GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Ape Escape: Review

  Playstation 3 

Das 3D-Plattformspiel Ape Escape war vor zwölf Jahren der erste PSOne-Titel, der einen DualShock-Controller mit Analogsticks zwingend voraussetzte. Nur so konnte man den Hüpfer mit dem Jungen Spector überhaupt erleben. Von daher ist der Neustart der affigen Serie auf der PlayStation 3 nur konsequent: Ohne Move-Controller klappt es nicht mit der Jagd nach ausserirdischen Affen. Deswegen ist Ape Escape aber noch lange keine grossartige Sehenswürdigkeit.

Affen! Überall Affen!

Im offiziellen Debüt für die PlayStation 3 gilt es, eine Invasion schrulliger Affen irgendwo in Japan aufzuhalten. Die Primaten im Miniformat kommen in Raumschiffen auf die Erde und beginnen schnell, die Menschen zu nerven. Aber richtig, denn sie haben nur Unsinn in ihren von bunten Murmeln gefüllten Köpfen. Aber sind die Affen wirklich aus dem All auf dem blauen Planeten gestrandet? Das erfährt man im Verlauf der 15 Abschnitte. Ja, eine richtige Geschichte besitzt Ape Escape auch, diese wird überraschenderweise in einem prächtigen Animestil erzählt. Die Zwischensequenzen auf TV-Serienniveau sind überaus stimmig und gefallen vor allem Fans japanischer Zeichentrickkunst. Sicher, die Handlung ist albern, aber unterhaltsam genug, um zu motivieren.

Auf Schienen

Das Spielkonzept ist dagegen recht infantil gehalten. Statt sich frei durch die sieben Szenarien zu bewegen, setzte man den Helden der Geschichte auf Schienen. Ape Escape ist also ein Railshooter, bei dem man automatisiert durch die Landstriche fährt. Das Ziel ist stets, möglichst alle Affen einzufangen, bevor sie noch mehr Chaos anrichten. Standardmässig ist man mit einem Kescher ausgerüstet, doch dieser alleine genügt nicht, denn auch Roboter und andere Maschinen müssen bezwungen werden. Mit dem Smasher, eine Art Fächer, haut man auf die Kontrahenten ein, hält heranrennende Affen auf Abstand oder sammelt Bananen ein, die in der Gegend herumschwirren. Mit einer Schleuder holt man wiederum UFOs vom Himmel, betäubt Affen aus der Entfernung oder stibitzt ihnen zuvor gesammelte Bananen. Ein mächtiges Werkzeug ist ein Sauger, der alle Affen, Bananen oder Boni in der Nähe aufnimmt. Zuvor muss man aber Batterien für das praktische Hilfsmittel gefunden haben. Neben diesem Affenvakuum gibt es noch einen amüsanten Bananenschläger, der ebenfalls nur zu bestimmten Zeiten verfügbar ist.

Die Anzahl der Möglichkeiten ist sehr überschaubar, was auch nicht wundert. Die 15 Levels sind zwar in mehrere Schwierigkeitsgrade unterteilt, aber sehr schnell durchgespielt. Besonders herausfordernd ist Ape Escape wahrlich nicht, zumal sich die Kernelemente ständig wiederholen. Dass man manchmal an Orten stehen bleibt und sich nach links und rechts umschauen kann, macht den Titel nicht anspruchsvoller. Von einer ernsthaften Abwechslung im Verlauf der drei, vier Stunden kann also beim besten Willen nicht die Rede sein. Ein winziger Trost ist der niedrige Preis von zirka 30 Euro. In Anbetracht der kurzen Spielzeit relativiert sich dieser vermeintliche Vorteil allerdings.

Ape Escape
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Sven Wernicke


Ape-Escape


Ape-Escape


Ape-Escape


Ape-Escape


Sven Wernicke am 29 Jun 2011 @ 19:03
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen