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Assassin's Creed Origins: Review

  Playstation 4 

In den vergangenen Jahren sind in sehr regelmäßigen Abständen neue Teile zu Assassin's Creed in den Handel gekommen. Zu regelmäßig vielleicht? Die Macher haben sich mit Assassin's Creed Origins ein zusätzliches Jahr Entwicklungszeit gegönnt, um die Serie in vielerlei Hinsicht zu überarbeiten. Doch kann sich das Ergebnis letztlich überhaupt sehen lassen? Wir sind in das virtuelle Ägypten der Vergangenheit gereist, um diese Frage zu beantworten.

Alles auf Anfang

Ubisoft hat vor einigen Jahren mit Assassin's Creed eine Reihe aus dem Boden gestampft, die sich aufgrund ihrer großen Beliebtheit durchaus etablieren konnte und inzwischen längst ein beständiger Pfeiler zwischen den vielen Actionserien dieser Videospielwelt geworden ist. Dass allerdings nicht nur leise Skepsis aufgetreten war, als man mit Assassin's Creed Origins einen weiteren Teil angekündigt hatte, lässt sich definitiv nicht von der Hand weisen. Kein Wunder, stagnierte die Serie in den vergangenen Jahren doch, und trotz aller Vielfalt an Features konnte man keinen Fortschritt erkennen. Doch Ubisoft hat es schon richtig erkannt: Fortschritt gelingt auch, wenn man mal einen Schritt zurückgeht. Assassin's Creed Origins ist daher ein Serienteil, der gleich in mehreren Belangen zu den Wurzeln zurückkehrt.

Doch um eines klarzustellen: Assassin's Creed Origins ist keineswegs ein Remake oder dergleichen. Im zeitlichen Kontext der bisher erschienenen Ableger kann man den neuesten Teil allerdings ganz vorne einordnen, denn hier wird quasi erzählt, wie die Bruderschaft rund um die Assassinen ihre Grundsteine gelegt bekam. Doch bevor die ersten Wege dazu geebnet werden können, muss man im Körper des Charakters Bayek noch so einige schmerzhafte Erfahrungen machen. Das Spiel entführt einen in die Zeit des alten Ägyptens, als Cleopatra nach der Macht strebte. Bayek selbst ist ein sogenannter Medjai. Diese verstehen sich als Hüter der Gesetze, frühzeitliche Polizisten quasi. Doch es läuft einiges schief im Lande der Pyramiden, denn ein geheimer Kult lechzt nach Macht und versucht inzwischen im Hintergrund die Fäden zu ziehen. Dieser Geheimorganisation fällt tragischerweise auch Bayeks Sohn zum Opfer, und so dauert es nicht lange, bis der eigentliche Hüter gemeinsam mit seiner Frau einen blutigen Rachefeldzug anzettelt. Ganz vergessen sind die Interessen Ägyptens dabei aber nicht, und so kommt man serientypisch mit allerhand bekannten Persönlichkeiten der Geschichte zusammen und beeinflusst diese eben auch aktiv.


Die Ursprünge der Assassinen und der mit ihnen verfeindeten Templer finden in Assassin's Creed Origins Beachtung, was durchaus spannend zu beobachten ist. Gleichzeitig gibt es auch außerhalb der Animus-Action neue Erkenntnisse in der Gegenwart. Insgesamt präsentiert sich die Handlung gelungen. Auch in Sachen Inszenierung kann man den Machern kaum etwas vorwerfen, so werden die wirklich wichtigen Story-Abschnitte eng mit dem Gameplay verstrickt. Zum Beispiel, als man von einem eigentlichen Verbündeten doch verraten wird und sich plötzlich in der Wüste wiederfindet, begraben bis zum Kopfe, und einen Ausweg suchen muss. Solche Situationen sind natürlich atmosphärisch wie spielerisch spannend. Besonders beim Ableben der Haupt-Antagonisten gibt es immer interessante Gespräche, die auch tief in den Charakter Bayeks blicken lassen.

Nicht ganz unwichtig bei der Inszenierung ist dabei natürlich auch der zugrundeliegende Handlungsort, der – wie bereits mehrfach erwähnt – im alten Ägypten angesiedelt ist. Wer nun einzig Wüstenabschnitte und ein paar riesige Pyramiden vor Augen hat, wird positiv überrascht sein. Das Ägypten aus Assassin's Creed Origins könnte kaum abwechslungsreicher sein. Lebendige Städte wie Alexandria sind genauso vorhanden wie von Krokodilen bewohnte Seen, alte Tempel oder hügelige Abschnitte. Die Karte ist unglaublich groß, und die Hauptmissionen bringen einen längst nicht in alle Gebiete, womit für Entdecker noch jede Menge zu tun bleibt. Dabei macht der Titel auch optisch einen gelungenen Eindruck. Die Umgebungen sind detailreich gestaltet, und das treibende Leben wirkt mit all seinen Animationen und Effekten glaubhaft. Hin und wieder gibt es aber auch störende Clipping-Fehler, etwa beim Erlegen von Tieren.

Assassin's Creed Origins
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Daniel Dyba

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AC

Daniel Dyba am 01 Dez 2017 @ 12:01
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