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Escape Dead Island: Review

  Playstation 3 

Es klang nach einer sehr, sehr guten Idee, das Dead-Island-Franchise nicht um einen weiteren Zombie-Slasher aus der Ego-Perspektive zu erweitern, sondern stattdessen ein gestrandetes Journalisten-Trio auf dem Banoi-Atoll anlanden zu lassen. Inszeniert als Third-Person-Schleichspiel. Gute Idee, ja. Aber wahnsinnig schlecht umgesetzt.

Auf der Kreuzfahrt ins Journalistenglück?

Darauf muss man erst einmal kommen. Als Nachwuchsjournalist übers offene Meer cruisen, um auf gut Glück eine Enthüllungsstory abzugreifen, die Ruhm und einen grossen Batzen Kohle verspricht. Was genau das Protagonisten-Trio in Escape Dead Island enthüllen möchte, weiss es selbst nicht so genau - nur, dass die Insel Banoi für den Schiffsverkehr gesperrt und sämtliche Funkeinrichtungen lahmgelegt wurden, scheint nebulös. Was wie ein Südseeurlaub beginnt, wird natürlich alsbald zum Albtraum. Das Ferienidyll ist entvölkert und dann von Zombies verseucht, und überall finden sich Hinweise auf eine gross angelegte Verschwörung eines Pharmakonzerns gegen den Rest der Menschheit. Das Tabletten-Konglomerat heisst nicht Umbrella (bekannt aus Resident Evil), doch hinter Geo-Pharma verbirgt sich ein ebenso skrupelloses Unternehmen mit bescheuerten Machtfantasien. Womit Escape Dead Island dient, ist nicht etwa ein gigantisch ausgetüfteltes Narrativ rund um Verrat, den Willen zu überleben und die Menschheit zu retten. Hauptcharakter Cliff Calo, von euch gesteuert, mag ein engagierter Fotograf sein, läuft aber recht planlos über das Eiland und weiss nichts anderes mit seiner Zeit anzufangen, als wahllos zu knipsen. Womit wir auch schon beim Genre wären.

Escape Dead Island Bild
Escape Dead Island stellt nicht den Kampf gegen zahlreiche Untote in den Fokus. Vielmehr schleicht sich Cliff Calo durch die Botanik, meuchelt Untote hinterrücks und zieht im direkten Duell mit Zombies schnell den Kürzeren. Ein oder zwei Treffer und es hat ihn dahingerafft. Neustart also, und dann besser machen. Nebenbei knipst ihr noch diverse Objekte, um Hintergrundinfos zu sammeln. Ähnliches kennt ihr vielleicht aus Metroid Prime - in Retro Studios' Space-Adventure konnte Heldin Samus Aran fast alles auf ihrem Trip scannen und so ihre Umgebung erschliessen und verstehen. Nicht so in Escape Dead Island: Zu jedem Objekt gibt es höchstens zwei knappe Zeilen. Mehr nicht. Oh, seht! Ein Container, der vielleicht nach der Quarantäne aufgestellt wurde. Da, ein rotes Fass - vielleicht explosiv? Das ist nicht nur platt, es ist peinlich und erinnert mehr an den Besuch im örtlichen Baumarkt, als an die Erforschung einer zombifizierten Insel, wenngleich wir zweiteres selbst noch nicht allzu häufig taten.

Escape Dead Island
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Daniel Wendorf

Escape-Dead-Island


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Daniel Wendorf am 26 Nov 2014 @ 16:04
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