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Splinter Cell: Interview mit Grégoire Gobbi

  Personal Computer 

GBase:

Splinter Cell wird oft mit Metal Gear Solid vergleichen. Was halten Sie von diesem Vergleich?

Grégoire Gobbi:

Wir betrachten es sicher als nichts negatives, denn wir alle respektieren die Arbeit von Hideo Kojima. Beide Games haben Gemeinsamkeiten, beispielsweise das Genre und wollen schlussendlich dem Spieler gute Unterhaltung bieten. Was mich etwas stört ist, dass Splinter Cell als Metal-Gear-Solid-Killer bezeichnet wird. Das find ich ist fehl am Platze, denn wir wollen nichts killen, Splinter Cell steht für sich alleine, schliesslich gibt es genug Platz für beide Games.

Splinter Cell Bild

GBase:

Inwiefern unterscheiden sich Splinter Cell und Metal Gear Solid?

Grégoire Gobbi:

Sicher durch das viel realistischere Szenario aus dem Tom Clancy Universum. Das Game spielt zwar auch in der Zukunft, aber die Geschichte ist viel realistischer als die Geschichte von Metal Gear Solid. Ausserdem wollten wir dem Spieler viel mehr Freiheiten bieten. Wir stellen zu einem grossen Teil nur die Regeln auf und überlassen es dem Spieler, wie er die Sache angeht.

GBase:

Muss der Spieler kämpfen, um vorwärts zu kommen oder kann er die Konfrontation auch vermeiden?

Grégoire Gobbi:

Manchmal wird es unumgänglich sein, dass der Spieler auch kämpfen und töten muss, weil es Teil der Mission ist. Aber zu einem grossen Teil bleibt es dem Spieler selber überlassen, wie er vorgehen will. Wir empfehlen jedoch möglichst nicht aufzufallen und zu töten, weil das Spiel sonst schwerer wird.

GBase:

Es ist möglich, Gegner als Geiseln zu nehmen. Wie verhalten sich dann die Gegner, werden sie weiterhin schiessen, mit dem Risiko die Geisel zu verletzen oder werden sie das Feuer komplett einstellen?

Grégoire Gobbi:

Das steht im Zusammenhang mit dem Rang der Geisel. Wenn der Spieler einen einfachen Soldaten als Geisel nimmt, werden die anderen Soldaten weiter schiessen. Nimmt man einen Offizier als Geisel, stehen die Chancen sehr gut, dass sie das Feuer einstellen, um die Geisel nicht zu gefährden.



GBase:

In wie weit war Tom Clancy in die Entwicklung von Splinter Cell mit einbezogen?

Grégoire Gobbi:

Er hat vor allem die Hintergrundgeschichte überwacht. Mit dem Gameplay hatte er nichts zu tun, er hat vor allem das Szenario bewertet, damit das Spiel glaubwürdig bleibt.

Splinter Cell Bild

GBase:

Was können Sie uns über den Hintergrund der Hauptfigur Sam Fisher sagen?

Grégoire Gobbi:

Sam ist ein typischer Clancy-Charakter. Ein Kriegsveteran und man würde ihn als "though guy" bezeichnen, ohne dass er jedoch irgendwie naiv oder dumm wirkt.

GBase:

Also in Richtung Jack Ryan?

Grégoire Gobbi:

Nein, er ist mehr ein Action-Held. Er hat aber einen ähnlichen Humor wie Jack Ryan und er hat eine ähnlich zynische Einstellung, was das Verhalten von Politikern betrifft. Er hat aber deutlich mehr Felderfahrung und ist wie gesagt ein Soldat, während Jack Ryan eher ein Wissenschaftler ist.

GBase:

Wie realistisch, glauben Sie, ist Splinter Cell?

Grégoire Gobbi:

Das Szenario an sich ist hoffentlich nicht besonders realistisch. Aber das Setup und das ganze Umfeld von Sam sind es und ich denke es gibt ziemlich sicher einen Typ wie Sam Fisher da draussen, der Probleme für seine Regierung löst.

GBase:

Wird es einen Multiplayer-Modus geben?

Grégoire Gobbi:

Multiplayer ist sicher ein interessanter Aspekt, da aber das Spiel vom Stealth-Prinzip lebt, bietet es sich nicht so ohne weiteres an. Wir glauben, dass ganze Spielprinzip würde zusammenbrechen, wenn wir einfach einen Multiplayer-Modus einbauen.

GBase:

Wir bedanken uns herzlich für das Interview!

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Admin

 
Admin am 31 Mrz 2005 @ 14:14
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