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Dies und das: Next g Reportage 2011

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Alte Bekannte: Jagged Alliance Online & Patrizier Online

Mit Jagged Alliance Online und Patrizier Online hat gamigo zwei heisse Eisen im Feuer, auf die die Fans schon sehnsüchtig warten. Beide Spiele erleben zwar derzeit ein Einzelspieler-Revival, doch mehrspielertauglich sind sie bislang nicht. Das will gamigo nun ändern.

In Jagged Alliance Online werdet ihr mal wieder als Anführer eines Söldnertrupps in irgendwelchen unbekannten Bananenstaaten mit einem skrupellosen Diktator an der Spitze tätig. In eurem eigenen Hauptquartier könnt ihr eure bezahlten Kämpfer mit neuen Waffen ausrüsten und sie vor dem nächsten Einsatz einem Training unterziehen. Euer HQ lässt sich mit der Zeit und dem nötigen Budget allmählich aufwerten. Auch das Herstellen und Verbessern der zahlreichen Schiesseisen, Stichwort Crafting, soll nicht zu kurz kommen. Habt ihr euch erst einmal für eine Mission entschieden, wechselt das Spiel automatisch in eine 2,5D-Ansicht. Wie bei den schon inzwischen betagten Vorgängern, steuert ihr eure Söldner nun direkt. Jede Aktion, etwa das Bewegen an sich oder auch zum Beispiel das Entschärfen von Sprengstofffallen, kostet Bewegungspunkte. Sind letztere für die aktuelle Runde aufgebraucht, wird zum nächsten angeheuerten Kämpfer gewechselt, bis der Gegner am Zug ist. Letzterer ist entweder die KI oder ebenfalls ein menschlicher Spieler. Mit alleine über sechs Monaten Entwicklungszeit für die künstliche Intelligenz, verspricht gamigo aber durchaus klug agierende PC-Kameraden. Auch ein kooperativer Modus, in welchem ihr mit einem befreundeten Kommandanten gegen die CPU spielt, ist geplant.

Dies und das Bild
Trotz der Feature-Fülle soll Jagged Alliance Online komplett im Webbrowser dargestellt werden. Die verwendete Technik bietet Platz für bis zu 1.000 Spieler pro Server. Neben reinen Tagesmissionen, plant der Entwickler auch einige Nachtszenarien mit besonders hübschen Effekten. Bis zur Veröffentlichung im 3. Quartal 2011 bleibt aber noch genügend Zeit für die weitere Entwicklung, denn bislang konnte uns gamigo noch keine lauffähige Fassung zeigen. Dafür machen Screenshots schon definitiv Lust auf mehr.

Patrizier ist ebenfalls eine altbekannte Marke unter PC-Spielern. Mittlerweile weilt zwar der ursprüngliche Entwickler und Publisher Ascaron nicht mehr unter uns, die Spielidee existiert aber weiter. Mit Gaming Minds haben sich sogar die alten Entwickler unter neuem Namen wieder vereint. Das derzeit in Arbeit befindliche Online-Spiel stammt allerdings aus der Feder von Funatics.

Obwohl Patrizier Online nur für den Browser ausgelegt sein wird und sämtliche Inhalte direkt gestreamt werden, will das Entwicklerstudio keinesfalls auf Features verzichten. Ganz im Gegenteil. Satte 400 Städte soll es dieses Mal an der Nord- und Ostseeküste zu entdecken geben. Jedes Dorf verfügt dabei über Rohstoffe und Produkte, die vor Ort direkt abgebaut beziehungsweise hergestellt werden. Als Mitglied der Hanse obliegt es nun euch, Handelsrouten auszuarbeiten und möglichst profitabel Waren von A nach B zu verschiffen. Nur wer günstig einkauft, streicht bei einer grossen Nachfrage auch ordentlich Gewinn ein. Die Optik erinnert in grossen Teil an das im letzten Jahr erschienene Patrizier IV. So lassen sich komplexe Warentransaktionen mit wenigen Mausklicks vollführen. Ob am Ende Verlust oder Gewinn zu erwarten ist, zeigt eine kleine Zahl komfortabel an.

Dies und das Bild
Als freier Händler könnt ihr natürlich gleich das gesamte Gebiet der Hanse abschippern und euch auf die Suche nach den günstigen Preisen für die wertvollsten Güter machen. Doch diese Reise per Schiff dauert lange und kostet Geld. Einen Zeitbeschleuniger gibt es natürlich nicht und so dauert es schon einmal mehrere echte Zeitstunden, bis ihr einen Hafen erreicht. Im Spiel selbst vergehen natürlich während dieser Zeitspanne Wochen oder gar Monate. Es sei also wohl überlegt, wohin ihr eure Waren verschifft. Das Handels- und Warensystem wird übrigens komplett von den Spielern am Leben erhalten. So kann es durchaus passieren, dass ein Konkurrent dringend benötigte Waren viel schneller zum Ziel bringt, als ihr. Ausserdem könnt ihr innerhalb von Städten Gebäude zur Produktion errichten oder eine politische Laufbahn einschlagen und so zum Gebieter eines ganzen Servers aufsteigen.

Daniel Dumont, der Vater von Spielen wie Port Royale und den älteren Patrizier-Abenteuern, ist massgeblich in die Entwicklung involviert und wird hoffentlich dafür sorgen, dass der Titel an die Komplexität der Vorgänger anknüpfen kann.

Ersteindruck von Alexander Boedeker
Mit Jagged Alliance Online und Patrizier Online hat gamigo zwei heisse Eisen im Feuer, die später in diesem Jahr kostenlos unters Volk gebracht werden. Da heutzutage jeder Rechner mit einem Browser ausgerüstet ist, dürften hohe Spielerzahlen gewiss sein. Letztere werden auch dringend benötigt, um die Welt von Patrizier Online möglichst abwechslungsreich zu gestalten, denn KI-Händler gibt es nicht. Dafür dürfte ein echter Run auf die lukrativsten Geschäfte entstehen und ein wahrer Konkurrenzkampf entfacht werden, den man sich bei den Vorgängern immer gewünscht hat.

Nicht minder gespannt blicken wir auf die Veröffentlichung von Jagged Alliance Online. Das Jagged Alliance-Franchise hat in den letzten Jahren, trotz zwar hervorragender Spiele, stark gelitten. Das liegt vor allen Dingen daran, dass ein oft versprochener 3D-Teil immer wieder verschoben oder gar komplett eingestellt wurde. Mit den schon jetzt bekannten Features, dem Mix aus 2D- und 3D-Grafiken und dem Anschaffungspreis von 0,00 Euro könnte Jagged Alliance Online durchaus ein Hit werden.

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Alexander Boedeker am 22 Mrz 2011 @ 19:54
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