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Disney Infinity: Review

  Playstation 3 

2011 setzte Activision mit Skylanders: Spyro's Adventure den Grundstein für eine erfolgreiche Videospielserie: Über eine Schnittstelle ist es möglich, ansehnliche Plastikfiguren in die virtuelle Spielwelt zu übertragen. Disney zieht nun nach und möchte Kindheitserinnerungen aus dem Kinderzimmer auf die Konsole bringen. Mit Disney Infinity wird zukünftig nicht mehr auf dem Teppich gespielt, viel eher verwenden Kinder ihr Spielzeug in einer vollkommen anderen Weise.

Abenteuer wollen vorbereitet werden

Blu-ray einlegen und zocken? Nicht bei Disney Infinity. Nach dem Erwerb des Startersets muss zu Beginn die Basis per USB-Kabel an die PlayStation 3 angeschlossen werden. Anschliessend gilt es, das Spiel zu installieren und die restlichen Bestandteile aus den Hüllen zu befreien. Heraus kommen dann drei Figuren, eine Bonusmünze und eine Spielwelt mit drei sogenannten Playsets. So waren Captain Jack Sparrow aus Fluch der Karibik, Sully von Monster AG und Mr. Incredible aus dem Animationsfilm Die Unglaublichen im Set enthalten. Alle drei Figuren sind rund 10 cm gross und überzeugen durch ihre gute Verarbeitung sowie die sehr detailreiche Bemalung. Besonderes Highlight ist der Sockel der Hartplastikfiguren: Unterhalb der Figur befindet sich ein Chip, durch welchen die Basis weiss, welche Figur gerade verwendet wird. Gleichzeitig kann darauf der Spielfortschitt der jeweiligen Figur gespeichert werden. Alles in allem viel Inhalt für einen anständigen Preis. Schade nur, dass nicht sofort klar wird, wofür man all das braucht.

Welche Disney-Figur bist du?

Gleich zu Beginn des Spiels wird als Lichtfunke eine Reise durch verschiedene Disney-Universen unternommen. Nachdem ein Wald durch Vorstellungskraft und Magie aus dem Winterschlaf geweckt wurde, heisst es, Rapunzel Hallo zu sagen, Woody und seinem Pferd beim Galopp zuzusehen, von einer Piraten-Kanonenkugel fast getötet zu werden, und letztendlich Micky Mouse bei einer Runde Parkour durch das Disney-Schloss Gesellschaft zu leisten. All das geht rasend schnell und macht eines deutlich: Mit Hilfe der eigenen Vorstellungskraft kann in Disney Infinity alles erlebt werden. Wollte man schon immer mal sehen, wie das grosse, türkisfarbene Monster gegen Piraten kämpft, ist man hier vollkommen richtig.



Generell beinhaltet Disney Infinity keine alles umfassende Geschichte, wie es aus anderen Videospielen bekannt ist. Dennoch gibt es natürlich eine Art Story-Modus. Wobei es eigentlich mehr als nur eine Erzählung ist, da es dank dem Playset-Würfel Zugriff auf verschiedene Geschichten gibt. Das Starterset bietet ein Action-Adventure rund um Jack Sparrow, bei welchem Kämpfe ausgetragen oder Hüpfpassagen überwunden werden müssen. Des Weiteren warten ein kinderfreundliches Stealth-Spiel sowie ein Superhelden-Abenteuer auf den Spieler. Die einzelnen Episoden gehen ungefähr sechs Stunden, je nachdem, wie erfahren der Spieler ist. Anschliessend ist es möglich, bei verschiedenen Händlern zusätzliche Playsets zu erwerben. Derzeitig gibt es eine Geschichte im Cars-Universum oder auch ein Lone-Ranger-Spielset. Beide kosten jeweils circa 30 Euro beziehungsweise 40 CHF und beinhalten zusätzlich je zwei neue Figuren sowie einen Würfel (Playset).

Durch das Erfüllen von Missionen in den Geschichten wird man mit Erfahrungspunkten und Münzen belohnt. Mit letzteren können an vielen Stellen im Spiel zusätzliche Spielzeuge, darunter Kanonen oder Schiffsteile, gekauft werden. Ähnlich wie bei LittleBigPlanet finden sich auch innerhalb der Welten Kapseln, welche zusätzliche Gegenstände enthalten, um in der sogenannten Toybox kreativere Sachen erschaffen zu können. Ansonsten wird der gewählte Held durch die Spielwelt bewegt, trägt stellenweise Kämpfe aus, löst kleinere Rätsel und erledigt vor allem die vielen Aufträge der Nicht-Spieler-Charaktere. Ob eure Crew ein neues Segel will oder Oberschurke Syndrome die Bewohner der fiktiven Stadt Municiberg schikaniert, ihr müsst alles in Ordnung bringen. Einfacher gesagt als getan, denn oftmals ist die Steuerung sehr träge und ungenau, was leider zu einigen unschönen Momenten führt. Auch das Spiel mit der Kamera katapultiert die Stimmung nicht in die Höhe, da sie oftmals nicht weiss, wohin sie blicken soll. Im normalen Spiel ist das vielleicht noch zu kompensieren - soll aber eine zeitlich beschränkte Herausforderung gemeistert werden, wird es schon schwer. Zum Glück sind diese Aufgaben im Grunde nur durch die technischen Komplikationen schwer. Hat sich die Kamera einmal zu oft um ihre eigene Achse gedreht, so zeigt ein praktischer Kompass an, wohin es als Nächstes geht. Wer die Herausforderung sucht, kann die Missionsgeber packen und verstecken, die Hinweisblasen nicht aktivieren oder den angesprochenen Kompass zu Beginn einer Mission ausschalten.

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Alexander Boedeker


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Alexander Boedeker am 01 Okt 2013 @ 20:30
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