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Dragon Quest Heroes II: Review

  Playstation 4 

Musou-Prügler sind ein Phänomen. Die hektische Action mit hunderten oder gar tausenden Figuren gleichzeitig auf dem Bildschirm mag anspruchslos sein, ist für eine Runde zwischendurch aber perfekt geeignet. Koei ist der Meister dieses Nischengenres und hat in den letzten Jahren die Qualität seiner Spiele gesteigert. Man denke nur einmal an Zelda: Hyrule Warriors. Mit Dragon Quest Heroes II kehrt die Action auf PlayStation 4 zurück – und dürfte manchen Spieler mit Vorurteilen zum Genre bekehren können.

Eine Milliarde gegen vier

Da wäre zunächst die Story. Klar, es geht wieder um die obligatorische Weltenrettung. Je nach Wahl steht zwischen eurem Held/eurer Heldin und dem Happy End gefühlt eine Milliarde Gegner. Dragon Quest Heroes II inszeniert die vorhersehbaren Geschichten und Wendungen aber mit derart viel Liebe zum Detail und pointiertem Humor, dass über die generelle Einfallslosigkeit hinweggesehen werden kann. Fans werden alten Bekannten aus der Dragon-Quest-Reihe über den Weg laufen, und wer mit der Serie bisher gar nicht in Berührung kam, dürfte immerhin den Zeichenstil des bekannten Manga-Zeichners Akira Toriyama wiedererkennen, der sich mit der Kultreihe Dragon Ball unsterblich machte.

Nach der Bewältigung eines charmanten XXL-Tutorials, das auf viele Details der Spielmechanik eingeht, werdet ihr auch schon in die Kämpfe entlassen. Überraschung: Ihr hetzt nicht allein übers Schlachtfeld, stets sind drei Begleiter (aus 15 Optionen) an eurer Seite, die ihrerseits um die Kontrolle des Schlachtfelds kämpfen. Jeder von ihnen bringt eigene Vorzüge mit: Der Axtkämpfer schlägt Breschen in geschlossene Reihen, andere können Gegner aus der Masse heraus anlocken und im 1-gegen-1 niedermachen.

Komplexes Kampfsystem

Läuft es mal nicht, schlüpft ihr auf Knopfdruck in die Haut eines Verbündeten und dreht das Momentum. Das Kampfsystem mag auf den ersten Blick enttäuschen: Ein schwacher und ein starker Angriff stehen euch zur Verfügung. Kombiniert ihr beide, wirkt ihr mächtige Kombos, die euch gegen bestimmte Gegnertypen helfen oder ganze Heerscharen im Nu auslöschen. Das Salz in der Suppe sind die Bossfights, die taktisches Geschick erfordern. Dumpfes Tastengekloppe bringt euch hier nicht weiter.

Taktische Ausrichtung und Spezialisierungen zwischen den Schlachten sind das A und O. Da jeder eurer Helden eine gänzlich andere Rolle wahrnimmt, ist eine ausgewogene Mischung oder eben die Fokussierung auf einen bestimmten Angriffstypen oder ein Ausrüstungs-Set angeraten, um sich optimal auf die wartenden Gegnerhorden einzustellen. Die Teamwahl ergibt sich aber auch aus den Potenzialen der einzelnen Mitglieder. Das Verdreschen der Feinde gibt zwangsläufig Fähigkeitenpunkte, die klug investiert werden sollten. Daneben sind die Berufswahl und der Umgang mit den Waffengattungen weitere Stellschrauben, die eure Recken besser auf euren ganz individuellen Spielstil zuschneiden. Die Ausrüstung gibt euch viele weitere Optionen an die Hand, um die Truppe noch schlagkräftiger zu gestalten. Bis Schwert, Bogen und Co. auf Anschlag gepimpt sind, fließen viele Stunden ins Land, da die Rohstoffe mühsam erbeutet oder in der Landschaft gefunden werden müssen. Temporäre Effekte, die durch eingesammelte Monstermünzen ausgelöst werden, runden das hauptsächliche Spielgeschehen auf dem Schlachtfeld ab.

Dragon Quest Heroes II
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Daniel Wendorf

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Daniel Wendorf am 13 Jun 2017 @ 13:16
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