GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Assassin's Creed Odyssey: Review

  Playstation 4 

Eine der wohl zugkräftigsten Serien aus dem Hause Ubisoft hört auf den Namen Assassin's Creed. Dass die Aufmerksamkeit groß ist, sobald ein neuer Teil in den Handel kommt, überrascht daher nicht. Bei Assassin's Creed Odyssey ist das aber nur die halbe Wahrheit, immerhin hat man vor kaum einem Jahr gerade eine Art Neustart der Reihe hingelegt. Eine gewisse Skepsis gegenüber einer so schnellen Veröffentlichung kann man den Fans daher nicht verübeln. Was hat der Neuling innerhalb der Serie also wirklich zu bieten?

Bei den Göttern

Es ist noch gar nicht so lange her, dass man von der Masse der vielen Assassin's-Creed-Spiele schon fast erschlagen wurde. Jahr um Jahr gaben sich Hauptteile sowie Ableger die Klinke in die Hand, und irgendwann konnten die Macher nicht mehr viel Neues bieten. Nach einer kreativen Pause wurde dieser Kreislauf mit Assassin's Creed Origins zum Glück unterbrochen. Der Teil erzählt quasi die Ursprünge der Handlung und hat so einige Änderungen mit sich geführt.

Etwa ein Jahr später will es nun Assassin's Creed Odyssey versuchen. Im Hinblick auf die Tatsache, dass die Entstehung der Saga mit dem Origins-Teil wie erwähnt bereits verarbeitet wurde, erscheint es doch etwas merkwürdig, dass Assassin's Creed Odyssey noch früher angesiedelt ist. Die Handlung führt nämlich in das antike Griechenland, genauer gesagt in die Zeit des Peloponnesischen Krieges zwischen Athen und Sparta. Das hat im Allgemeinen nicht mehr viel mit den Assassinen und der Bruderschaft gemein. Vielmehr gibt es eher kleinere Bezüge darauf, was sich in den nächsten Jahrhunderten anbahnen könnte und welche Macht in den immer wieder vorkommenden Artefakten liegt.

Assassin's Creed Odyssey Screenshot

Der neueste Serienteil hat unter dieser Prämisse allerdings keineswegs zu leiden. Man könnte sogar fast behaupten, dass man es hier mit dem handlungsintensivsten Teil der gesamten Reihe zu tun hat. So darf man sich zu Beginn aussuchen, ob man in die Rolle von Alexios oder Kassandra schlüpft, was für den Verlauf aber nur bedingt einen Unterschied ergibt. Sich als Söldner durchs Leben schlagend, versucht man nach und nach einen Bezug zu der Familie aufzubauen, die man im Kindesalter eigentlich schon verloren hat. Im Krieg gelangt man dabei immer wieder zwischen die Fronten von Griechen und Spartiaten, die natürlich ganz eigene Interessen verfolgen. Mittendrin trifft der Spieler auf historische Persönlichkeiten wie etwa Hippokrates oder Sokrates und muss sich obendrein mit dem sogenannten Kult des Kosmos auseinandersetzen.

Viel zu erledigen also im alten Griechenland. Der Grund, weshalb dieser Teil aber so intensiv mit dem roten Faden umgeht, ist nicht das Setting an sich. Vielmehr liegt es an der Entwickler-Entscheidung, Assassin's Creed noch mehr in Richtung Rollenspiel zu lenken. Daher bekommt man auch ein völlig neues Dialogsystem zu Gesicht, was dem Titel durchaus gut steht. Der Spieler kann aus verschiedenen Optionen wählen, und getroffene Entscheidungen haben Auswirkungen auf das Gameplay sowie die spätere Handlung. Es kommt nicht selten vor, dass man entscheiden muss, ob man Konflikte mit besänftigenden Worten, Lügen oder eben der Klinge löst. Positiv muss man dabei anmerken, dass Assassin's Creed Odyssey außerdem der erste Teil ist, der die Dialoge stets auch mit einem Augenzwinkern darbietet. Der Humor ist tatsächlich gelungen, und so kommt es hin und wieder zu einigen kuriosen Situationen, die eben gewollt lustig sind.

Die Unterhaltungen dienen häufig auch dem Sammeln von Informationen. Der Titel lässt dem Spieler viele Freiheiten. So zum Beispiel auch, ob man eher explorativ vorgeht oder sich führen lässt. Der geführte Modus zeigt einem in den meisten Fällen an, wo das Ziel liegt. Entscheidet man sich aber für die andere Variante, muss man anhand der Gespräche herausfinden, wo eine etwaige Zielperson ihr Dasein fristet. Das Sammeln der Infos ist zwar schnell erledigt, indem man alle Dialogoptionen abarbeitet, doch insgesamt ist Assassin's Creed Odyssey dadurch sehr gesprächslastig, was sicherlich nicht jedem Anhänger der Reihe gefallen wird. Etwas schade ist außerdem der Zustand, dass die Präsentation der Gespräche nicht sehr abwechslungsreich ist. Ohnehin sucht man spannend inszenierte Zwischensequenzen, wie man sie teils aus den Vorgängern kennt, größtenteils vergebens.

Assassin's Creed Odyssey
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Daniel Dyba

Assassins-Creed-Odyssey


Assassins-Creed-Odyssey


Daniel Dyba am 31 Okt 2018 @ 14:52
oczko1 Kommentar verfassen