es schwerer für die Industrie aber gleichzeitig auch interessanter für Menschen, die Spiele entwickeln. Persönlich bin ich sehr gespannt was Google im Bereich Spiele vor hat.

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Erik Beyer am 22 Okt 2010 @ 10:12
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