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Army of Two - The 40th Day: Review

  Playstation 3 

Es ist eigentlich ziemlich schade, dass Army of Two vor knapp anderthalb Jahren nicht ganz gross rausgekommen ist. Wobei das für Deutschland sogar übertrieben ist: Dort kam der knallige Shooter mit den beiden maskierten Hauptdarstellern überhaupt nicht auf den Markt. Das lag weniger am losen Mundwerk von Salem und Rios, sondern an der etwas drastischen Gewaltdarstellung. Brachte man dort Menschen um, klingelte die Kasse, und auch ansonsten wurde nicht gerade zimperlicher Umgang mit der Umwelt gepflegt. Dennoch wurde das Potenzial von den Actionfans erkannt, so dass man nun einen Nachfolger ins Schlachtfeld schickt. Lammfromm sind die beiden aber immer noch nicht geworden, auch wenn sich manchmal bei ihnen die Moral erhebt.


Gerade hart arbeitende Menschen haben Urlaub ab und an bitter nötig. Und beinahe wie Urlaub sollte für Elliot Salem und Tyson Rios der kommende Auftrag in Shanghai sein. Mittlerweile als selbständige Soldaten unterwegs, kommen die beiden gerade in der chinesischen Metropole an, als um sie herum die Hölle losbricht. Der Terror hat die Stadt nicht nur einfach im Visier, sondern umklammert sie mit eiserner Hand. Ganze Strassenzüge werden aufgerissen und lassen Wolkenkratzer wie Dominosteine gegeneinander fallen. Rios und Salem müssen zusehen, wie sie schnellstmöglich das Land verlassen können. Am besten natürlich, wenn man sich mit roher Gewalt den Weg durch die bösen Buben bahnt und dabei auch noch so manches lukratives Geschäft abschliesst.

Wenn man Berufliches miteinander teilt, muss man sich aufeinander verlassen können. Das weiss unser Heldendoppel nicht erst seit gestern. Schon im ersten Teil musste man zu zweit die heftigsten Gefechte überstehen. Dabei helfen nicht nur dicke Knarren und allerlei explosives Spielzeug, sondern auch Taktik. Diese manifestiert sich in der typischen und schon in Teil 1 bewährten Aggro-Strategie: Während ein Spieler einen Heidenkrawall mit seiner Wumme veranstaltet, verhält sich der andere Söldner umso stiller. Damit lässt es sich nämlich am besten an die Feinde heranschleichen, um sie von der Seite zu flankieren. Eine solche Überraschung haben die Angreifer meistens nicht erwartet und befinden sich dann auch drei bis vier leer geballerte Magazine später bereits auf dem Weg zu ihren Schöpfer.

Army of Two - The 40th Day Bild
Solche Schleichereien sind auch dann von Nutzen, wenn es um die Befreiung von Geiseln geht. Die Terrortruppe hat überall in der verwüsteten Stadt Zivilisten gefangen genommen und beginnt allmählich, sie zu exekutieren. Salem und Rios ist es dabei selbst überlassen, ob sie tatenlos mit ansehen, wie Unschuldige draufgehen, oder ob sie zur Befreiung schreiten. Misslingt die Rettung, so wird ihr moralischer Wert dabei in den Keller gezogen, hat ihr Plan Erfolg, geht es mit der Gesinnung bergauf. Da man aber einen Batzen Kohle einstreicht, ist es sonnenklar, welchen Weg die geschäftstüchtige Söldnerseele einschlagen wird. Auch andere Entscheidungen können die Moral beeinflussen. Die Konsequenzen werden danach im Comic-Stil kurz geschildert. Einen Einfluss auf das weitere Spiel hat eine Tendenz zum Guten oder Bösen dabei trotzdem nicht. Schade, denn hier hätte man mehr draus machen können

Army of Two - The 40th Day
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Martin Weber


Martin Weber am 19 Jan 2010 @ 16:16
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