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Drakengard 3: Review

  Playstation 3 

Lange hat man nichts vom Drakengard-Franchise gehört. Viele werden es noch aus PlayStation-2-Zeiten kennen, und einige Fans werden sich vermutlich mehr oder weniger am Ableger Nier aus dem Jahr 2010 erfreut haben. Doch nun sorgt Publisher Square Enix mit der Veröffentlichung von Drakengard 3 offiziell für Nachschub im beliebten Serienuniversum. Diesmal steckt jedoch nicht Entwickler Cavia hinter dem Werk, welcher auch für die Vorgängerteile sowie Nier verantwortlich zeichnete, sondern die Mannen von Access Games bemühen sich um eine würdige Fortführung des Erbes. Ob sie mit Drakengard 3 ebenso zu polarisieren wissen, wie zuvor noch mit Deadly Premonition, erfahrt ihr bei uns im Test!

Geschwisterliebe

In dem als Prequel angelegten Drakengard 3 schlüpfen wir in die Haut der Protagonistin Zero. In einer wunderschönen CGI-Sequenz bewundern wir, wie sich Zero grazil einer Überzahl an Gegnern entgegenstellt und diese anmutig (und grosszügig roten Lebenssaft vergiessend) dezimiert. Schnell erfahren wir, dass Zero die älteste von sechs Schwestern mit besonderen Fähigkeiten ist. Bei den Schwestern handelt es sich um spezielle Sängerinnen, sogenannte "Intoner", welche mithilfe der Kraft des Gesangs Magie manipulieren können. Mithilfe dieser Fähigkeiten sorgen die Schwestern für Harmonie und Frieden auf der Welt - bis sich Zero entschliesst, einen Vernichtungsfeldzug gegen ihre Schwestern zu starten.



Die optisch herausragende Anfangssequenz und der Interesse weckende Einstieg in die Geschichte sorgten bereits für einen positiven Ersteindruck, und wir waren auf den Fortlauf des Spielgeschehens gespannt. Umso schlimmer wirkte daher der imaginäre Schlag in unsere Magengrube, als sich das Spiel zum ersten Mal in Spielgrafik präsentierte. Für einen 2014 erschienenen Titel kann das Gezeigte einfach nur als unterirdisch bezeichnet werden, denn was leider sofort ins Bewusstsein dringt, sind die technischen Mängel des Titels. Treppchenbildung, Tearing, Kantenflimmern, extrem lange Ladezeiten, bei hohem Gegneraufkommen zeitweilig starke Ruckler und die nervenraubende, störrische Kamera tun ihr Übriges für den Gesamteindruck. Vor allem in Bezug auf die Ladezeiten und Ruckler sind die Ursachen verwunderlich, da der Titel grafisch keine grossen Geschütze auffährt. Böse Zungen könnten sogar den Bogen zum technischen Standard aus PlayStation-2-Zeiten schlagen.

Die Spielwelt präsentiert sich zudem trist und detailarm. Je nachdem in welchem Herrschaftsgebiet wir uns gerade befinden, ändert sich zwar die thematische Gestaltung und somit die grundlegende Farbgebung, von Abwechslung kann jedoch nicht die Rede sein. Ob Wald- oder Wüstenwelt, Gebirge oder Festung - alles sieht im Kern gleich aus. Die Areale erstrecken sich zudem als lineare Schlauchkompositionen mit verwaschenen Texturen vor uns und laden kaum zum Erforschen und Bestaunen ein. Spiele müssen nicht immer topmodern und wie auf Hochglanz poliert aussehen, um auch Spielspass zu bringen und für stetige Motivation zu sorgen, doch leider krankt der Titel auf lange Sicht ebenso auch an diesen Stellen.

Drakengard 3
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Jessica Rehse


Drakengard-3


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Jessica Rehse am 06 Jun 2014 @ 22:30
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