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Destiny: Review

  Playstation 4 

Mit dem Ende des Sommers kommen nach und nach die potenziellen Videospielkracher in die Läden. Destiny ist zweifelsohne ein solches Spiel. Die Macher haben bereits lange vor der Veröffentlichung einen grossen Hype um das Projekt geschürt und allerhand Versprechungen gemacht. Nach langem Warten ist das Shooter-MMOG nun in den Läden eingetroffen. Doch handelt es sich dabei wirklich um das epische Meisterwerk, das sich die Fans so ersehnt haben, oder ist Destiny nur ein weiterer Fall irreführender Werbung?

Der Kampf um die Welten

Entwickler Bungie dürfte eingefleischten Shooter-Fans längst ein Begriff sein, schliesslich stehen die Mannen hinter der Halo-Saga und haben damit eine der wohl erfolgreichsten Xbox-exklusiven Serien erschaffen. Doch während sich um das Ziehkind inzwischen ein anderes Studio kümmert, hat sich Bungie in die weite Welt aufgemacht, um ein noch ambitionierteres Projekt zu erschaffen. Destiny lautet der Titel und soll eine Art episches Shooter-MMOG darstellen, dessen Haltbarkeit laut des Herstellers eine ganze Dekade umfassen soll. Grosse Worte also, die da auf die Ohren der Videospielfans treffen, die sonst eher kurzlebige Baller-Abenteuer gewohnt sind.

Doch was erwartet einen in der Welt von Destiny? Zunächst steht zu Beginn des Titels die Wahl der Klasse an, wovon drei zur Verfügung stehen. Dabei macht es einem das Spiel nicht unbedingt einfach, zwischen Titan, Jäger und Warlock zu wählen, da einfach zu wenige Informationen bereitstehen. Doch es sei gesagt, dass sich alle drei Klassen besonders zu Beginn erst einmal ziemlich gleich spielen. Die unterschiedlichen Fähigkeiten, die etwa eine Spezialattacke umfasst, werden erst nach und nach spürbar. Wer will, kann dann natürlich auch jederzeit mit einem anderen Charakter starten. Sobald diese erste Entscheidung getroffen ist, wird die Spielfigur mit einigen Handgriffen optisch individualisiert und schon beginnt die Reise.

Destiny Bild
Zum Start der Handlung wird man als eigentlich längst verstorbener Recke mitten im Nirgendwo zum Leben erweckt. Ein kleines Wesen namens Geist, das auch locker der Portal-Reihe hätte entsprungen sein können, hat den Spieler auserwählt, als Erwachter in der Galaxie für Ordnung zu sorgen. Der Charakter hat in den vergangenen Jahren seines Todes allerhand verpasst. Während es viele ruhige Zeiten gab, sind diese längst vergangen und überall lauern gemeine Wesen, die nur darauf warten, den friedlich gesinnten Lebewesen den Garaus zu machen. Natürlich umfasst die Handlung noch weit mehr, doch zugegebenermassen erscheint der rote Faden fast zu keinem Zeitpunkt interessant. Bungie hat es nämlich verpasst, dem Spiel in Sachen Handlung die nötige Tiefe zu verpassen. Stattdessen trifft man auf merkwürdige Figuren, die kryptische Dinge von sich geben. Statt Antworten zu bekommen, werfen sich nur neue Fragen auf, und irgendwann gibt man es auf, die Story von Destiny verstehen zu wollen.

Wer dennoch ein wenig tiefer in die Materie eintauchen möchte, muss schon etwas Eigeninitiative mitbringen. Viele Informationen wurden kurzerhand ausgegliedert und sind lediglich im Internet ersichtlich. Dazu sammelt der Spieler im Laufe der Zeit bestimmte Karten, womit sich diese Infos nach und nach freischalten lassen. Warum man die vielen Ideen rund um die Handlung nicht dazu verwendet hat, dem Spieler gleich ein umfassendes Erlebnis innerhalb des Titels zu liefern, bleibt schleierhaft. So wird ein Grossteil der Leute lediglich der Kampagne folgen und genervt von den hochgestochenen Dialogen abschalten. Schade eigentlich, denn das Universum an sich bringt ein grosses Potenzial mit sich, das zumindest in dieser Hinsicht kaum ausgenutzt wird.

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Daniel Dyba

Daniel Dyba am 02 Okt 2014 @ 18:12
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