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Gothic: Rückblick Special

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Da wollte es natürlich gut überlegt sein, eine grosse Fresse zu riskieren oder immer brav zu allem ja und amen zu sagen. Möglich war das natürlich, denn in Gothic konntet ihr primär über die Dialoge mit den Charakteren den Spielverlauf beeinflussen. Doch wie in der realen Welt galt auch innerhalb der Barriere, nicht auf Risiko zu spielen und das Gegenüber genau einzuschätzen. Nicht selten endete eine verbale Auseinandersetzung in einem Kampf, und oft war es nicht euer Kontrahent, der danach regungslos im Dreck lag und zu allem Überfluss auch noch ausgeraubt wurde.

Spirituelle und weniger gewaltbereite Naturen waren im weit weg liegendem Sektenlager am besten aufgehoben, obschon es gerade für Einsteiger eine grosse Herausforderung war, dort aufgenommen zu werden. Der Weg vom Sumpfkraut rauchenden Novizen zum Templer, der Leibwache der Gurus, war steinig. Das Sektenlager war in einem gefährlichen Sumpfgebiet angesiedelt und betete eine Gottheit namens Schläfer an. Genau dieser Schläfer war es, den ihr am Schluss besiegt und damit gleichzeitig der Magiebarriere ein Ende gesetzt hattet.

Gothic Bild

Natürlich hattet ihr euch davor fortgebildet, konntet die verschiedensten Waffengattungen wie Armbrüste, Bögen, Schwerter und Äxte ausprobieren und euch mit Magie beschäftigen. Um immer stärkere Waffen nutzen zu können, musstet ihr euren Helden mittels Lernpunkten in Sachen Geschick und Stärke aufbessern. Für einen professionelleren Umgang mit dem Kampfgerät konntet ihr ausserdem eure Fähigkeiten im Umgang mit Einhand-, Zweihand- und Fernwaffen meistern. Lernpunkte gab es, sobald ihr durch die Erfüllung von Quests und der Tötung von Feinden genügend Erfahrungspunkte gesammelt hattet und schliesslich eine Stufe aufgestiegen seid. Angehende Magier konnten sich entsprechend auf Spruchrollen und Zauber-Runen konzentrieren, deren Nutzung möglichst hohe Mana-Werte voraussetzte.

Im Endeffekt bot Gothic ein Rollenspiel-Erlebnis der erfrischend anderen Art. Schreckte es den einen oder anderen zunächst durch die gewöhnungsbedürftige Tastatur-und-Maus-Steuerung aus der Third-Person-Perspektive ab, faszinierte es im nächsten Moment mit scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten. Die Spielwelt wirkte einfach in sich stimmig und glaubwürdig. Da waren die Buddler, die sich nach der Arbeit im Mondlicht vor einem Lagerfeuer versammelten und ein Bierchen tranken. Nicht zu vergessen die wütenden Typen, die euch durchs halbe Lager verfolgten, weil ihr sie bestohlen oder beleidigt hattet. Oder die freudigen Momente nach einem Levelaufstieg oder dem Ergattern besonders starker Ausrüstungsteile. Und die Situationen, in denen ihr nur knapp einem Rudel Wölfe oder einem mächtigen Schattenläufer entkommen konntet. Erwähnenswert auch, wie viele sympathische und freundlich gesinnte Charaktere ihr gegen Ende kennenlernen durftet. Schatten Diego, Bandit Lares, Novize Lester und natürlich der geheimnisvolle Magier Xardas.

Gothic
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Daniel Boll am 30 Sep 2005 @ 01:28
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