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EA SPORTS Active 2: Review

  Playstation 3 

Bald ist Weihnachten! Und das heisst: Gans, Rollbraten, Cordon Bleu, eine Menge Lebkuchen, Süsskram und dergleichen wird in den Wanst befördert und setzt sich alsbald als Rettungsring fies an. Wer immer noch glaubt, dass Kalorien kleine Wesen sind, die nachts die Kleidung enger nähen, der soll diesem Aberglauben weiterhin verfallen. Wer jedoch die Pfunde purzeln sehen will, dem raten wir zu EA Sports Active 2. GBase hat sich für euch ein paar Wochen in den Trainngsanzug gezwängt und verrät euch, wieso ihr dieses Spiel guten Gewissens unter den Weihnachtsbaum legen könnt.

Fitness als Spiele-Highlight?

Anfang der 1990er gab es am Samstagmorgen Aerobic-Sendungen en masse im TV - als kleine Steppkes fanden wir durchaus lustig, was wir da zu sehen bekamen. Wer hätte auch ahnen können, dass wir knapp eineinhalb Jahrzehnte später vor dem TV schwitzen - nicht, weil wir das Telegym absolvieren, sondern uns mit WiiFit und Konsorten eine Strandfigur erarbeiten wollen. Seit das grosse Nintendo-Vorbild auf dem Markt ist und sich blendend verkauft, finden sich viele mehr oder minder gelungene Nachahmer auf Wii und anderen Konsolen. Big Ns Fitness-Software greift auf ein Balance Board genanntes Utensil zurück, das die Kilos (recht) zuverlässig wiegt und zudem prüfen kann, wie ihr euer Gewicht verlagert - mit gut 80 Übungen und einem Trainingsprogramm im Nachfolger ist es schon ein Klassiker. Your Shape von Ubisoft hingegen schlägt einen anderen Weg ein: Per Kamera werden eure Bewegungen erfasst - das klappt nicht immer. Wenn aber die Ausleuchtung gut ist, kann euch ein virtueller Trainer immerhin sagen, was ihr richtig oder falsch macht. Und die dritte grosse Software im Bunde - EA Active - setzt auf ein Stretchband und mannigfaltige Aufgaben. Nicht ganz so erfolgreich wie die beiden anderen Titel, war es immerhin eine gute Alternative - mit Trainingsmacken.

Fitness = gefährlich?

Egal, für welche Software ihr euch entscheidet: Vor und Nachteile haben sie alle! Einer der kritischsten Nachteile: Euch steht kein leibhaftiger Trainer zur Verfügung, der Fehlhaltungen sofort korrigieren könnte. Egal? Mitnichten. Aerobic und Yoga sind keineswegs leichte, für den Körper kompromisslos ausführbare Sportarten, sondern trainieren Muskelpartien, die im täglichen Leben eine enorm grosse Rolle spielen. Etwa bei Bürotätigkeiten, im Handwerk oder bei Freizeitaktivitäten. Das Gleiche gilt für die Belastung des Körpers - seine eigenen Grenzen zu kennen ist das A und O im Sport. Wer versucht, auf Teufel komm raus 20 Liegestütze mehr zu machen oder doch noch 400 Meter weiter zu rennen, schadet dem Körper im schlimmsten Fall mit diesem Training mehr, als ihm zu nützen. Die Mär vom Muskelkater, der durch zu viel Milchsäure entstehen würde, ist falsch - jeder Muskelkater, jede Überdehnung ist ein kleiner Muskelriss, der - sofern er sich wiederholen sollte - eine Muskelpartie lebenslang schwächen kann.

Insofern raten wir: Geht das Training ruhig, aber kontinuierlich an und seht WiiFit, Your Shape oder eben EA Active 2 nicht als alleiniges Trainingsutensil, sondern als Ergänzung.

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Daniel Wendorf

Daniel Wendorf am 13 Dez 2010 @ 17:26
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