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Batman Begins: Review

  Playstation 2 

Videospiele zu berühmten Kinofilmen gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Leider ist die Qualität solcher Titel nicht immer das, was sich Film- und Spielefans erhoffen würden. So erwartet uns nun wieder ein neues Spiel zu einer Film-Reihe, die eigentlich bereits seit rund acht Jahren für tot gehalten wurde. Der dunkle Ritter hat es zurück in die Kinos geschafft und Electronic Arts bringt eine passende Konsolenumsetzung. Macht das Licht aus und stellt euch euren Ängsten, denn

Batman Begins

wartet auf euch.

Vom Comic-Helden zum Film-Flop

Im Jahre 1989 fand ein berühmter Comic-Held zum ersten Mal den Weg auf die grosse Kinoleinwand. Unter der Regie von Tim Burton schlüpfte Michael Keaton in die Rolle von Bruce Wayne alias Batman. Mit Jack Nicholson als Joker und Kim Basinger als Vicky Vale war der Film nicht nur grossartig besetzt, sondern auch mindestens genauso gut inszeniert. Bereits drei Jahre später folgte Batman Returns, der sich ebenfalls grosser Beliebtheit erfreute und den bis dato wohl besten Auftritt Catwomans bot. Danach nahm Joel Schumacher im Regiestuhl Platz und das Leiden der Fans nahm seinen Anfang. Aus dem düsteren Gotham wurde eine bunte, leuchtende Metropole gemacht, sodass die gesamte Atmosphäre der ersten beiden Teile auf einen Streich zerstört wurde. Zwar wurden die Charaktere mit beliebten Schauspielern wie George Clooney, Arnold Schwarzenegger, Tommy Lee Jones, Jim Carrey oder Uma Thurman besetzt, doch besonders die Batman-Darsteller Clooney und Kilmer wussten bei weitem nicht so gut zu überzeugen wie Michael Keaton. Im Film Batman und Robin fand die Reihe dann ihren traurigen Tiefpunkt

Nun, etwa acht Jahre später, wagte Regisseur Christopher Nolan einen Neuanfang.

Batman Begins

heisst der Streifen passenderweise und wird momentan von den Fans des Flattermanns heiss gefeiert. Nicht zuletzt, weil die Schauspieler Christian Bale, Michael Caine, Liam Neeson, Morgen Freeman und Gary Oldman den Figuren mehr Tiefgang verleihen, als es jemals zuvor der Fall gewesen ist. Natürlich darf zu solch einem grossen Projekt und Neuanfang das passende Videospiel nicht fehlen. Electronic Arts hat sich selber gross auf die Fahne geschrieben, enger mit Hollywood zusammen zu arbeiten, um dadurch die Qualität der Filmumsetzungen zu erhöhen. Ob das auch wirklich funktioniert?

Batman mal anders, genau wie im Film

Wer die bisherigen Batman-Videospiele kennt, wird in diesem Fall mit einem knallharten Actionspiel gerechnet haben. Lange Kombos, intensive Kämpfe und wildes Drücken auf die Knöpfe am Gamepad. Doch genau wie der Film, schlägt auch das Spiel überraschende Wege ein. Natürlich müsst ihr auch in

Batman Begins

kämpfen, doch dies geschieht in den wenigsten Fällen durch direkte Frontalangriffe. Stattdessen setzt ihr auf eine Tugend des dunklen Ritters, welche bereits lange in Vergessenheit geraten war: Angst. Als dunkler Ritter haltet ihr euch möglichst lange im Hintergrund und versucht, eure Gegner zu überraschen, bevor ihr dann zum entscheidenden Angriff übergeht.

Das Spiel beginnt etwa in der Mitte des Films, ihr steigt also direkt als Batman in das Geschehen ein. Bereits der Anfang wirkt sehr stilgerecht und hätte so ohne weiteres im Film vorkommen können. Nachdem euch bei den ersten Gegnern die Grundlagen der Steuerung nahe gelegt wurden, bricht die Geschichte jedoch schon wieder ab und ihr werdet zurück in die Vergangenheit versetzt. Als Bruce Wayne unterwerft ihr euch der Gesellschaft der Schatten und bekommt von Ducard persönlich weitere Kniffe erklärt. Wie verbreitet ihr Schrecken? Wie bewegt ihr euch lautlos? Welche Gegner sollten bevorzugt überwältigt werden? Dabei wird euch wie im Kino die Ideologie der Gesellschaft der Schatten gezeigt, sodass der Spieler verstehen kann, wie Bruce Wayne zu Batman wurde.

Zwischen den einzelnen Abschnitten im Spiel bekommt ihr immer wieder einige originale Filmausschnitte zu sehen. Diese sind jedoch für das Spiel deutlich umgeschnitten worden, wodurch sie nicht immer ganz in den Kontext passen. Das hat im Endeffekt Vor- und Nachteile. Ein Nachteil ist sicherlich, dass das Spiel dadurch weit weniger direkt an den Film erinnert und totale Fans des Streifens lieber mehr zusammenhängende Passagen sehen würden. Der Vorteil besteht jedoch darin, dass keine wichtigen oder spektakulären Szenen oder Storyelemente aus dem Film vorweggenommen werden.

Batman Begins
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Benjamin Boerner

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Benjamin Boerner am 27 Jun 2005 @ 14:45
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