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BenQ FP93GX+: Hardware Test

  Personal Computer 

BenQ verkauft sein Modell FP93GX+ als den Bildschirm für Spieler. Mit einer Verzögerungszeit von 2 Millisekunden (grey-to-grey) sollten Schlieren in schnellen Actionspielen tatsächlich der Vergangenheit angehören. Mal gucken.

BenQ FP93GX+ Bild

Für etwas mehr als 200 Euro ist der Gamer-Bildschirm von BenQ aktuell zu haben. Einigen Foren und Userberichten ist zu entnehmen, dass mit dem 19-Zoller FP93GX+ dem anspruchsvollen Spieler tatsächlich ein gutes Stück Hardware geboten wird. Für GBase natürlich Grund genug, der Sache nachzugehen und subjektive Erfahrungen mit dem Gerät zu beschreiben.



Alles im Rahmen

Mit silbernem Kopf steht der Bildschirm nach dem Auspacken schwarzen Fusses auf dem Schreibtisch. Der Fuss muss zunächst an der Panel-Rückseite eingesteckt werden, um den Bildschirm halten zu können. Eine kleine Kunststoff-Öse an der Rückseite dient als behelfsmässige Kabelführung. Nicht gerade wenig Stellfläche beansprucht der schwarze Fuss. Dafür gibt's aber ausreichend Halt. Positiv fällt der sehr schlanke Rahmen des TFT-Bildschirms auf. Mit gerade mal maximal 1,5 Zentimetern Rahmenstärke gehört das Display mit zu den sparsamsten auf dem Markt. Ideal, wenn beispielsweise mit drei Monitoren dicht gedrängt nebeneinander im Triple-Monitor-Betrieb über Matrox' TripleHead2Go gearbeitet wird.

Das raumsparende Gehäuse bietet kaum Platz für weitere Extras. Die Rückseite hat Anschlüsse für einen VGA-, einen DVI-D- (digital) und einen Stromanschluss. Das war's auch schon. Kein USB-Hub. Keine Lautsprecher. Keine Webcam. Aber darauf kommt's dem Gamer im Zweifelsfall auch gar nicht an. BenQ verkauft sein Gerät zu einem vernünftigen Preis. Hauptsache, die Bildqualität stimmt. Die ersten Tests, angeschlossen über den älteren VGA-Anschluss, waren wenig überzeugend. Textunschärfen und ein gelbstichiges Weiss trübten den Eindruck. Im Vergleich mit einem direkt daneben aufgestellten LG L1740PQ hinkte der BenQ in Sachen Bildqualität deutlich hinterher. Gründe dafür waren dann aber tatsächlich nur in der verwendeten Anschlussart zu finden. Sobald der BenQ über den digitalen DVI-D-Eingang mit der Grafikkarte verbunden worden ist, war das Resultat ein gestochen scharfes Bild. Hervorragend!

Im unteren Bildbereich ist das Weiss nach wie vor ein kleines Bisschen gelbstichiger als auf der oberen Bildhälfte. Das Bild wirkt demnach nicht hundertprozentig homogen und gleichmässig ausgeleuchtet. Prüfungen mit schwarzem Hintergrund machen dann auch einen Lichthof im unteren Bereich des Bildschirms und einen abgeschwächteren am oberen Bildrand deutlich. Keine Seltenheit bei TFT-Bildschirmen und in diesem Fall nicht besonders auffällig.

Schliert nicht

Mal schauen, wie sich BenQ's Gamer-Modell in Spielen schlägt. Counterstrike? Nahezu perfekt. Sega Rally? Spitzen Bildwerte. Crysis? Keine Mängel festzustellen. In der Tat hält der Monitor das, was der Hersteller verspricht: in schnellen Actionspielen sind so gut wie keine Schliereneffekte sichtbar. Mit der Monitor-Testsoftware von Eizo werden leichte Schlieren bei herabfallenden Quadraten erst ab einer Geschwindigkeit von 400 Pixeln pro Sekunde sichtbar. Deutlichere Schlieren sind bei 800 Pixeln pro Sekunde zu erkennen. Für einen TFT-Bildschirm sind das sehr gute Werte. Auch die Farben und Kontraste sollten in der Preisklasse keine Wünsche offen lassen. Subjektiv betrachtet ist der Monitor seine rund 200 Euro also wert.

Am vorderen, unteren Bereich des Bildschirms sind sechs Bedienknöpfe für Kalibrierungsarbeiten angebracht. Das Menü ist übersichtlich gehalten und die Knöpfe weisen einen festen Druckpunkt auf. Etwas problematisch wird die Navigation, wenn der Arbeitsbereich nicht ausreichend beleuchtet ist. Denn die Symbole zur Kennzeichnung der Knopffunktionen sind ins Gehäuse eingelassen und haben damit das gleiche Silber wie der Rahmen.

BenQ FP93GX+
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Thomas Richter

 
Thomas Richter am 25 Nov 2007 @ 13:12
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